DXOMark hat die Analysen der Kamerasysteme des Google Pixel 11 Pro XL und des Apple iPhone 18 Pro mehr oder weniger zeitgleich veröffentlicht, und die Experten kamen zu dem Schluss, dass die Entwickler auf beiden Seiten hervorragende Arbeit geleistet haben. Insgesamt bleibt jedoch Huawei weiterhin der Maßstab im Bereich der Smartphone-Fotografie.
Die Experten haben die neuesten Geräte von Huawei noch nicht getestet; die DXOMark-Rangliste wird derzeit souverän vom letztjährigen Pura 80 Ultra angeführt. Bislang folgten das Vivo X300 Pro und das Oppo Find X9 Ultra in der Rangliste, doch nun hat sich das iPhone 18 Pro auf den zweiten Platz vorgearbeitet. Der Spitzenreiter verfügt über 175 Punkte, das Apple-Gerät erreichte 172 Punkte, während das Pixel 11 Pro XL mit 168 Punkten den sechsten Platz belegte. Auf diesem Niveau entscheiden bereits Nuancen und individuelle Vorlieben über die Wahl des Produkts.
Apple iPhone 18 Pro
Das iPhone 18 Pro erzielte die bisher besten Ergebnisse bei durchschnittlichen Außenaufnahmen und Videoaufnahmen sowie bei schlechten Lichtverhältnissen. Sowohl bei über 1000 Lux als auch bei unter 100 Lux liefert das Apple-Gerät eine unvergleichliche Leistung. Zudem stellte es bei Videoaufnahmen sowohl mit der Hauptkamera als auch mit dem Ultraweitwinkel-Modul einen neuen Rekord auf.
Die Tester lobten den sehr großen Dynamikbereich des iPhone 18 Pro sowie die Tatsache, dass es die Belichtung fast immer präzise einstellt, wodurch die Aufnahmen natürlich wirken. Das DXOMark-Team hob besonders hervor, dass die Kamera bei Porträtaufnahmen mit mehreren Personen selbstständig erkannte, welche Schärfentiefe erforderlich war, sodass das Gesicht keiner der Personen zu unscharf wurde.
Bei Videoaufnahmen erzielte das iPhone 18 Pro eine hervorragende Bildstabilisierung. Die Tester waren überrascht, dass es selbst bei 4K-Ultra-HD-Aufnahmen mit 60 FPS gelang, das Bild beim Laufen effektiv zu stabilisieren. Darüber hinaus war DXOMark auch mit dem Gleichgewicht zwischen Textur und Rauschen sehr zufrieden. Unter den meisten Testbedingungen hat die Software des Geräts den Rauschpegel gut eingestellt und die Details schön wiedergegeben. Zweifellos tragen auch die neuen Rauschunterdrückungsverfahren zu dem guten Ergebnis bei.
Eine Schwäche des neuen iPhones zeigte sich während des Tests darin, dass es unter schwierigen Gegenlichtbedingungen gelegentlich die Belichtung der Gesichter verfehlte; es wurden nicht die Bereiche ausgeglichen, auf die es eigentlich angekommen wäre. Zudem sind leichte Farbverschiebungen und gelegentliche Unsicherheiten beim Weißabgleich festzustellen.
Das Zoomen ist nach wie vor eine kleine Schwäche des iPhones; in diesem Bereich bleibt es hinter seinen Konkurrenten zurück. Zudem sind häufig Bildfehler wie Blendeffekte und Unschärfen bei kleineren Details zu erkennen. Schließlich wies DXOMark auch darauf hin, dass beim Wechsel zwischen Foto- und Videomodus die Bildkonsistenz nicht vollständig gewährleistet ist – was für Content-Ersteller störend sein kann.
Google Pixel 11 Pro XL
Die Pixel-Modelle zeichnen sich seit jeher dadurch aus, dass sie zwar nie außergewöhnliche Spitzenqualität bieten, aber in allen Bereichen recht stark sind und eine sehr ausgewogene Leistung erbringen. Das gilt auch für das Pixel 11 Pro XL, das nicht mit herausragenden Kameras, sondern vielmehr mit starken Softwarelösungen punkten will. Es bricht zwar keine Rekorde, weist aber auch keine gravierenden Mängel auf.
Den Ergebnissen der Tester zufolge sorgt das Pixel 11 Pro XL unter allen Bedingungen für eine angenehme Belichtung, wozu auch der erweiterte Dynamikbereich beiträgt. Die vom Gerät erfassten Farben sind ausgesprochen lebendig, während die Hauttöne unter allen Lichtverhältnissen ihre natürliche Wirkung behalten. Diesem „ “ widmet Google unter den Smartphone-Herstellern bereits seit Jahren besondere Aufmerksamkeit.
Hinzu kommt ein zuverlässiges Fokussiersystem. Die automatische Fokussierung funktioniert in den unterschiedlichsten Situationen und bei den meisten Lichtverhältnissen stabil und präzise. Es wird selten vorkommen, dass ein Foto oder Video nachträglich wegen eines falschen Fokuspunkts gelöscht werden muss. Die Texturen zeichnen sich durch eine hohe Detailgenauigkeit aus, die durch ein gut kontrolliertes und geregeltes Rauschverhalten ermöglicht wird. Ein weiterer hervorzuhebender Vorteil des Pixel war schließlich, dass es im Porträtmodus die Abstufungen der Schärfentiefe echter Kameras nahezu unvergleichlich simulieren kann.
Als Nachteil hob DXOMark hervor, dass bei den Nachtaufnahmen des Pixel 11 Pro XL minimale Belichtungsschwankungen und Unregelmäßigkeiten feststellbar sind. Die Ultraweitwinkelkamera kann hinsichtlich der Detailgenauigkeit nicht mit anderen Spitzenmodellen mithalten. Was Videoaufnahmen angeht, so gibt es bei schnellen Szenen noch Mängel in der Bewegungsflüssigkeit, und ebenso tritt bei Videoaufnahmen unter schlechten Lichtverhältnissen das Rauschen deutlicher zutage als bei der Konkurrenz.
Das iPhone 18 Pro und das 18 Pro Max sind vor allem für diejenigen zu empfehlen, die Videoinhalte produzieren möchten und dafür einen Begleiter suchen, der immer griffbereit ist. Das Pixel 11 Pro und das 11 Pro XL sind hingegen ideal für alle, die sich wünschen, dass jede „Aufnahme“ zu einem hervorragenden Ergebnis führt – ganz gleich, wo sie mit dem -Smartphone einen Schnappschuss machen: Die Aufnahme soll perfekte Schärfe und Farben gewährleisten.

































