Im Jahr 2026 beginnt ein neues Kapitel im Wettbewerb um faltbare Smartphones . Die Zahl der kompakten Geräte nimmt stark zu, und wahrscheinlich werden diese in der nächsten Zeit die Verkaufscharts dominieren. Der Hauptgrund dafür ist, dass Apple dies für den richtigen Weg hält. Als Oppo dies zuvor versuchte, konnten sich die Menschen nicht für das kleinere Format begeistern. Aber schauen wir mal, was das Xiaomi den Interessenten zu bieten hat.
Das Xiaomi 18 Fold verfügt über ein 5,38-Zoll-Display auf der Vorderseite mit einer Auflösung von 1712 x 1168 Pixeln, im Inneren befindet sich ein 7,58-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2364 x 1672 Pixeln. Beide Displays nutzen AMOLED-Technologie und können mit 120 Hz betrieben werden; zudem erreichen sie eine Helligkeit von 4000 nit und unterstützen gleichermaßen den DCI-P3-Farbraum. Das Ziel der Entwickler war es, eine perfekte Harmonie und einen nahtlosen Übergang zwischen den beiden Displays zu schaffen.
Das Xiaomi 18 Fold wurde mit der völlig neuen grafischen Benutzeroberfläche HyperOS 4 vorgestellt. Dies ist insofern doppelt interessant, als das neueste Betriebssystem hier bereits von Anfang an zusammen mit den speziell auf faltbare Geräte zugeschnittenen Extras im Rampenlicht steht. Die Basis bildet diesmal bereits Android 17. Der innere Bildschirm lässt sich in bis zu vier Fenster unterteilen, Apps können mit einem einzigen Fingertipp erweitert werden, und die meisten Programme wechseln beim Öffnen und Schließen nahtlos zwischen dem äußeren und dem inneren Display.
Sowohl das äußere als auch das innere Display verfügen über eine Kamera; beide Kameras weisen identische Eigenschaften auf und dienen gleichermaßen für Videoanrufe, da man hier problemlos auch mit der hochwertigen Hauptkamera Selfies aufnehmen kann. Die in die Bildschirme integrierten Kameras haben eine Auflösung von 16 MP und ermöglichen leider nur Videoaufnahmen mit 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde.
Die Ingenieure von Xiaomi haben bei den Kameras nicht gespart: Auf der Rückseite finden sich drei Bildsensoren, die hervorragende Möglichkeiten bieten. Die Hauptkamera nutzt einen 200-Megapixel-Sensor, verfügt über einen optischen Bildstabilisator und eine Blende mit einem Wert von F/1,7. Damit sind bereits 8K-Ultra-HD-Videoaufnahmen mit 24 FPS möglich, in 4K sind 60 FPS möglich, und in Full-HD-Qualität steht bei Bedarf sogar eine Super-Zeitlupe mit 960 FPS zur Verfügung.
Die beiden Kameras verwenden jeweils 50-MP-Sensoren unterschiedlicher physikalischer Größe. Ein Bildsensor dient zum Zoomen, der andere sorgt für den ultrabreiten Blickwinkel. Die Aufnahme weiter entfernter Motive wird durch das periskopartige Objektivsystem mit 3,5-fachem optischen Zoom gewährleistet. Das Unternehmen hat das Kamerasystem in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt, was auch auf der Softwareseite einige Extras mit sich bringt.
Das Smartphone nutzt den Systemchip Xring O3, eine Eigenentwicklung von Xiaomi, der im 3-nm-Verfahren von TSMC hergestellt wird. Es handelt sich um einen Zehnkern-Systemchip, der eine herausragende Leistung bietet und allen Mitbewerbern das Fürchten lehrt. In einem separaten Artikel von haben wir uns ausführlich mit den Fähigkeiten dieses Chips befasst. Zu diesem speziellen Chip gesellen sich 12 oder 16 GB Arbeitsspeicher; je nach Ausführung ist LPDDR5X- oder LPDDR6-Speicher bereits an Bord. Der Speicher beträgt 256 oder 512 GB bzw. 1 TB, wobei das 1-TB-Modell mit dem weltweit ersten LPDDR6-Speicher ausgestattet ist.
