EIN ECHTER PREIS-LEISTUNGS-SIEGER FÜR GAMER UND STREAMER – FIFINE AM8PROT IM TEST – TECH VIBES

Das neue dynamische Mikrofon des aufstrebenden Peripherieherstellers überzeugt mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis und liefert deutlich mehr, als seine Preisklasse erwarten lässt
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06:00
Ein echter Preis-Leistungs-Sieger für Gamer und Streamer – Fifine AM8PROT im Test – Tech Vibes

Im preisgünstigen Einstiegssegment herrscht unabhängig von der Produktart ein enormer Konkurrenzdruck. An die Stelle der einst zu Recht belächelten chinesischen Produkte treten zunehmend aufstrebende Hersteller, die ihre Rolle am Markt sehr ernst nehmen. Einige von ihnen haben sich mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis bereits einen Namen gemacht. Dazu gehört auch Fifine, der Hersteller meines aktuellen Testgeräts. Das in Ungarn noch wenig bekannte Peripherieunternehmen aus Fernost macht seit fast zwei Jahrzehnten mit beachtenswerten und zugleich erschwinglichen Produkten auf sich aufmerksam.

Fifine wirbt gezielt um Streamer und Gamer und versucht, sich mit bezahlbaren Produkten gegen die Konkurrenz durchzusetzen. Das gelingt dem Unternehmen durchaus. Bei der Gründung im Jahr 2009 lag der Schwerpunkt auf USB-Mikrofonen für Einsteiger und einfachem Audiozubehör. Anschließend wurde das Sortiment stetig erweitert, wobei auch anspruchsvollere Produktklassen ins Visier rückten. Den größten Wachstumsschub brachte natürlich auch hier die Pandemie: Damals suchten selbst Menschen nach einem brauchbaren Mikrofon, die zuvor nie über eine solche Anschaffung nachgedacht hatten.

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Inzwischen legt Fifine einen Gang zu und ist sichtlich stolz auf sein neuestes Streaming-Mikrofon mit dem etwas ungewöhnlichen Namen beziehungsweise der Schreibweise AM8PROT. Zu seinen Besonderheiten zählt neben dem obligatorischen USB-C-Anschluss eine XLR-Buchse. Außerdem bieten sowohl das Mikrofon als auch der mitgelieferte Arm reichlich RGB-Beleuchtung. Dazu kommen eine umfangreiche Softwareunterstützung und ein günstiger Preis. Das klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein.

Technische Daten

KapseltypDynamisch
RichtcharakteristikNiere (unidirektional)
Frequenzbereich50 Hz – 16.000 Hz
Empfindlichkeit-50 dB ± 3 dB (im USB-Betrieb bei 1 kHz)
Bittiefe / Abtastrate16 Bit / 24 Bit, 48 kHz
Signal-Rausch-Abstand> 80 dB
Maximaler Schalldruckpegel (SPL)120 dB
Ausgänge / AnschlüsseUSB-C (digital) und 3-poliger XLR-Anschluss (analog)
Kopfhörerausgang3,5-mm-Stereoklinke (latenzfreies Direktmonitoring)
Stromversorgung5 V über USB (im XLR-Betrieb keine Stromversorgung oder Phantomspeisung erforderlich)
BeleuchtungRGB-Leuchtring (mehrere Effekte, abschaltbar)
Abmessungen des Mikrofongehäuses ohne Ständer~165 mm × 55 mm × 55 mm
Gesamtabmessungen mit Tischständer~245 mm × 120 mm × 120 mm
Nettogewicht des Mikrofons (Kapsel + Arretierung)~300 g
Gesamtgewicht einschließlich Tischfuß~600 g
Montage / GewindegrößeIntegrierte 3/8"- und 5/8"-Innengewinde aus Metall (für Mikrofonarme)
Kompatibilität (USB)Windows 10/11, macOS, PS4, PS5 (Xbox wird über USB nicht unterstützt)
LieferumfangAM8PROT-Mikrofon, Tischfuß, Schaumstoff-Popschutz, USB-C-auf-USB-A/C-Kabel (~2 m), Bedienungsanleitung

