Letzte Woche hat Apple das HomeView vorgestellt, das erste zentrale Smart-Home-Gerät des Unternehmens. Nun heißt es, dass die Ingenieure hinter den Kulissen bereits mit Hochdruck am nächsten Modell arbeiten. Dabei ist nicht an einen direkten Nachfolger zu denken, vielmehr dürfte eine leistungsfähigere und teurere Lösung auf den Tisch kommen.

Mark Gurman, der als Analyst bei Bloomberg publiziert, weiß nach eigenen Angaben, dass Apple bereits an der Entwicklung des nächsten HomeView arbeitet. Damit könnten Dinge Realität werden, die zuvor schon in Gerüchten aufgetaucht, am Ende aber nicht umgesetzt worden sind. Allem Anschein nach könnte der Konzern aus Cupertino das HomeView ähnlich zu einer Produktfamilie ausbauen wie die HomePod-Reihe.

Branchenkreisen zufolge, die im Newsletter Power On genannt werden, arbeitet das Unternehmen aus Cupertino im Hintergrund bereits intensiv an einem Spitzenmodell, das einen größeren Touchscreen auf einem motorisierten Roboterarm erhalten soll.

Das Gerät in der Entwicklung trägt den Quellen zufolge den internen Codenamen J595. Unter welchem Namen das weiterentwickelte HomeView in die Läden kommen wird, wissen wir derzeit noch nicht, doch laut dem Analysten könnte es später als HomeView Pro, HomeView Max, HomeView Ultra, HomeView 360 oder unter einem ähnlichen Namen debütieren.

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Die durchgesickerten Informationen deuten auf zwei zentrale Hardware-Verbesserungen hin: Erstens das größere Display, zweitens der „Roboterarm", mit dem sich das Panel selbstständig im Kreis drehen kann. Das 7-Zoll-Panel könnte durch einen 9-Zoll-Bildschirm ersetzt werden. In der Praxis erhalten Nutzer dadurch rund 65 Prozent mehr nutzbare Fläche, diese Neuerung wäre also auf jeden Fall bedeutsam. Dank des sich eigenständig drehenden oberen Teils sähe man aus jeder beliebigen Richtung sofort die wichtigen Informationen, ohne sich stets nach dem Bildschirm richten zu müssen.

Das weiterentwickelte HomeView-Modell könnte mehr Informationen anzeigen, was in jedem Fall von Vorteil wäre, denn das ist im Grunde seine wichtigste Aufgabe als zentrales Element im Smart Home. Es muss den Nutzern möglichst viele Daten zeigen. Die 360-Grad-Drehung könnte dem Gerücht zufolge so funktionieren, dass das Gerät über die Mikrofone feststellt, in welcher Richtung sich der Nutzer aufhält. Die Drehung per „Roboterarm" ist für sich genommen noch keine große Kunst, mit allen Verbesserungen zusammen verspricht das nächste HomeView jedoch ein interessanteres Gerät zu werden.

Schon das aktuelle HomeView kann Nutzer anhand ihrer Stimme erkennen, sodass jeder Bewohner der Wohnung das Gerät personalisiert verwenden kann. Mit der motorisierten Drehung wendet sich der Bildschirm den Menschen nun so zu, dass er die für sie relevanten Infos anzeigt. Durch die selbstständige Bewegung werden außerdem FaceTime-Gespräche komfortabler, und auch in zahlreichen weiteren Situationen dürfte diese Neuerung nützlich sein.

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Man muss hinzufügen, dass wir ohnehin ein Produkt erwartet hatten, wie es Mark Gurman in seinem aktuellen Bericht beschreibt. Der Analyst hat früher mehrfach Informationen veröffentlicht, in denen er ein Display auf einem Roboterarm skizzierte. Nach so vielen Jahren Entwicklung wäre es für Apple auch keine große Neuerung gewesen, wenn es dies umgesetzt hätte, aber es kann eben nicht alles auf einmal klappen. So bleibt auch für die nächste Runde Entwicklungsspielraum.

Das HomeView mit dem größeren Bildschirm könnte nächstes Jahr debütieren, doch Gurman sieht auch eine gewisse Chance, dass Apple die Einführung bis 2028 hinauszögert. Dabei steht die Entwicklung hinter den Kulissen schon jetzt gut da.

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