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SAMSUNG IST NICHT MEHR DAS WERTVOLLSTE SÜDKOREANISCHE UNTERNEHMEN

Samsung bestreitet natürlich die Zahlen von Reuters, da darin die Vorzugsaktien nicht berücksichtigt sind; rechnet man diese jedoch mit ein, ist die Marktkapitalisierung von Samsung höher.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Samsung ist nicht mehr das wertvollste südkoreanische Unternehmen

SK hynix erlebt – ohne Übertreibung – einen regelrechten Höhenflug, seit die Hersteller von KI-Beschleunigern aufgrund des KI-Booms HBM-Speicherchip-Sandwichs in riesigen Mengen kaufen. In diesem Marktsegment hat sich das Unternehmen praktisch zum Marktführer entwickelt: Im Laufe des Jahres 2025 erreichte es einen Marktanteil von 61 %, während Samsung nur 17 % des Marktes und Micron 21 % des Segments für sich beanspruchen konnten. Die Schlüsselposition auf dem HBM-Markt hat sich offenbar auch enorm positiv auf die Marktkapitalisierung von SK hynix ausgewirkt, sodass es dem Unternehmen seit November 200 zum ersten Mal gelungen ist, Samsung vom Thron zu stoßen: Derzeit ist SK hynix unter den im KOSPI-Index notierten Unternehmen das wertvollste südkoreanische Unternehmen, zumindest was den auf Basis der ausgegebenen Aktien berechneten Unternehmenswert betrifft.

Laut einem Bericht von Reuters beläuft sich die Marktkapitalisierung von Samsung derzeit auf 2066,7 Billionen koreanische Won, während SK hynix einen Unternehmenswert von 2080,4 Billionen koreanischen Won aufweist, was 1,35 Billionen US-Dollar entspricht. Das Unternehmen boomt ohne Übertreibung, denn das positive Marktklima und die zuverlässige, pünktliche Auslieferung neuer Produkte haben dazu geführt, dass der Aktienkurs des Unternehmens in diesem Jahr um 340 % gestiegen ist, da die Nachfrage nach den von ihm hergestellten HBM-Speicherchip-Sandwiches enorm ist, unter anderem seitens Nvidia.

Das fabelhafte Ergebnis von SK hynix kam natürlich nicht von ungefähr: Das Unternehmen investiert seit 2023 kontinuierlich enorme Summen in die Entwicklung von HBM, was sich nun auszahlt. Die Dynamik blieb zudem auch dann erhalten, als sich auf dem Speichermarkt eine Abschwächung abzeichnete und das Unternehmen auf Jahresbasis einen operativen Verlust in Höhe von 7,73 Billionen koreanischen Won verbuchen musste. Bei Samsung sorgte ein Problem mit den HBM3E-Speicherchip-Sandwiches für eine erhebliche Verzögerung, was sich sowohl auf die Ausbeute als auch auf die Qualifizierungsprozesse auswirkte; was wiederum zu einer Verlangsamung der Bestellungen von Nvidia führte, sodass SK hynix in eine vorteilhafte Position gelangen konnte.

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Auf dem Speichermarkt ist Samsung nach wie vor ein starker Akteur, zumindest was herkömmliche DRAM-Produkte angeht, doch selbst dort sinkt die Bruttomarge. Nach Angaben von Analysten der Bank of America beläuft sich die monatliche Produktionskapazität von SK hynix auf etwa 589.000 Siliziumwafer, während dieser Wert bei Samsung bei 691.000 liegt, zumindest für dieses Jahr. SK hynix wird seine Produktion bis einschließlich 2028 deutlich um etwa 38 % steigern, während Samsung nur mit einer Kapazitätssteigerung von rund 17,5 % rechnet, das heißt, wenn alles wie erwartet verläuft, könnte der Produktionsunterschied zwischen den beiden Unternehmen auf unter 10 % sinken, was im Vergleich zu den 23 % im Jahr 2025 einen erheblichen Rückgang darstellt.

Samsung stimmte den Zahlen von Reuters natürlich nicht zu, da darin die Vorzugsaktien nicht berücksichtigt sind; mit diesen beträgt die Marktkapitalisierung von Samsung jedoch bereits 2264,5 Billionen koreanische Won.

Der Chef von Nvidia hatte zuvor bestätigt, dass im Falle der Vera-Rubin-Plattform sowohl die HBM4-Speicherchip-Stapel von Samsung als auch von SK Hynix und Micron die erforderliche Zertifizierung erhalten haben, das heißt, die Plattform kann die Chips aller Zulieferer nutzen, was nicht nur für Nvidia, sondern auch für die Zulieferer eine gute Nachricht ist.

Wie wird sich der Wettstreit zwischen SK Hynix und Samsung in Zukunft entwickeln, was die Marktkapitalisierung angeht? Das werden wir in den kommenden Quartalen sehen.

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