Das Xiaomi 18 Fold kommt mit einem 5G-Mobilfunkmodem und Dual-SIM-Unterstützung auf den Markt. Das Smartphone verfügt über ein Bluetooth 6.0-Modul, Wi-Fi 7, einen Multiband-A-GPS-Empfänger und natürlich auch über einen NFC-Chip. Darüber hinaus wird die Reihe der Verbindungsmöglichkeiten durch den von dem Unternehmen gewohnten Infrarotanschluss sowie durch UWB ergänzt, das leider bislang nur in sehr wenigen Xiaomi-Produkten vorhanden ist, hier aber natürlich nicht fehlen durfte.
Im aufgeklappten Zustand ist das neue Modell 5,02 Millimeter dick, im zusammengeklappten Zustand ragt es 10,68 Millimeter aus der Ebene heraus; das Gewicht beträgt laut Herstellerangaben 219 Gramm. Das Xiaomi 18 Fold wird in den Farben Bordeauxrot, Schwarz und Weiß-Gold erhältlich sein. Außerdem ist eine limitierte Auflage des Geräts mit Keramikverkleidung in Roségold geplant – gegen einen geringen Aufpreis. Das Gerät verfügt über einen USB-C-Anschluss am Rahmen, der USB 3.2 Gen 2 unterstützt.
Wie bei faltbaren Smartphones üblich, befindet sich der Fingerabdrucksensor am Xiaomi 18 Fold an der Seite, sodass er jederzeit schnell und einfach zugänglich ist. Das Smartphone verfügt über Stereo-Sound und nutzt besonders gute Lautsprecher, damit der Klang beim Ansehen von Filmen akzeptabel ist. Auch Dolby Atmos wird in einer für Mobilgeräte optimierten Version unterstützt.
Die Innenseite wird durch eine doppelte UTG-Schicht in unterschiedlichen Stärken geschützt, während außen das Xiaomi Dragon Crystal Glass 3.0 zum Einsatz kommt. Der Rahmen besteht aus einer Aluminiumlegierung der Serie 7000, die für höhere Festigkeit, bessere Widerstandsfähigkeit und ein geringeres Gewicht sorgt. Als Scharnier kommt eine Lösung der neuen Generation mit dem Dragon-Bone-System zum Einsatz. Laut Angaben des Unternehmens hält das 18 Fold einen Sturz aus 1,2 Metern Höhe stand und wurde im Vergleich zu früheren faltbaren Smartphones von Xiaomi insgesamt 492 strukturellen Änderungen unterzogen.
Unter dem Gehäuse verbirgt sich ein Akku mit einer Kapazität von 6.000 mAh, der in zwei Teilen untergebracht ist. Xiaomi setzt bereits auf Silizium-Kohlenstoff-Zellen, wodurch trotz der geringen Größe eine hohe Kapazität erreicht werden kann. Damit dürfte die Betriebsdauer des Geräts kein Problem mehr darstellen. Zudem lässt sich das Gerät schnell aufladen, da über Kabel eine Ladeleistung von 67 Watt erreicht werden kann und auch kabellos 50 Watt unterstützt werden.
Das Xiaomi 18 Fold wird ab dem 10. September in China erhältlich sein; der Verkaufsstart fällt genau auf den Zeitpunkt, an dem Apple das iPhone Ultra ankündigt – das ist wohl kaum ein Zufall. Das neue Modell startet mit einem Preis von 11.000 Yuan, was derzeit umgerechnet 510.000 Forint entspricht, und die Preisspanne reicht bis zu 16.000 Yuan (743.000 Forint) – für dieses Geld könnte bereits das Modell in Keramikausführung mit 16 GB/1 TB die Käufer überzeugen.