Das Entwicklungsteam von Microsoft arbeitet an einer interessanten neuen Funktion, von der sich das Unternehmen verspricht, dass sie die durch fehlerhafte Treiber verursachten Probleme reduzieren könnte, indem sie einen fehlerhaften Treiber aus der Ferne durch einen ersetzt, der mit Sicherheit problemlos funktioniert. Der Prozess wird nur Treiber betreffen, die über Windows Update an das System geliefert wurden, aber für diejenigen, die das nicht getan haben, müssen weder der OEM-Partner noch der Benutzer etwas extra tun: Der Prozess wird im Hintergrund, in der Cloud, durchgeführt, wobei Windows Update die notwendige Arbeit erledigt.
Die Funktion, die demnächst eingeführt wird, hat natürlich ihren eigenen Namen, CIDR, was für Cloud-Initiated Driver Recovery steht. Der Cloud-basierte Treiberwiederherstellungsdienst kann eine große Hilfe für Treiber sein, die trotz langwieriger Tests mit Fehlern veröffentlicht wurden und die Nutzer in den Wahnsinn treiben. In diesen Fällen lädt das System über Windows Update die neueste fehlerfreie Treiberversion herunter, die auf Cloud-Basis initiiert wird, so dass sich die Nutzer nicht für längere Zeit mit einem qualitativ schlechteren Treiber zufrieden geben müssen - oft waren solche Kompromisse laut Microsoft notwendig.
Wenn ein fehlerhafter Treiber beim Testen von Driver Shiproom entdeckt wird, wird über denselben Dienst eine Wiederherstellungsanforderung ausgelöst, die nur diese Version des Treibers betrifft. Die Windows-Update-Laufzeitumgebung prüft dann mit den betroffenen Systemen, ob es einen früheren stabilen Treiber gibt, der akzeptiert wurde, und wenn ja, wird er auf dem System wiederhergestellt, nachdem der alte Treiber gelöscht wurde.
Die CIDR-Funktion stützt sich laut Microsoft auf die bestehende Windows-Update-Infrastruktur und erfordert weder den Download separater Clients oder Anwendungen noch eine Benutzerinteraktion, wenn ein fehlerhafter Treiber gefunden wird. CIDR befindet sich derzeit in der Authentifizierungs- und Testphase und wird erst ab September in größerem Umfang eingesetzt.
Es bleibt zu hoffen, dass die Funktion einwandfrei funktioniert und nicht mehr Probleme verursacht als der Treiber, den sie zu entfernen versucht. Wenn CIDR richtig funktioniert, dürfte es den potenziell betroffenen Nutzern eine Menge grauer Haare und unangenehme Minuten ersparen.