Nach der Premiere in China im September hat Xiaomi den Marktstart seines neuen Fitnessarmbands Smart Band 11 in Europa angekündigt. Die jüngste Version des Geräts, das eine ganze Kategorie begründet hat, bietet ein besseres Display und kommt in schöneren Ausführungen mit verschiedenen Armbändern in den Handel. Den bisherigen Tragekomfort hat sie dabei beibehalten.
In den offiziellen europäischen Shops ist das Fitnessarmband in zwei Ausführungen erhältlich: Neben dem Standardmodell gibt es eine NFC-Variante, die kontaktloses Bezahlen unterstützt. Sie dürfte bei vielen gefragt sein, auch wenn der Aufpreis für die Zusatzfunktion recht hoch ausfällt.
Offiziell startet Xiaomi den Verkauf in Europa in Spanien und Deutschland, weitere europäische Märkte sollen aber folgen. Viele werden sich das Band vermutlich zulegen, so wie schon die früheren Modelle der Smart-Band-Reihe (Mi Band). Vor allem diesem Produkt verdankt es das Unternehmen, in den Verkaufscharts für Wearables vertreten zu sein: Mit dem Fitnesstracker liefert Xiaomi mit Abstand die größten Stückzahlen.
Wie der Vorgänger hat das Smart Band 11 einen kapselförmigen, 1,72 Zoll großen AMOLED-Touchscreen, der nun mit 60 Hz arbeitet. Der symmetrische Rahmen um das Display ist nur 2,0 Millimeter breit. Den wirklich wichtigen Fortschritt bringt hier die Helligkeit von bis zu 2.000 Nits, die auch bei direkter, starker Sonneneinstrahlung eine perfekte Ablesbarkeit garantiert.
Wie gewohnt konzentriert sich das Smart Band 11 vor allem auf Gesundheitsfunktionen und Aktivitätsmessung. Der optische Pulssensor soll diesmal genauer arbeiten als je zuvor und schlägt bei der kontinuierlichen Pulsmessung sofort Alarm, wenn er Ausreißer erkennt. Außerdem sind eine ganztägige Messung der Blutsauerstoffsättigung sowie die Erfassung des Stresslevels und – bei Frauen – des Menstruationszyklus möglich.
Auch die Schlafüberwachung wurde verbessert: Sie berücksichtigt mehr Daten und kann darauf aufbauend Tipps zur Erholung geben. Bei den Fitnessfunktionen bietet das Armband inzwischen mehr als 150 Sportmodi. Interessant: Das Gerät unterstützt die Echtzeit-Weitergabe des Pulses und überträgt diese Daten an ein externes Gerät. Xiaomi betonte in der aktuellen Ankündigung außerdem, dass die Pulsmessung unter Wasser deutlich besser funktionieren soll. Das Smart Band 11 darf bedenkenlos ins Wasser: Laut Hersteller ist es bis 5 ATM wasserdicht.
Das Gehäuse ist auf 9,99 Millimeter geschrumpft und damit fast 10 Prozent schlanker als beim Smart Band 10. Auch das Gewicht von nur 15,58 Gramm ohne Armband ist beachtlich. Die Entwickler haben das Gehäuse so umgestaltet, dass es sich besser ans Handgelenk schmiegt und natürlicher sitzt. Das kommt auch zugute, wenn man das Aussehen des Armbands mit einem der vielen Bänder variiert. Xiaomi hat das Gerät auch mit Keramikgehäuse gebaut, das noch edler wirkt, doch diese Version kommt vorerst nicht in unsere Region.
Solche Geräte halten in der Regel lange durch, und hier ist es nicht anders. Das Smart Band 11 läuft mit Energiesparoptionen bis zu 21 Tage mit einer Akkuladung, bei normaler täglicher Nutzung sind es etwa 10 Tage. Das Display lässt sich auch dauerhaft aktiv betreiben, dann sinkt die Laufzeit auf 6 Tage.



































