HMD STELLT KLASSISCHES SENIORENHANDY MIT „FERNSTEUERUNG“ PER SMARTPHONE VOR

HMD hat eine interessante Neuerung vorgestellt, die auf großes Interesse stoßen könnte: Sie erleichtert Angehörigen die Unterstützung älterer Menschen.
DemonDani
DemonDani
1. Nov. 2026, 15:08
HMD stellt klassisches Seniorenhandy mit „Fernsteuerung“ per Smartphone vor

HMD sucht seit Jahren nach neuen Ansätzen, um seine Produkte für möglichst viele Menschen attraktiv zu machen. Dabei hat das Unternehmen schon einiges abseits der üblichen Wege ausprobiert. Auch das nun vorgestellte Nokia 2360 Flip ist interessant, obwohl dahinter keine außergewöhnliche Erfindung steckt, sondern schlicht eine gute Idee. Revolutionär ist das Gerät nicht, doch es bietet eine wirklich nützliche Funktion, die auf dem Markt ihresgleichen sucht.

HMD richtet das Modell an ältere Menschen. Die wichtigste Neuerung heißt Family Assist und steht Angehörigen sowie Betreuungspersonen zur Verfügung. Sie dürfte großen Anklang finden, denn damit lässt sich das Handy eines Menschen, der Unterstützung benötigt, aus der Ferne bedienen. Im Grunde handelt es sich um eine Fernverwaltung für die Familie statt für Unternehmen. So lassen sich Kontakte zum Telefonbuch hinzufügen, Erinnerungen einrichten, die Lautstärke des Handys ändern und die Notfalleinstellungen verwalten.

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Viele dürften die Situation kennen: Man muss kurz bei älteren Angehörigen vorbeischauen, um eine neue Telefonnummer einzutragen oder eine Erinnerung einzurichten, weil sie damit selbst nicht mehr zurechtkommen. Solche Aufgaben lassen sich damit problemlos aus der Ferne erledigen, ohne dass die älteren Nutzer dafür ein Smartphone benötigen. Die Verwaltungs-App ist für Android und iOS erhältlich. Die Fernsteuerung der Funktionen erfolgt über einfache SMS, ein zusätzlicher Tarif mit mobilem Internet ist dafür nicht nötig.

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Neben älteren Menschen könnte das Nokia 2360 Flip auch für jüngere Kinder geeignet sein. Es verfügt über eine integrierte Kindersicherung, die durch eine Familien-PIN geschützt ist. Damit lassen sich die Nutzung des Handys und der Zugriff auf seine Funktionen einschränken. Außerdem gibt es einen „Schulmodus“, in dem das Gerät ausschließlich die Uhrzeit anzeigt und Notrufe ermöglicht. Auch lässt sich festlegen, dass das Kind nur von zuvor freigegebenen Nummern kontaktiert werden kann. Eine separate App ist hierfür ebenfalls nicht erforderlich. Allerdings lassen sich diese Einstellungen nicht aus der Ferne vornehmen: Welche Funktionen gesperrt werden, muss beispielsweise direkt am Handy festgelegt werden.

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Das Nokia 2360 Flip besitzt zudem eine SOS-Taste, die sowohl älteren Menschen als auch Kindern nützlich sein kann. Gerät der Nutzer in eine Notlage, können sofort bis zu fünf hinterlegte Hilfskontakte benachrichtigt werden. Über Family Assist können Betreuungspersonen auch diese Funktion aus der Ferne verwalten. Einmal richtig eingerichtet, soll die SOS-Funktion anschließend stets auf dieselbe Weise und vollkommen zuverlässig arbeiten.

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Das Klapphandy bietet innen ein größeres Display mit 2,8 Zoll, während außen lediglich eine 1,77 Zoll große Anzeige sitzt. Das innere Display löst mit 320 x 240 Pixeln auf, das äußere mit nur 160 x 120 Pixeln. Das klassische Handy verfügt über große Symbole, gut lesbare Texte und ein leicht bedienbares Menü. Als Plattform kommt wenig überraschend S30+ zum Einsatz. Der interne Speicher umfasst lediglich 4 MB, Musik kann das Gerät aber dennoch abspielen. Die Titel lassen sich auf einer microSD-Karte bereitstellen.

Das Nokia 2360 Flip verfügt über einen besonders lauten Lautsprecher, der Sprache sehr klar wiedergeben soll. Auch die Kompatibilität mit Hörgeräten ist gewährleistet (HAC2011). Aus irgendeinem Grund hat HMD dem Handy zudem eine Kamera spendiert. Von ihr sollte man allerdings nichts erwarten, denn sie bietet lediglich QVGA-Auflösung – immerhin passt das zum Bildschirm. Eine Taschenlampe und ein UKW-Radio sind ebenfalls an Bord. Neben USB-C gibt es sogar einen 3,5-mm-Klinkenanschluss.

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Das Gerät misst 112 x 55 x 19 Millimeter und wiegt 121 Gramm. Es ist nach IP54 zertifiziert. Damit soll es auch dann keinen Schaden nehmen, wenn sein älterer oder jüngerer Besitzer es draußen vergisst und im Regen liegen lässt. Unter dem Gehäuse steckt ein leicht austauschbarer Akku mit 1.450 mAh, der laut Hersteller bis zu 27,5 Stunden Gesprächszeit ermöglichen soll.

Das einzige größere Problem des Nokia 2360 Flip ist seine derart einfache Hardwarebasis, dass es nicht einmal 4G LTE unterstützt. Es ist ausschließlich auf das 2G-Netz angewiesen. Wo dieses nicht verfügbar ist, kommt das Gerät somit nicht infrage.

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Das Nokia 2360 Flip wird in Burgunderrot, Schwarz und Türkis erhältlich sein. Einzelheiten zum Preis und zum Verkaufsstart hat HMD bislang nicht bekannt gegeben.

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