Verpackung und Zubehör

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Bei preisgünstigen Produkten steht die Gestaltung der Verpackung häufig nicht an erster Stelle, wenn es um Aufmerksamkeit und Budget des Herstellers geht. Das ist auch hier zu merken, insgesamt fällt der Eindruck aber keineswegs schlecht aus. Die Schachtel besteht aus gewöhnlichem Karton. Ihre zurückhaltende, nicht überladene Vorderseite lässt das Produkt für sich sprechen und hinterlässt gerade durch ihre Schlichtheit einen ordentlichen ersten Eindruck. Auf der Rückseite zeigen einfache Umrisszeichnungen die wichtigsten Details. Hinzu kommt eine angenehm übersichtliche Auflistung des Lieferumfangs.

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Nach dem Öffnen kamen zunächst die Bedienungsanleitung und eine schützende Schaumstofflage zum Vorschein. Darunter lagen die Bestandteile des Sets im üblichen Schaumstoffbett: das Mikrofon, ein Haltearm mit integriertem USB-Kabel samt Tischbefestigung sowie ein separates USB-Kabel.

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An dieser Stelle verdienen die überraschend hochwertigen Kabel bereits ein Lob. Bei günstigeren Produkten sind USB-Kabel meist einfache Beigaben: Sie liegen bei, weil das noch üblich ist, viel mehr darf man aber selten erwarten. Hier sieht es anders aus. Das Kabel endet zwar in einem USB-C-Stecker, bringt aber auch einen USB-A-Adapter mit. Schließlich sind USB-C-Anschlüsse am Rechner schnell belegt. Der Adapter ist sogar am Kabel befestigt, geht also auch dann nicht verloren, wenn er gerade nicht gebraucht wird.

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Die Qualität des Kabels liegt insgesamt über dem Durchschnitt. Für ein Mikrofonkabel fällt es allerdings eher steif als flexibel aus. Dafür wirkt die Silikonummantelung hochwertig und ist recht dick. Außerdem gibt es einen Klett-Kabelbinder mit dem Namen des Herstellers. Schön, wenn auch solche Details Beachtung finden.

Design und Grundfunktionen

Die ersten Eindrücke sind also positiv: Fifine gelingt es bereits, sich ein Stück vom typischen Billigprodukt abzuheben. Doch was bieten das Mikrofon selbst und der Haltearm? Da es sich um ein komplettes Set handelt, können auch Streaming-Einsteiger innerhalb weniger Minuten startklar sein. Dabei hilft der am Tisch montierbare Metallarm, der einen durchaus wertigen Eindruck macht.

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Wer schon einmal ein ausgesprochen billiges Mikrofonset gesehen hat, weiß ungefähr, was ihn erwartet. Wobei das hier nur bedingt zutrifft, denn auch an dieser Stelle fällt der Gesamteindruck besser aus als erwartet. Der federbestückte Haltearm ist ordentlich verarbeitet und besteht größtenteils aus Metall. Ausgenommen sind im Wesentlichen die Griffe der Feststellschrauben, was völlig üblich ist.

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Seine Besonderheit sind die LED-Streifen, die an beiden Seiten beider Armsegmente entlanglaufen. Sie sollen offensichtlich das Kamerabild beim Streaming aufpeppen, und zwar ziemlich auffällig. Fifine nimmt das so ernst, dass sogar eine eigene Bedientaste integriert wurde, falls man die Beleuchtung nicht über die Software steuern möchte. Sie sitzt am oberen Ende des Arms, ungefähr auf Höhe der Mikrofonbefestigung. Beim Drücken entstehen allerdings spürbare und hörbare Vibrationen. Auf das bunte Lichtspektakel gehe ich weiter unten noch ein. So viel vorweg: Wer solche Effekte mag, dürfte an dieser Umsetzung Gefallen finden.

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Die Montage erfolgt auf die übliche Weise: Zunächst wird die Tischklemme mit der Knebelschraube an der Tischplatte befestigt. Anschließend steckt man das untere Ende des Arms hinein und zieht die zweite Schraube fest, damit er sich nicht einfach aus der Aufnahme ziehen lässt. Hier gibt es nichts zu beanstanden. Das Material knarzt nicht und gibt nicht übermäßig nach. Ein baldiges Einknicken oder Brechen muss man daher nicht befürchten.

