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WIEDER EINMAL IST EIN 12-V-2X6-STROMANSCHLUSS GESCHMOLZEN, DIESMAL BEIM TESTER VON „HARDWARE UNBOXED“

Auch dieser Fall macht deutlich, wie problematisch die Situation rund um den 12V-2x6-Stromanschluss ist.
J.o.k.e.r
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Wieder einmal ist ein 12-V-2x6-Stromanschluss geschmolzen, diesmal beim Tester von „Hardware Unboxed“

Im Zusammenhang mit den 16-poligen Stromanschlüssen gibt es nach wie vor zahlreiche Berichte über Schmelzschäden, was, gelinde gesagt, nicht gerade beruhigend ist – vor allem angesichts der Tatsache, dass die Preise für Grafikkarten in letzter Zeit enorm gestiegen sind, sodass ein solcher Vorfall teuer werden kann, wenn die Garantie für das betreffende Produkt bereits abgelaufen ist – und auch im Normalfall ist es problematisch, da man während der Abwicklung des Garantieanspruchs auf seine Lieblingsgrafikkarte verzichten muss. Der jüngste Vorfall ereignete sich diesmal nicht bei einem durchschnittlichen Gamer, sondern bei einem Mitarbeiter von Hardware Unboxed, der gerade dabei war, ein System rund um die „ “ GeForce RTX 5090 für einen Test in Betrieb zu nehmen.

Die mit einem 12V-2x6-Stromanschluss ausgestattete ASUS RoG Astral RTX 5090 war an ein be quiet! Dark Power 13-Netzteil angeschlossen; zwischen den Komponenten gab es keinerlei zusätzlichen Schutz, obwohl ein ausreichend professionelles Gerät für diesen Zweck zur Verfügung gestanden hätte. Dennoch gelang es, den Fehler relativ rechtzeitig zu entdecken: Der 12V-2x6-Stromanschluss war bei Berührung extrem heiß, fast schon glühend.

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Nach dieser Entdeckung wurde eine Untersuchung eingeleitet, und es stellte sich schnell heraus, dass der Stromanschluss eine Temperatur von über 150 Grad Celsius erzeugt, die unter Last sogar auf 175 Grad Celsius ansteigt. Dies deutete eindeutig darauf hin, dass zwischen einem oder mehreren Kontakten kein ordnungsgemäßer Kontakt bestand, weshalb die übrigen Kontakte extrem stark belastet wurden, was natürlich zu einer erhöhten Erwärmung führte. Auch ein professionelles Messgerät kam zum Einsatz, nämlich ein Thermal Grizzly WireView Pro, das die Ursache der Erwärmung sofort aufdeckte: An einigen Kontakten floss schlichtweg kein Strom, während an einem der Kabel eine Belastung von 22 Ampere gemessen wurde.

Interessanterweise hat der Teil des Stromkabels, der zur Grafikkarte führt, das Abenteuer praktisch unbeschadet überstanden – zumindest ist die äußere Kunststoffhülle nicht geschmolzen. Die Seite am Netzteil hatte nicht so viel Glück: Dort musste der Stromstecker praktisch aus seiner Halterung herausgehebelt werden, da er leicht geschmolzen war und deshalb in der Buchse feststeckte.

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Dem Tester zufolge lag kein Montagefehler vor; das Netzkabel war auf beiden Seiten ordnungsgemäß angeschlossen. Es blieb unklar, ob der Fehler möglicherweise auf die Schwäche eines zu oft zerlegten und wieder angeschlossenen Kabels zurückzuführen ist oder ob während des Gebrauchs ein anderes Problem aufgetreten ist, aber was auch immer passiert ist: Derartige Fehler sind nicht akzeptabel. Ebenso inakzeptabel ist es, dass man für einen werkseitigen Stromanschluss zusätzliches Zubehör kaufen muss, um ihn sicherer nutzen zu können und das Risiko eines Schmelzens sowie der daraus resultierenden Schäden zu verringern.

Bei einigen High-End-Grafikkarten tragen die Stromaufnahmeüberwachung und der Temperatursensor dazu bei, dieses Problem zu beseitigen, außerdem werden bei einigen Netzteilen bereits Stromkabel mit Temperatursensor mitgeliefert, und es sind auch separate Zubehörteile erhältlich, um die Sicherheit zu gewährleisten – all dies hätte dazu beigetragen, das Schmelzen des Stromanschlusses zu verhindern.

Die Mitarbeiter von TecLab hatten genau davon genug und haben in ihrem jüngsten Test das Stromkabel einfach auf die Leiterplatte der Grafikkarte gelötet, was natürlich keine allgemein anwendbare Methode ist, aber dennoch erneut deutlich gemacht hat, wie sehr die Dinge rund um den 12-V-2x6-Stromanschluss nicht in Ordnung sind und wie dringend es wäre, sich damit zu befassen…

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