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SPEICHERKNAPPHEIT KÖNNTE IM NÄCHSTEN JAHR ZU EINEM PREISANSTIEG VON BIS ZU 8% AUF DEM PC-MARKT FÜHREN

Die Zahlen von IDC geben einen Eindruck von der durchschnittlichen Höhe der Preiserhöhungen auf dem PC-Markt insgesamt, wobei sich einige PC-Hersteller auf höhere Preiserhöhungen und unerwartete Ereignisse vorbereiten, die die Preise in die Höhe treiben könnten.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Speicherknappheit könnte im nächsten Jahr zu einem Preisanstieg von bis zu 8% auf dem PC-Markt führen

Die Analysten von IDC haben kürzlich eine neue Prognose veröffentlicht, die zeigt, was sie für das kommende Jahr in Bezug auf Absatz und Preise erwarten. Die zunehmende Speicherknappheit wird sich langsam auf die Preise und die Leistung aller Segmente auswirken, die von NAND-Flash- oder DRAM-Chips abhängig sind, und es ist noch nicht absehbar, wann sich die Situation, wenn auch nur geringfügig, zu verbessern beginnt.

Die Prognose zeigt nun, dass die weltweite Speicherkrise im Jahr 2026 zu einem Rückgang des PC-Marktes um etwa 2,4 % führen könnte, d. h. zu einem Umsatzrückgang in etwa dieser Größenordnung, was im Großen und Ganzen mit der vorherigen Prognose von IDC übereinstimmt, aber jetzt wurden neue Erkenntnisse in die Prognose aufgenommen, deren Realisierung davon abhängt, wie drastisch sich die Speicherknappheit auf den Umsatz auswirken wird.

Die mäßig pessimistische Prognose geht von einem Rückgang des PC-Marktes von 2,4 % auf 4,9 % im nächsten Jahr aus, aber die Analysten erwarten ein Worst-Case-Szenario von bis zu 8,9 %. Das ist natürlich eine schlechte Nachricht, nicht nur, weil die Verkäufe der PC-Hersteller im Durchschnitt so stark zurückgehen könnten, sondern auch, weil die Preise parallel dazu zu steigen beginnen werden. Im mittleren Worst-Case-Szenario werden die Preise wahrscheinlich um 4-6 % steigen, aber wenn das pessimistischere Szenario eintritt, könnte dies einen Anstieg von bis zu 8 % bedeuten. Natürlich können sich diese Zahlen durch mögliche unvorhergesehene Ereignisse wie ein Erdbeben oder eine andere Katastrophe, die zu Produktionsausfällen führt, noch weiter verschlechtern.

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Die PC-Hersteller bereiten sich bereits auf den Abschwung vor, indem sie Preiserhöhungen von bis zu 15 % ankündigen. Gleichzeitig haben einige Hersteller den separaten Verkauf von Speichermodulen gestoppt, um sich gegen Aufkaufversuche von Profiteuren zu schützen, während andere den Kunden die Möglichkeit geben, PC ohne Speicher zu kaufen, wenn sie dies wünschen. Letzteres ist praktisch, wenn man bereits einige Speichermodule zur Hand hat, die für einen neuen PC verwendet werden können.

Es ist noch nicht klar, wann der negative Markttrend enden wird: die optimistischeren Prognosen erwarten eine Verbesserung nach 6-8 Monaten, während die pessimistischeren davon ausgehen, dass die Speicherknappheit bis zu einem Jahrzehnt anhalten wird. In der Zwischenzeit haben es die Speicherhersteller nicht eilig, ihre Produktionskapazitäten zu erweitern, da sie befürchten, dass die zusätzlichen Kapazitäten aufgrund der zyklischen Natur des Speichermarktes wieder in den Hintern gebissen werden könnten, wie wir es schon oft erlebt haben, und außerdem befürchten viele, dass die KI-Blase in nicht allzu ferner Zukunft platzen könnte. Mehrere Analysten warnen bereits davor, da sie der Meinung sind, dass das derzeitige Entwicklungstempo auf längere Sicht einfach nicht tragbar ist.

Die DRAM-Knappheit ist auf den starken Absatz von HBM-Speicherchip-Sandwiches, die Tatsache, dass mehrere große Speicherhersteller vor kurzem einen Teil ihrer DRAM-Fertigungskapazitäten auf die HBM-Produktion umgestellt haben, und die jüngste verstärkte Konzentration auf DRAM-Produkte für Unternehmen zurückzuführen, was letztlich die Verfügbarkeit von Speicher für den Verbrauchermarkt verringert hat. HBM-Chips werden auf denselben Produktionslinien hergestellt wie DRAM-Chips für den Verbrauchermarkt, aber die Produktion von HBM-Chips ist wesentlich rentabler, und selbst die Speichermodule für den Servermarkt sind rentabler als ihre Gegenstücke für den Verbrauchermarkt. Aus diesem Grund hat Micron dem Verbrauchermarkt den Rücken gekehrt und damit seine 29 Jahre alte und recht beliebte Marke beendet.

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