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Ein weiteres wichtiges Detail ist das fest im Arm integrierte USB-Kabel. Es versorgt die LEDs mit Strom und ermöglicht die weitergehende Anpassung der Beleuchtung per Software. Das Kabel ähnelt dem des Mikrofons, besitzt aber zusätzlich an zwei Stellen eine Abschirmung.

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Damit zur Hauptattraktion: dem Mikrofon mit dynamischer Kapsel und Nierencharakteristik. Wie klassische Sprech- und Streaming-Mikrofone nimmt es den Schall von vorne, also von seiner Stirnseite, auf. Seitlich einfallende Geräusche, etwa von Tastatur oder Maus, gelangen dadurch weniger stark in die Aufnahme. Der abnehmbare Schaumstoffüberzug hat außen eine dichtere, samtartige Oberfläche.

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Bei der Konstruktion ergibt sich ein gemischtes Bild. Auch die Anordnung der Bedienelemente hat sich gegenüber früheren beziehungsweise günstigeren Modellen deutlich verändert. Deren zwei kleinere Regler wirkten vielleicht etwas eleganter als das große, mit einem roten Ring verzierte Drehrad dieses Modells. Das Gehäuse besteht nahezu vollständig aus Kunststoff. Die Kapsel wird hingegen von einem Metallgitter geschützt, das sich nach dem Lösen von insgesamt vier kleinen Sicherheitsschrauben abnehmen lässt.

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Der Haltebügel zur Neigungsverstellung besteht ebenfalls aus Metall und verleiht dem ansonsten nicht besonders schweren Mikrofon etwas zusätzliches Gewicht. Der Kunststoff fühlt sich ordentlich an. Ohne Kenntnis der Preisklasse würde ich das Gerät nicht für ein ausgesprochenes Billigprodukt halten. Optisch versucht es allerdings auch nicht, den Eindruck eines professionellen Studiomikrofons zu erwecken. Die Feststellknöpfe funktionieren gut und wirken nicht so, als würden sie nach wenigen Monaten reißen oder abbrechen.

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Am unteren Ende verläuft ein umlaufender LED-Streifen, der sich über die Software problemlos mit der Beleuchtung des Arms synchronisieren lässt. Für die integrierten Beleuchtungsprofile gibt es natürlich auch eine Taste. Sie befindet sich an der Unterseite neben den Anschlüssen. Statt eines winzigen, schwer zu drückenden und nervig klickenden Mikroschalters kommt ein Taster mit längerem Hub und einem weicheren, dennoch klar spürbaren Druckpunkt zum Einsatz. Selbst darauf hat Fifine also geachtet.

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Es handelt sich um ein Hybridmikrofon, das neben USB-C auch einen klassischen XLR-Anschluss bietet. Gerade bei einem relativ günstigen Gerät ist das erfreulich. Die beiden Anschlussmöglichkeiten sorgen für echte Flexibilität, denn so lässt sich das Mikrofon auch mit vorhandener Ausrüstung und einem Audiointerface kombinieren. Ohne USB muss man allerdings auf die Softwareeinstellungen, die Bedienelemente und die erwähnte RGB-Beleuchtung verzichten. Das ist bei vergleichbaren Geräten ebenso. Sogar eine 3,5-mm-Klinkenbuchse für Kopfhörer zum direkten Abhören hat noch Platz gefunden.

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Zu guter Letzt widmen wir uns der Bedienung, für die Fifine einen recht eigenständigen, ungewöhnlichen Ansatz gewählt hat. Die meisten Nutzer hätten vermutlich auch gegen eine einfachere Lösung nichts einzuwenden gehabt. Der Hersteller hat sich jedoch etwas Besonderes ausgedacht und den mechanischen Drehregler um eine berührungsempfindliche Fläche mit LED-Anzeige ergänzt.

