SK hynix könnte bald einen äußerst wichtigen Meilenstein erreichen – zumindest berichteten Mitarbeiter der südkoreanischen Zeitung „ Herald“ ( ) unter Berufung auf Branchenquellen, dass das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit der Produktion von LPDDR-Speicherchips der nächsten Generation beginnen könnte.
Die LPDDR6-Speicherchips stellen in mehreren Bereichen einen erheblichen Fortschritt gegenüber den Modellen vom Typ LPDDR5 und LPDDR5X dar, und werden daher in verschiedenen Marktsegmenten eine wichtige Rolle spielen, sei es bei Notebooks, bei Tablets, bei Smartphones, bei Handheld-Spielkonsolen, über Kompakt-Desktop-Computer unter sowie über KI-Workstations und spezielle KI-Beschleuniger, die statt auf HBM-Speicherchip-Sandwiches auf die kostengünstigeren LPDDR6-Speicherchips basieren. Das zweite Quartal des Jahres hat in diesem Monat bereits begonnen, doch die Quellen machten keine genauen Angaben dazu, wann genau die Serienproduktion anlaufen wird, und es wurde auch nicht bekannt, welche genauen Parameter die ersten LPDDR6-Speicherchips von SK hynix aufweisen werden.
Nach früheren Berichten hatte das Team von SK hynix bereits im März die Auswertung der Ergebnisse der Pilotproduktion und die Tests der Chips abgeschlossen, woraufhin es so aussah, als könne die Serienproduktion noch im ersten Halbjahr anlaufen, doch dazu kam es letztendlich nicht. Den früheren offiziellen Angaben des Unternehmens zufolge könnten die neuen Speicherchips eine Kapazität von 16 Gb haben und auf Basis des 10-nm-Knotens der sechsten Generation, dem 1c, hergestellt werden. Obwohl das Unternehmen damals nicht preisgab, mit welcher genauen Taktrate die ersten Exemplare arbeiten werden, wurde bekannt, dass das Angebot bei den auf dem LPDDR6-Speicherstandard basierenden Chips bis zu einer Geschwindigkeit von 14,4 Gbit/s reichen wird, was im Vergleich zu Speicherchips vom Typ LPDDR5X eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung bedeutet. Letztere erreichten bis zu 10,7 Gbit/s, während bei LPDDR6 die Höchstgeschwindigkeit bei 14,4 Gbit/s liegen wird – zumindest nach dem aktuellen Stand der Dinge –, was einen Geschwindigkeitszuwachs von 33 % bedeutet.
Gleichzeitig bringen die neuen Produkte auch Fortschritte in Bezug auf Speicherdichte und Energieeffizienz mit sich, was für die Zielanwendungsbereiche von entscheidender Bedeutung ist. Laut SK hynix könnte die Energieeffizienz durch die Optimierungen um mehr als 20 % gesteigert werden, was auch darauf zurückzuführen ist, dass hinter LPDDR6 zahlreiche Innovationen stecken. Bei Speicherchips mit Subkanal-Architektur können die einzelnen Speicherkanäle selektiv betrieben werden, was es ermöglicht, dass die Verarbeitung nur auf den erforderlichen Datenkanälen erfolgt und nicht alle Kanäle aktiviert werden müssen, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Energieeffizienz leistet auch die DVFS-Technologie (Dynamic Voltage and Frequency Scaling), dank derer sich Stromverbrauch und Leistung dynamisch an die jeweiligen Bedingungen anpassen lassen, da das System sowohl die Betriebsspannung als auch die aktuelle Taktfrequenz ändern kann, und sich so bestmöglich an die Anforderungen der jeweiligen Auslastung anpassen kann.
Bei den Plattformen der nächsten Generation dürfte eine große Nachfrage nach LPDDR6-Speicherchips bestehen, insbesondere jetzt, da die Speicherkrise erhebliche negative Auswirkungen auf alle Branchen hat. Es gibt keine Informationen darüber, wie viele LPDDR6-Speicherchips SK Hynix monatlich genau produzieren kann, und auch Branchenquellen haben bislang nicht näher erläutert, für welchen Zeitraum die Produktionskapazitäten des Unternehmens durch Aufträge von Kunden aus der Branche ausgelastet sind. Die derzeit noch fehlenden Details werden hoffentlich in Kürze bekannt werden