Als einer der weltweit größten Hersteller von Bildsensoren hat Sony kürzlich ein sehr spannendes Produkt vorgestellt und erstmals die LOFIC-Technologie bei einem Sensor für Smartphones eingesetzt. Nun können wir berichten, dass das Unternehmen sein erstes Modell mit RB2x2-OCL-Technologie fertiggestellt hat.
s fortschrittliche Fertigungsverfahren von Sony ermöglichen es, Linsen unterschiedlicher Größe und Krümmung auf einer einzigen Oberfläche optimal auszubalancieren sowie zwei Arten von On-Chip-Lens-Pixelstrukturen (OCL) parallel auf einem Sensor mit Quad-Bayer-Architektur einzusetzen. In dieser Hinsicht wird der LYTIA 610 eine einzigartige Lösung darstellen, während seine wichtigsten Parameter im Durchschnitt liegen.
Die Neuheit zeichnet sich durch eine physikalische Größe von 1/2 Zoll und eine klassische Auflösung von 64 Megapixeln aus, was einer Pixelgröße von 0,7 Mikrometern entspricht. Diesmal steckt der Teufel im Detail: Die RB2x2-OCL-Technologie macht das Bauteil zu etwas Besonderem.
Wie sieht der Aufbau des LYTIA 610 aus? Die grünen Bildpunkte, die auf eine bessere Bildschärfe ausgelegt sind, nutzen eine OCL-Struktur mit 1x1-Pixelanordnung, die eine hervorragende Auflösungsleistung bietet. Bei den roten und blauen Pixeln kommt hingegen die 2x2-OCL-Struktur zum Einsatz, bei der sich bereits vier Pixel eine Oberflächenlinse teilen, und der Sensor nutzt diese auch als Pixel zur Erfassung der Phasendifferenz, damit der PDAF ordnungsgemäß funktionieren kann.
Darüber hinaus hat Sony beim LYTIA 610 einen neuen, speziell für diesen Zweck entwickelten Array-Konversions-Verarbeitungsalgorithmus zur Verarbeitung der von den Pixeln kommenden Daten eingesetzt. Dadurch kann die Bildgebungsleistung der einzigartigen Kombination aus Pixelstruktur und OCL-Struktur optimal ausgeschöpft werden.
Laut Angaben von Sony führt das neue Array-Konversionsverfahren zu einer Verbesserung der „räumlichen Auflösung“ um mehr als 20 Prozent im Vergleich zu Bildsensoren, die mit derselben Pixelgröße arbeiten wie das neue Modell. Darüber hinaus sorgt der LYT-610-CMOS-Sensor für die hervorragende Autofokusleistung, die mit dem PDAF-Verfahren erreicht wird.
Das neueste Mitglied der LYTIA-Serie zeichnet sich durch eine hervorragende Geschwindigkeit aus, doch dazu gehört natürlich auch ein Systemchip mit entsprechenden Multimedia-Fähigkeiten. Laut Sony lassen sich bei voller Auflösung des Bildsensors 24 FPS erreichen; nach der Pixelbündelung sind bei 16 MPixeln 60 FPS möglich, wobei in diesem Fall bereits HDR bei 30 FPS genutzt werden kann.
Was die tatsächlichen Videoanforderungen betrifft, also bei 4K-Ultra-HD-Auflösung, werden mit dem Bildsensor sogar bis zu 120 FPS möglich sein. Darüber hinaus ermöglicht er hochauflösende HDR-Videoaufnahmen bei einer Bildrate von bis zu 60 FPS.
Laut Sony wird der LYT-610 nicht nur als Hauptkamera, sondern auch als Zusatzkamera eingesetzt werden können. In letzterer Funktion kann er dazu beitragen, eine konsistente Videoleistung aufrechtzuerhalten. Das Unternehmen beginnt in diesen Tagen mit der Auslieferung des Produkts an die Kunden, hat jedoch nicht bekannt gegeben, wo das Gerät erstmals erhältlich sein wird.