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Mit dem 3-in-1-Drehregler lassen sich das Verhältnis zwischen Sprach- und Spielton, die Mikrofonverstärkung und die Kopfhörerlautstärke einstellen. Ich war allerdings sicher nicht der Einzige, der zunächst vermutet hätte, dass ein Druck auf den Regler das Mikrofon stummschaltet. Das ist jedoch nicht der Fall.

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Durch Drücken wechselt man zwischen den drei genannten Funktionen. Beim Drehen wird die LED-Anzeige schwächer oder stärker. Beim Chat-Mix wandert das Licht auf die Seite, die stärker gewichtet werden soll. Stummgeschaltet wird durch Antippen der Leuchtanzeige selbst. Nach kurzer Eingewöhnung funktioniert das durchaus. Entscheidend ist, den Finger gezielt, aber sanft aufzulegen, statt kräftig daraufzuklopfen. Rotes Licht bestätigt die Stummschaltung.

Software und weitere Funktionen

Dass ein Hersteller überwiegend günstiger Produkte auch bei der Software überzeugt, ist eher selten. Fifine gehört jedoch zu den durchdachter vorgehenden chinesischen Anbietern und hat Zeit und Geld in die Entwicklung investiert. Dabei wurden Rückmeldungen und Wünsche aus der Community berücksichtigt, was sowohl der Bedienung als auch dem Vertrauen in die Marke zugutekommt. Viele Hersteller aus der zweiten Reihe begnügen sich mit einer mehr oder weniger funktionierenden Lösung, der man ihren Anspruch auch ansieht: Die Benutzeroberfläche erfüllt die Mindestanforderungen, bietet aber selten mehr.

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Fifine übernimmt dagegen geschickt gute Ideen größerer Hersteller wie SteelSeries und bringt sogar etwas eigene Kreativität ein. Das verdient Anerkennung. Glücklicherweise gehört das Mikrofon keineswegs zu den Produkten, die ohne Zusatzsoftware unbrauchbar sind. Wer die ausschließlich für Windows verfügbare Anwendung fifine Genie installiert, kann sich dennoch auf eine angenehme Überraschung freuen.

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Voraussetzung ist natürlich, dass man umfangreiche Klangeinstellungen mit Equalizer, Chat-Mix und ähnlichen Extras zu schätzen weiß und gern mit den überraschend kreativen Einstellmöglichkeiten für die RGB-LED-Streifen experimentiert. Beim ersten Start führt zudem ein Tutorial durch die Schaltflächen und wichtigsten Funktionen. Auch das hätte Fifine sich sparen können, hat es aber nicht getan. Eine ungarische Sprachfassung fehlt allerdings. Das Herzstück der Audioeinstellungen bildet die Oberfläche Main Mix, die praktisch eins zu eins aus der SteelSeries-Anwendung übernommen wurde. Das ist eine gute Nachricht, denn das Konzept funktioniert!

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Die Audiosteuerung ist in einzelne Kanäle aufgeteilt. Im Streaming-Modus lassen sich für jeden Kanal sowohl die Lautstärke im Kopfhörer als auch der Eingangspegel separat einstellen. Chat, Spiel, Medien, Mikrofon und zusätzliche AUX-Eingänge können somit unabhängig voneinander geregelt werden. Die Software lässt sich außerdem mit einem Klick als Standard-Audiogerät unter Windows einrichten, ähnlich wie etwa Sonar. Damit stehen deutlich mehr Möglichkeiten zur Verfügung, als wenn man lediglich das Mikrofon direkt als Eingabegerät auswählt.

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Als Nächstes ist die RGB-Beleuchtung an der Reihe. Ein nettes Detail: Bewegt man den Mauszeiger über die Symbole der verschiedenen Effekte, zeigen kleine Animationen, was sich hinter anschaulichen Namen wie Matrix oder weniger eindeutigen Bezeichnungen wie Color Block Switching verbirgt. Hier hatte ich allerdings mehr erwartet. Meiner Erinnerung nach bot die Anwendung früher umfangreichere und detailliertere Beleuchtungseinstellungen. Bei mir erschien aus irgendeinem Grund jedoch eine einfachere Oberfläche mit weniger Möglichkeiten.

