WINDOWS 11 ERHÄLT CLOUD REBUILD RECOVERY: NEUINSTALLATION AUS DER CLOUD AUCH BEI NICHT MEHR STARTENDEM SYSTEM

Die Funktion lässt sich aus einer noch funktionierenden Windows-11-Installation heraus aufrufen. Startet das System nicht mehr, kann sie auch über die Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE) ausgeführt werden.
J.o.k.e.r
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08:47
Windows 11 erhält Cloud Rebuild Recovery: Neuinstallation aus der Cloud auch bei nicht mehr startendem System

Microsoft erweitert Windows 11 um eine äußerst nützliche Funktion: Sie ermöglicht eine Neuinstallation des Betriebssystems, wenn dieses nicht mehr startet und gerade keine heruntergeladenen Installationsdateien für Windows 11 zur Hand sind. Eine ähnliche Möglichkeit gab es bereits unter „Diesen PC zurücksetzen“ („Reset this PC“). Dafür war jedoch eine funktionsfähige, in ihrer Struktur unbeschädigte Windows-Installation erforderlich. Cloud Rebuild Recovery soll nun auch dann helfen können, wenn Windows etwa durch ein Update oder aus einem anderen Grund ausgefallen ist und sich nicht mehr starten lässt. Ein Allheilmittel ist die Funktion allerdings nicht: Liegt die Ursache bei einer defekten SSD, dem Arbeitsspeicher, dem Mainboard oder einer anderen Hardwarekomponente, kann auch Cloud Rebuild Recovery keine Wunder vollbringen. Dann ist weiterhin die übliche Diagnose mit Speicher- und SSD-Tests sowie weiteren Messungen erforderlich.

Die Neuerung steht vorerst nur als Vorschau zum Testen bereit und wird deshalb zunächst über ein optionales Update verteilt. Sie ist Teil des Updatepakets KB5127936 und lässt sich auf Systemen mit Windows 11 25H2 und Windows 11 26H2 installieren. Der Zugriff ist auf zwei Wegen möglich. Startet Windows 11 noch, findet sich die Funktion in den Einstellungen unter System -> Wiederherstellung bei der Option „Rebuilt PC“. Lässt sich Windows 11 nicht mehr regulär starten, öffnet sich nach mehreren fehlgeschlagenen Startversuchen die Windows-Wiederherstellungsumgebung. Dort erscheint unter „Problembehandlung“ die Option „Cloud Rebuild“.

Die Funktion kann auch deshalb praktisch sein, weil das System bei der Neuinstallation aus der Cloud nicht nur die erforderlichen Systemdateien herunterlädt, sondern auch die zur jeweiligen Konfiguration passenden Treiber. Bei den meisten Geräten entfällt damit die manuelle Einrichtung. Für Geräte, die dennoch einen separat zu installierenden Treiber benötigen, empfiehlt es sich, dessen aktuelle Version auf einem USB-Stick bereitzuhalten.

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Da Cloud Rebuild das System vollständig neu installiert, werden auch die Dateien auf der betreffenden Partition gelöscht. Regelmäßige Sicherungen sind deshalb ratsam – und das gilt grundsätzlich, denn beispielsweise kann auch Ransomware erhebliche Schäden anrichten. Für die wichtigsten Dateien und Inhalte empfiehlt sich daher eine Offline-Sicherung, die nicht dauerhaft mit dem System verbunden ist. So können Schädlinge nicht jederzeit darauf zugreifen. Das ist allerdings ein Thema für sich.

Am Ende des Vorgangs steht mit Cloud Rebuild ein frisch installiertes, funktionsfähiges System bereit, sofern kein Hardwarefehler dessen Stabilität und Betrieb beeinträchtigt. Einstellungen, persönliche Dateien, Konten und sonstige Inhalte bleiben dabei nicht erhalten. Lediglich OneDrive-Dateien können unberührt bleiben, sofern sie zuvor synchronisiert wurden. Auch Inhalte auf anderen Partitionen sind nicht gefährdet. Die Funktion kann Daten zudem nicht nur entfernen, sondern Laufwerke auch vollständig und sicher löschen. Administratoren können den Vorgang über den Recovery CSP sogar aus der Ferne anstoßen.

Microsoft plant, Cloud Rebuild Recovery schrittweise breit verfügbar zu machen. Zunächst wird die Funktion als optionales Update angeboten. Später soll sie fest in Windows 11 integriert werden, sofern auch die breiteren Tests keine Probleme bei ihrer Nutzung aufzeigen.

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