Die neue Win-Serie hat Honor auf einer eigenen Veranstaltung vorgestellt und die Smartphones dort ausdrücklich E-Sportlern und Gamern empfohlen. Mit fortschrittlicher Kühlung, 185-Hz-Displays und riesigen Akkus wollen die Modelle der Familie vor allem die Aufmerksamkeit junger Käufer auf sich ziehen.
Die Serie umfasst drei klar abgegrenzte Modelle: das absolute Topmodell Honor Win2, das ausgewogene Honor Win RT2 und das günstigere, aber mit einem gewaltigen Akku ausgestattete Honor Win Turbo2.
Die Vorderseite aller drei Geräte füllt ein 6,89 Zoll großes OLED-Display mit dem Marketingnamen „Oasis“, das mit 3104 × 1440 Pixeln auflöst und 185 Hz Bildwiederholrate bietet – mehr als vierzig Spiele unterstützen diese schon zum Marktstart. Die Ränder sind auf allen vier Seiten symmetrisch nur 0,93 Millimeter schmal. Die Panels erreichen eine Spitzenhelligkeit von bis zu 10.000 Nits, auf größeren Flächen sind 2000 Nits möglich, und sie decken den DCI-P3-Farbraum ab. Die Geräte laufen mit Android 17 und dem neuesten MagicOS.
Bei der Win-Serie stehen die Kameras nicht im Mittelpunkt, daher sitzen nur zwei Sensoren auf der Rückseite, und ein dediziertes Zoomobjektiv gibt es nicht. Trotzdem können sich die Neuheiten durchaus sehen lassen. Win2 und Win RT2 setzen beide auf eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung (OIS), wobei der Sensor im Spitzenmodell 1/1,4 Zoll misst, während das Schwestermodell nur einen 1/1,55-Zoll-Sensor erhielt.
Das Win Turbo2 muss sich mit einer 50-Megapixel-Hauptkamera mit 1/2-Zoll-Sensor begnügen, doch immerhin hat Honor den optischen Stabilisator beibehalten. Als zweite Kamera dient in allen Fällen eine Ultraweitwinkeleinheit mit 12 Megapixeln, auf die sich bei Win2 und Win RT2 auch der Makromodus stützt. Die Frontkamera besitzt bei allen Modellen einen 50-Megapixel-Sensor und ermöglicht Videoaufnahmen in 4K Ultra HD.
Die drei Geräte verwenden unterschiedliche Chips, sodass sich die maximale Leistung unterscheidet, doch Grund zur Klage haben Käufer in keinem Fall:
- Das Honor Win2 ist das Flaggschiff und erhielt entsprechend Qualcomms 2-nm-Chip, den Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6. Für die Kühlung sorgt ein aktives System mit zwei Lüftern, das unter dem Gehäuse einen stärkeren Luftstrom als bisher erzeugen kann.
- Das Honor Win RT2 basiert auf der Plattform Snapdragon 8 Elite Gen5 und bekam den oberen Lüfter der aktiven Kühlung aus dem Win2, auf einen seitlichen Lüfter wurde jedoch verzichtet, sodass die gesamte Luftfördermenge geringer ausfällt.
- Das Honor Win Turbo2 setzt im Zeichen der Kosteneffizienz auf den Chip Snapdragon 8s Gen 4 und verzichtet auch auf aktive Kühlung. Die passive Wärmeableitungsfläche ist dennoch weit überdurchschnittlich, sodass auch dieses Modell dauerhafte Last lange durchhält.
Das Win Turbo2 will das Unternehmen sogar mit 8 GB anbieten, um einen entsprechend niedrigen Preis ansetzen zu können, die Palette reicht bis 16 GB. Win2 und Win RT2 kommen in Varianten mit 12 und 16 GB in den Handel. Der Speicher beträgt in allen Fällen 256 oder 512 GB, das Topmodell gibt es zusätzlich auch mit 1 TB.
Bei der Konnektivität liefert die Win2-Serie das Pflichtprogramm: Die Smartphones unterstützen 5G im Sub-6-Bereich und sind Dual-SIM-fähig, für eSIM reichte das Budget jedoch nicht. Wi-Fi 7, ein Multiband-A-GPS-Empfänger und ein NFC-Chip sind in jedem Modell vorhanden, ebenso ein moderner Bluetooth-Chip, der bei Controllern und Audiogeräten extrem niedrige Latenzen erreichen kann. Mit einem komplexen Verfahren zur Optimierung des Datenverkehrs erzielt Honor zudem geringere Netzwerklatenzen, was ebenfalls Gamern zugutekommt.
Trotz unterschiedlicher Technik stecken die Neuheiten im selben Gehäuse. Alle drei Smartphones sind 163 Millimeter hoch, 78 Millimeter breit und 8,5 Millimeter dick; Unterschiede gibt es nur beim Gewicht, das sich zwischen 235 und 238 Gramm bewegt. Der USB-C-Anschluss entspricht beim Win2 bereits dem Standard USB 3.2, ermöglicht dort also blitzschnelle Datenübertragung und lässt sich auch an einen externen Bildschirm anschließen. Die Geräte sind nach IP69K zertifiziert, halten also nicht nur Untertauchen gut aus, sondern auch Hochdruckreinigung.
Der Hersteller setzt einen 3D-Ultraschall-Fingerabdruckleser unter dem Display ein, der die Nutzer schneller und präziser identifizieren soll. Moderne Vibrationsmotoren sollen das Spielerlebnis weiter steigern. Je nach Ausführung hat die zweite Win-Generation – wenn sie sich schon an Gamer richtet – auch RGB-Beleuchtung erhalten, und die Geräte bieten symmetrischen Stereosound mit unterschiedlich großen Akustikkammern für einen dynamischeren Klang.
Der Hersteller hat die Win-Serie von Anfang an um die besten Silizium-Kohlenstoff-Akkus herum konzipiert, und das Ausreizen der Grenzen geht nun weiter. Im Win RT2 und im Win Turbo2 steckt bereits ein Energiespeicher mit 12.070 Milliamperestunden, beim Win2 blieb es bei der platzsparenderen Einheit mit 10.100 mAh.
Beim Honor Win2 musste auch noch kabelloses Laden untergebracht werden, das mit 80 W unterstützt wird, während das kabelgebundene Schnellladen mit 100 W erfolgt. Die beiden anderen Modelle des Trios lassen sich nur über USB-C laden, bei ihnen liegt die Obergrenze bei 90 W. Bei der Laufzeit liegt das Win Turbo2 vorn: Es hält fast 18 Stunden Dauerspielen durch und 56,6 Stunden durchgehende GPS-Navigation.
Das Honor Win Turbo2 ist das günstigste Modell der Serie und startet bei 3200 Yuan, beim Win RT2 liegt der Einstiegspreis bei 4200 Yuan, das Flaggschiff Win2 beginnt bei 5500 Yuan und kann mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher bis zu 8000 Yuan kosten. Zum aktuellen Kurs umgerechnet entspricht das 156.000, 205.000 und 268.000 Forint bei den drei Modellen. Der Verkauf beginnt bereits, doch wann und welche Modelle außerhalb Chinas erscheinen, ist nicht bekannt.






































