Das Entwicklerteam und die Führungsspitze von Microsoft waren zuvor heftiger Kritik ausgesetzt, woraufhin sie beschlossen, in diesem Jahr damit zu beginnen, die ärgerlichsten Fehler von Windows 11 zu beheben und auch die Mängel des Betriebssystems auszugleichen. Dieser Prozess hat natürlich bereits begonnen, die ersten Teilergebnisse liegen bereits vor, und die Aussichten sehen vielversprechend aus – auch wenn rund um Windows 11 noch viel zu tun ist und diese Aufgaben in der nächsten Zeit in Angriff genommen werden könnten.
Pavan Davaluri, Leiter der Division „Windows + Devices“, betonte, das Unternehmen in der vergangenen Zeit zahlreiche Optimierungen und Feinabstimmungen vorgenommen habe, durch die sowohl die Taskleiste als auch das Startmenü leistungsfähiger geworden seien; außerdem seien im Hintergrund weitere Optimierungen erfolgt, unter anderem bei der Speicherauslastung. Durch diese Arbeit wurden erhebliche Fortschritte in Bezug auf Speichereffizienz und Latenzzeiten erzielt, was auch notwendig war, damit die Prozesse zur Modernisierung von Windows 11 effizienter und effektiver ablaufen können. Die Speicherbelastung durch verschiedene Systemkomponenten und Anwendungen wurde verringert, und auch bei WinUI 3 wurden zahlreiche Feinabstimmungen vorgenommen, damit die integrierten Anwendungen mit geringerem Speicherverbrauch laufen können.
Die Arbeit ist natürlich noch lange nicht beendet, ganz im Gegenteil: Die Änderungen, die wirklich spektakuläre Fortschritte bringen, stehen erst noch bevor. Den Angaben des Leiters zufolge arbeiten die Entwickler von Microsoft derzeit daran, die Speichereffizienz weiter zu steigern; dabei möchten sie insbesondere erreichen, dass das Betriebssystem bereits mit 8 GB Arbeitsspeicher benutzerfreundlicher ist als heute. Interessanterweise hat das Team von The Verge erst kürzlich das Surface Laptop mit 8 GB getestet und dabei festgestellt, dass das System dazu neigt, zeitweise ins Stocken zu geraten, wenn mehrere Anwendungen im Hintergrund laufen, das heißt, das neue Gerät eignet sich unter Windows 11 nur in begrenztem Umfang für Multitasking. Vermutlich könnte auch dies eine Rolle bei der „Äußerung“ des Leiters der Abteilung „Windows + Devices“ gespielt haben.
Basierend auf einer spontanen Umfrage von TechPowerUp, bei der die Stimmen von 24.100 Nutzern ausgewertet wurden, zeichnete sich ein recht gemischtes Bild hinsichtlich der Nutzerstimmung rund um Windows 11 ab. Nur 6 % der Befragten sind der Meinung, dass Windows 11 dank der jüngsten Bemühungen von Microsoft spürbar besser geworden ist, während 12 % der Ansicht sind, dass es nur geringfügige Änderungen gegeben hat. Die Mehrheit der Nutzer, nämlich 46 %, ist der Meinung, dass sich Windows 11 immer noch genauso anfühlt wie zuvor, aber noch überraschender ist, dass 36 % der Ansicht sind, dass das betreffende Betriebssystem tatsächlich immer schlechter wird, obwohl das Entwicklerteam von Microsoft versucht, daran zu feilen.