SEGA hat eingeräumt, dass es im Vergleich zu seinen Konkurrenten ins Hintertreffen geraten ist, was die Ansprache der Spieler betrifft. Während Capcom und andere japanische Unternehmen einen gemeinsamen Nenner mit den Spielern des westlichen Marktes gefunden haben, fiel dies SEGA schwer.
Das Unternehmen ist enttäuscht, dass im vergangenen Jahr zwei seiner Spiele, die sowohl bei Spielern als auch bei Kritikern gut ankamen – „Sonic Racing: CrossWorlds“ und „Shinobi: Art of Vengeance“ –, keine kritische Masse erreichten. Als eines der größten Probleme sehen sie, dass Titel zwar beliebt sein können, aber nichts nützen, wenn sie die Menschen nicht erreichen. Genau aus diesem Grund kamen sie in ihrem jüngsten Geschäftsbericht zu dem Schluss, dass sie ihre Marketing- und Vertriebsstrategien überarbeiten müssen.
Infolgedessen stellen sie von traditionellen, zielgerichteten Marketinginstrumenten auf Influencer- und Community-Marketing um.
Nun, im Jahr 2026, sah SEGA die Zeit gekommen, seine Denkweise zu ändern und sich dem Community-Building zu öffnen. Das Unternehmen möchte für seine Spiele eine starke, geschlossene Fangemeinde aufbauen, um durch Weiterempfehlungen den Umsatz zu steigern.
Mit dieser Erkenntnis ist SEGA zweifellos weiter fortgeschritten als Nintendo, das unter Androhung von Klagen ohne mit der Wimper zu zucken Community-Veranstaltungen verbietet, wenn dort seine Spiele zum Einsatz kommen – siehe das fast jährliche Verbot von „Super Smash Bros.“, „Splatoon“, „Mario Kart“, „ARMS“ und andere Turniere, die fast jedes Jahr verboten werden.