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Möglicherweise sah das kurz nach der Veröffentlichung noch anders aus. So gab es eine Funktion, mit der sich die Farben von Mikrofon und Arm an das aktuelle Windows-Hintergrundbild anpassen ließen. Beide konnten dabei unabhängig voneinander auf einen beliebigen Bildschirmausschnitt abgestimmt werden. Bei manchen Effekten ließ sich sogar die Größe der Lichtpunkte verändern. Beliebige Farbtöne konnten außerdem über Farbcodes festgelegt werden. Jetzt kann ich dagegen lediglich die Helligkeit einstellen und zwischen vorgegebenen Effekten wählen. Selbst eine Option für statische Beleuchtung war nirgends zu finden. Diese lässt sich ausschließlich über die Taste am Arm aktivieren. Sehr schade. Ich hoffe, ein Update bringt die Funktionen zurück.

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Ein eigener Menüpunkt bietet einen umfangreichen Equalizer. Diese wichtige, aber keineswegs selbstverständliche Zugabe bringt Fifine einen weiteren Pluspunkt ein. Sind mehrere Geräte des Herstellers vorhanden, lassen sie sich in der Geräteliste auswählen und unabhängig voneinander einstellen. Hier ist im Grunde alles Wichtige vorhanden: Eigene Presets für verschiedene Einsatzszenarien können gespeichert werden, alternativ stehen fertige Voreinstellungen zur Auswahl. Für den Mikrofoneingang gibt es nützliche Optionen. Wer nicht lange experimentieren möchte, findet sofort ein Broadcast-Preset sowie Einstellungen mit stärker betonten Bässen oder Höhen. Die Ergebnisse konnten sich durchaus hören lassen.

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Der Equalizer bietet die bereits von den erwähnten Konkurrenzlösungen bekannte Flexibilität. Bis zu zehn Punkte lassen sich mit der Maus frei verschieben und per Rechtsklick löschen. Die Einstellungen können anschließend im TXT-Format exportiert oder importiert werden. Passende Konfigurationen lassen sich somit auch aus anderen Quellen beziehen.

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Das letzte Menü ist den Hardwareeinstellungen gewidmet, dient aber eigentlich als Sammelstelle für alle übrigen Optionen. Einige davon sind nur mit bestimmten Produkten verfügbar. Nach Auswahl unseres Mikrofons zeigt sich, dass hier im Wesentlichen die auch über den Drehregler erreichbaren Einstellungen angeboten werden. Es gibt zwei Ausnahmen: Der Voice Changer stellt in einer Auswahlliste verschiedene Stimmverfremdungseffekte bereit. Die meisten synthetischen Stimmen entsprechen ihrer Beschreibung allerdings nur mit viel Wohlwollen. Für ein wenig Herumalbern kann man sie trotzdem ausprobieren. Die zweite Ausnahme ist die beliebte Geräuschunterdrückung, die Rauschen und störende Hintergrundgeräusche willkommen abmildert.

Klangqualität

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Erfreulicherweise hat mich das Mikrofon ausgesprochen positiv überrascht! Das Niveau professioneller Gesangs- und Studiomikrofone sollte man natürlich nicht erwarten, insbesondere bei einer USB-Verbindung. Dennoch liefert es einen überraschend klaren und vollen Klang, der bereits bei der ersten Nutzung überzeugt – auch ohne Software und nachträgliche Feinabstimmung. Scharfe Zischlaute fielen mir nicht auf. Sprache klingt recht natürlich und hat einen warmen Grundton. Damit eignet sich das Mikrofon ideal für Sprachübertragungen und -aufnahmen.

Die Vorverstärkung fällt ausgesprochen kräftig aus, und auch die Eingangsempfindlichkeit ist hoch. Beides ist bei USB-Mikrofonen keineswegs selbstverständlich. Fifine hat das AM8PROT also erkennbar so ausgelegt, dass es gerade in den wichtigsten Bereichen überdurchschnittlich abschneidet. Bei maximaler Verstärkung und sehr geringem Sprechabstand kann das Hörerlebnis schon beinahe unangenehm intim werden: Jedes kleinste Geräusch rund um die Lippen wird hörbar. Ähnliches gilt für den Kopfhörerausgang. Er treibt praktisch jedes Headset problemlos an, liefert reichlich Details und erspart einem dabei störendes digitales Rauschen!

