Lenovo hat seine neueste Workstation, die ThinkStation P4, vorgestellt, die AMDs kürzlich angekündigte Desktop-Prozessoren der Serie RYZEN Pro 9000 mit Nvidias Grafikkarten der Serie RTX Pro 6000 Blackwell kombiniert. Das Unternehmen behauptet, dass es das erste Unternehmen ist, das eine solche Kombination auf dem Markt anbietet, und auch das erste Unternehmen, das Desktop-Workstations mit 3D V-Cache-Technologie anbietet. Letzteres ist natürlich keine große Überraschung, da die RYZEN Pro-Serie die 3D V-Cache-Technologie erst mit den neu eingeführten sechs Modellen eingeführt hat, die sowohl mit einem Class 9- als auch mit einem Class 7-Prozessor erhältlich sind.
Die Hardware ist in einem für seine Klasse kompakten Gehäuse mit einem Volumen von nur 30 Litern untergebracht und verfügt über einen großen vorderen Lüftungsbereich sowie das für diese Kategorie typische klare Design. Im Inneren des Gehäuses steckt eine ordentliche Portion Rechenleistung, denn der Prozessor kann von einem RYZEN Pro 9965X3D-Modell angetrieben werden, das als Business-Äquivalent zum Standard-RYZEN 9 9950X3D gilt, und kann mit einer Nvidia RTX Pro 6000 Blackwell Workstation Edition-Grafikkarte gepaart werden, die bis zu 4000 TOPs Leistung für die reibungslose und schnelle Ausführung verschiedener KI-Aufgaben bietet.
Der Prozessor verfügt über 16 Kerne und 32 Threads, eine maximale Boost-Taktfrequenz von 5,5 GHz und insgesamt 128 MB L3-Cache an Bord dank der 3D-V-Cache-Technologie. Der Prozessor kann mit bis zu 256 GB Systemspeicher gepaart werden, wobei der Arbeitsspeicher je nach Konfiguration mit bis zu DDR5-6400 MT/s arbeitet. Die Rolle der Grafikkarte wird zwischen einer Nvidia RTX PRO 6000 Blackwell Workstation Edition oder einer RTX PRO 6000 Blackwell Max-Q Workstation Edition aufgeteilt, die ebenfalls 96 GB On-Board GDDR7-Speicher nutzen können, natürlich mit ECC-Unterstützung. Was die Speicherkapazität angeht, so kann das Gehäuse drei M.2-SSD-Karten und drei 3,5-Zoll-SATA-Festplatten aufnehmen, was insgesamt bis zu 3 x 4 TB und 3 x 12 TB Speicherplatz ergibt. Die Hauptplatine bietet außerdem einen PCI Express 4.0 x4-Steckplatz und zwei PCI Express 4.0 x1-Steckplätze - zusammen mit einem PCI Express 5.0 x16-Steckplatz.
Die kabelgebundene Netzwerkverbindung wird über einen Realtek RTL8125BP-CG-Controller abgewickelt, der eine 2,5-Gbit/s-Ethernet-Verbindung bietet, aber auch andere Adapter können hinzugefügt werden. Wir bekommen auch eine Foxconn MT7925 Erweiterungskarte, die im M.2-2230 Format kommt und sowohl 2T2R Wi-Fi 7 als auch Bluetooth 5.4 Unterstützung bietet.
Zu den Anschlüssen an der Vorderseite gehören ein Mikrofoneingang und eine Headset-Buchse, zwei USB 3.2 Gen2 Typ-A (10 Gbit/s), zwei USB 3.2 Gen1 Typ-A (5 Gbit/s) und ein USB 3.2 Gen2x2 Typ-C (20 Gbit/s) sowie ein 3-in-1-Speicherkartenleser. Auf der Rückseite befinden sich außerdem ein DisplayPort 1.4, DisplayPort 2.0 und ein HDMI 2.1-Videoausgang, ein RJ-45-Anschluss, ein serieller Anschluss und ein paralleler Anschluss sowie vier USB 3.2 Gen1 Typ-A-Anschlüsse. Ein 3,5-Millimeter-Klinken-Audioanschluss vervollständigt die Reihe.
Lenovo empfiehlt die neue Desktop-Workstation für CAD/CAM-Design, die Produktion von Multimedia-Inhalten, wissenschaftliche Aufgaben und viele andere Bereiche, die das enorme Potenzial der Hardware ausnutzen können. Als Betriebssysteme stehen Windows 11 Pro, Ubuntu Linux und Red Hat Enterprise Linux Distributionen zur Verfügung.
Die Lenovo ThinkStation P4 wird voraussichtlich ab Juni im Handel erhältlich sein, den genauen Startpreis hat das Unternehmen jedoch noch nicht bekannt gegeben.