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STMICROELECTRONICS SETZT HUMANOIDE ROBOTER EIN, UM DIE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT SEINER EUROPÄISCHEN HALBLEITERFABRIKEN ZU STEIGERN

Es wäre kostspielig und umständlich, alte Anlagen durch neue zu ersetzen. Die einzige Möglichkeit ist daher die Modernisierung der derzeitigen Infrastruktur, die den Einsatz von mehr als 100 humanoiden Robotern und die Ausbildung menschlicher Mitarbeiter umfasst.
J.o.k.e.r
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STMicroelectronics setzt humanoide Roboter ein, um die Wettbewerbsfähigkeit seiner europäischen Halbleiterfabriken zu steigern

STMicroelectronics ist ein alter Hase unter den europäischen Halbleiter-Auftragsfertigern, und seine Fabriken sind nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, was langsam zu einem Problem für die Wettbewerbsfähigkeit wird, da die aufstrebenden chinesischen Halbleiterhersteller mit ihren modernen Fabriken und dem hohen Automatisierungsgrad, den sie einsetzen, immer mächtiger werden. In dieser Situation ist es schwierig, mit dem klassischen Fabrikaufbau zu konkurrieren, und auch das Team von STMicroelectronics geht mit der Zeit: Es setzt humanoide Roboter ein, mehr als 100 Stück, um die Produktionseffizienz zu steigern.

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Das Unternehmen hat mit dem Druck führender Chiphersteller und den Herausforderungen aufstrebender chinesischer Halbleiterhersteller zu kämpfen, aber jetzt ist es an der Zeit, auf Spitzentechnologie zu setzen, um zu überleben, und das bedeutet den Einsatz humanoider Roboter. Laut Thomas Morgenstern, dem Leiter der Produktionskoordination, besteht der Plan darin, humanoide Roboter für einfachere, hochautomatisierbare Aufgaben einzusetzen, die bisher mit menschlichen Ressourcen erledigt wurden, und die frei werdenden menschlichen Kapazitäten nach einer Weiterbildung für spezifische Aufgaben zu nutzen.

Die Roboter sollen unter anderem die Rohstoffe für die Silizium-Wafer-Produktion in die Produktionswerkzeuge laden und transportieren, was auf den ersten Blick wie ein Kunststück erscheint, aber im Vergleich zu den Automatisierungsmöglichkeiten moderner Fabriken noch sehr rudimentär ist. Im Vergleich dazu gibt es in den Reinräumen der großen Halbleiterhersteller wie TSMC, Samsung und Intel in den Reinräumen der ersten bis dritten Klasse kaum menschliche Eingriffe, so automatisiert sind alle Prozesse.

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Natürlich wurden die modernen Anlagen dieser Unternehmen mit Blick auf die Automatisierung konzipiert, während die europäischen Anlagen von STMicroelectronics vor Jahrzehnten gebaut wurden und nicht so leicht automatisiert werden können. Nach dem gerade eingesetzten Roboter sollen bis zu 100 weitere humanoide Roboter eingesetzt werden, um die Siliziumwafer zwischen den einzelnen Produktionsprozessen zu handhaben und die verschiedenen Produktionswerkzeuge zu bedienen, wodurch einige wertvolle menschliche Ressourcen freigesetzt werden.

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Die Optimierung alter Anlagen ist eine Notwendigkeit, denn es wäre zwar praktikabler, neue Anlagen zu bauen, um die alten zu ersetzen, die nach modernen Gesichtspunkten gebaut wurden, doch würde dies viel Geld kosten, hinzu kämen die komplexen rechtlichen Anforderungen und die Notwendigkeit, sich dabei mit den Gewerkschaften auseinanderzusetzen.

Anstatt neue Anlagen zu bauen, versucht STMicroelectronics daher, durch die Automatisierung alter Anlagen wettbewerbsfähig zu bleiben, was derzeit der einzig gangbare Weg zu sein scheint, da das Unternehmen dadurch mehr Kunden in mehr Marktsegmenten bedienen kann, indem es die Effizienz steigert, was letztlich dazu führen wird, dass sich die für die Automatisierung erforderlichen Kapitalinvestitionen in absehbarer Zeit amortisieren. Solche "Umrüstungen" werden in der Regel nicht durch das EU-Programm "Chips Act" unterstützt, das hauptsächlich die Errichtung neuer, moderner Halbleiterfabriken fördert und nicht die Modernisierung alter, ausgereifter Produktionsanlagen, die möglicherweise vor Jahrzehnten errichtet wurden...

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