In diesen Tagen treibt Sony seine Kampagne gegen sich selbst auf die Spitze. Kaum war bekannt gegeben worden, dass in Kürze mehrere hundert digital gekaufte Filme aus den Konten der Käufer entfernt werden sollen, wurde bereits verkündet, dass dies die Zukunft sei. Damit sind digitale Inhalte auf physischen Datenträgern gemeint, ohne jegliche Garantie.
Auf dem PlayStation-Blog von wurde angekündigt, dass ab 2028 die Produktion physischer Datenträger eingestellt wird. Nach diesem Datum werden keine Disc-Versionen von Videospielen mehr produziert, sodass neben der neuen Konsole auch die bestehenden Konsolen künftig keine Disc-Versionen mehr erhalten werden.
Sony begründet diesen Schritt damit, dass laut aktuellen Trends immer weniger Menschen physische Datenträger kaufen, weshalb man im Zeichen der Innovation die physischen Datenträger auslaufen lassen wird.
Das bedeutet auch, dass Sony die vollständige und uneingeschränkte Kontrolle über den Verkauf von PlayStation-Spielen erhält. Mit dem Ende der Disc-Spiele macht Sony endgültig Schluss mit dem Handel und Tausch von gebrauchten Spielen. Dank dieses Schrittes werden Spieler nicht mehr in der Lage sein, ein Konsolenspiel zu verleihen, ihre jeweilige Disc gegen eine andere auszutauschen oder sie gegen ein neues Spiel einzutauschen.
Zudem erlangt Sony uneingeschränkten Einfluss auf die Preisgestaltung des gesamten Spielangebots im PlayStation-Ökosystem. Während früher der Gebrauchtmarkt den Preis eines neuen Spiels möglicherweise beeinflussen konnte, wird dies künftig nicht mehr der Fall sein – das Unternehmen wird auch in diesem Bereich eine Monopolstellung einnehmen. Während es auf dem PC alternative digitale Shops gibt, wird es im Falle der PlayStation tatsächlich keine Konkurrenz mehr geben.
Dabei darf man nicht vergessen, dass Sony diesen Trend selbst mitgestaltet hat, indem ein Teil der PlayStation-5-Konsolen von vornherein nicht in der Lage war, Discs abzuspielen, sodass die Käufer die Konsolen günstiger erwerben konnten.
Wer dachte, dass Sony nach der Sache mit den Filmen nicht noch unsympathischer werden könnte, für den kommt nun eine weitere schlechte Nachricht.
Ebenfalls auf dem PlayStation-Blog von wurde angekündigt, dass der Betrieb der App-Stores für PlayStation 3 und PS Vita eingestellt wird. Ab dem nächsten Jahr wird es nicht mehr möglich sein, PS3- und Vita-Spiele online zu kaufen.
Sony versucht natürlich, alle zu beruhigen, dass das Herunterladen der gekauften Spiele auf absehbare Zeit weiterhin funktionieren wird. Aus ihren Aussagen lässt sich jedoch klar ableiten, dass – genau wie bei den Filmen – auch die gekauften PS3- und Vita-Spiele früher oder später für immer aus den Bibliotheken der PlayStation-Nutzer verschwinden werden.
Auch wenn Sony nicht so freundlich war, einen Link anzugeben oder zu erwähnen, wie man seine alten PS-Spiele retten kann, werde ich helfen, diese Lücke zu schließen: Der RPCS3-Emulator von lässt PS3-Spiele einwandfrei laufen, während sich der Vita3K-Emulator von im letzten Jahr enorm weiterentwickelt hat und somit immer mehr Spiele ausführen kann.