Wer sich mit dem Klang im Auslieferungszustand nicht zufriedengibt, kann durch etwas Feinabstimmung noch bessere Ergebnisse erzielen. Besonders hervorheben möchte ich, dass im USB-Modus digitale Aufnahmen mit 24 Bit möglich sind. Auch ohne externes Audiointerface oder separate Soundkarte erhält man damit relativ detailreiches Material mit großem Dynamikumfang. In der Nachbearbeitung lässt es sich weiter verbessern, verfeinern und verändern. Eine Geräuschunterdrückung unterstützt das gute Endergebnis zusätzlich.

Für wen lohnt sich das Set?

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Das AM8PROT verdient ohne Zweifel eine Auszeichnung für sein Preis-Leistungs-Verhältnis. Seine positiven Eigenschaften überwiegen die kleineren und größeren Schwächen, die in dieser Preisklasse kaum zu vermeiden sind, deutlich. Bei Pegel und Klarheit ist das Mikrofon ausgesprochen gelungen. Dank XLR-Anschluss lässt es sich zudem sofort in eine vorhandene Studioausstattung integrieren. Es bietet eine ordentliche Geräuschunterdrückung, arbeitet ohne störendes Grundrauschen und erweist sich als zuverlässig. Ob als erstes Mikrofon für den Einstieg ins Streaming oder als kurzfristig benötigtes Gästemikrofon für ein bestehendes Podcast-Setup: Das AM8PROT ist erstaunlich leistungsfähig.

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Auch die technischen Daten überzeugen: Dazu zählen die Kombination aus USB und XLR, die für diese Klasse besonders kräftige integrierte Vorverstärkung und die digitale Audioauflösung von 24 Bit, die die Nachbearbeitung erheblich erleichtert. Die allgemeine Qualität des Sets stimmt ebenfalls. Von der lieblosen Ausführung mancher chinesischer Billigprodukte ist hier wenig zu spüren. Die Bedienelemente lassen sich gut nutzen, und die Software ist erfreulich durchdacht. Dafür verdient das Set eine weitere Auszeichnung.

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Natürlich gibt es auch Schwächen. Bei höheren Pegeln neigt das Mikrofon etwas zu Verzerrungen, weshalb eine kurze Eingewöhnung nötig ist. Glücklicherweise beeinträchtigt das die Nutzung nicht wesentlich. Der vibrationsdämpfende Arm ist grundsätzlich ordentlich, überträgt aber leider Klopfen und andere Störgeräusche. Auch die Betätigung des Mikrofonreglers ist hörbar. Während einer Liveübertragung empfiehlt es sich daher, Einstellungen über die Software vorzunehmen. Dort habe ich lediglich die umfangreicheren RGB-Optionen vermisst. Davon abgesehen ist das Set eine angenehme Überraschung und hebt sich deutlich von seiner Preisklasse ab.

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8.4
Das AM8PROT ist ein echter Geheimtipp unter den Gaming-Peripheriegeräten. Es bietet gute Klangqualität und die wichtigsten Funktionen zu einem Bruchteil des Preises professioneller Mikrofone. In die Premiumklasse führt zu diesem Preis allerdings auch mit diesem Modell kein Weg.
+ Hybridanschluss (XLR & USB-C)
+ Klarer Klang, großer Dynamikumfang, 24 Bit
+ Für ein USB-Mikrofon überdurchschnittliche Vorverstärkung
+ Ordentliche Geräuschunterdrückung
+ Latenzfreies Monitoring über Klinkenanschluss
+ Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ Gute Software mit Equalizer
+ Hochwertig umgesetzte RGB-Beleuchtung und Bedienelemente
- Leichte Verzerrungen bei hohen Pegeln möglich
- Betätigung des mechanischen Reglers ist hörbar
- Gehäuse größtenteils aus Kunststoff
- Wo sind die RGB-Einstellungen geblieben?
- Im XLR-Betrieb entfällt ein Großteil der Funktionen
Design
8.0
Innovation
8.0
Specification
9.0
Reliability
8.0
Price/Performance
9.0
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