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SAMSUNG HAT EINE SPEZIELLE PCI EXPRESS 5.0 QLC SSD MIT EINEM CONTROLLER AUF BASIS DER RISC-V ARCHITEKTUR ENTWICKELT

Die früheren Lösungen des Unternehmens verwendeten Prozessorkerne auf der Grundlage der ARM-Architektur, aber mit der jüngsten Entwicklung hat das Unternehmen begonnen, sich im Segment der SSD-Controller für RISC-V zu öffnen.
J.o.k.e.r
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Samsung hat eine spezielle PCI Express 5.0 QLC SSD mit einem Controller auf Basis der RISC-V Architektur entwickelt

Samsung hat auf dem China Flash Market Summit 2026 einen ungewöhnlichen SSD-Controller vorgestellt, der sich dadurch auszeichnet, dass er nicht die etablierte ARM-Architektur verwendet, sondern speziell entwickelte Prozessorkerne, die auf der RISC-V-Architektur basieren. RISC-V ist eine aufstrebende, lizenzgebührenfreie Open-Source-CPU-Architektur, die in letzter Zeit für einige Marktteilnehmer immer attraktiver geworden ist, was dazu geführt hat, dass sich die Architektur relativ schnell weiterentwickelt und neue Bereiche erobert hat. Ursprünglich war RISC-V für den Einsatz in Board-Controllern mit geringeren Anforderungen an die Rechenleistung gedacht, doch in jüngster Zeit wird sie auch in PC-Prozessoren eingesetzt und könnte schließlich auch das Segment der Rechenzentren erobern.

Der Samsung BM9K1 SSD-Controller nutzt diese Architektur und scheint leistungsfähig genug zu sein, um Speicherchips mit QLC-NAND-Flash zu unterstützen, die vier Datenbits pro Zelle speichern. Die Vorgängerlösung, das Modell BM9C1, basierte noch auf der ARM-Architektur und beherrschte PCI-Express-4.0-Schnittstellen, während das RISC-V-basierte Modell jetzt auch PCI-Express-5.0-Schnittstellen unterstützt. Aus der Demonstration geht hervor, dass die mit dem BM9K1-SSD-Controller ausgestattete SSD-Karte eine maximale kontinuierliche Lesegeschwindigkeit von 11,4 GB/s erreicht, aber es wurde nicht verraten, was in Bezug auf die Schreibgeschwindigkeit zu erwarten ist, aber Gerüchte lassen vermuten, dass etwa 10 GB/s realistisch sind.

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Der RISC-V-basierte Controller, der eine PCI Express 5.0-Schnittstelle verwendet, ist mit den QLC-NAND-Flash-Speicherchips auf die gleiche Weise verbunden wie sein ARM-basiertes Gegenstück, ist aber dank der Flexibilität der RISC-V-Architektur, die es ermöglicht, die Prozessorkerne auf spezifische Bedürfnisse zuzuschneiden, in Verbindung mit der Firmware-Optimierung wesentlich energieeffizienter. Der Controller wurde für E/A-Muster bei der Verarbeitung von QLC-NAND-Flash-Speicherchips optimiert und arbeitet mit einer um 23 % höheren Energieeffizienz als sein ARM-basiertes Gegenstück, d. h. er verbraucht fast ein Viertel weniger Strom als sein Gegenstück der vorherigen Generation, was insbesondere für Desktops und Notebooks mit kleinem Formfaktor eine erhebliche Verbesserung darstellt. Leider wurden keine Angaben zur Haltbarkeit gemacht, d. h. es ist nicht bekannt, wie viel Schreibarbeit jedes Modell im Rahmen der Herstellergarantie verkraften wird.

Es ist vorerst ebenfalls unklar, ob auch SSD-Controller, die leistungsstärkere TLC-NAND-Flash-Speicherchips verwalten, in naher Zukunft auf die RISC-V-Architektur umgestellt werden, da die Verantwortlichen des Unternehmens hierzu keine Details preisgegeben haben. Es wurde jedoch bekannt, dass SSDs, die auf einem RISC-V-basierten SSD-Controller basieren, bereits im Laufe des Jahres 2027 auf den Markt kommen könnten; hinsichtlich der Speicherkapazität ist mit Modellen mit 512 GB, 1 TB bzw. 2 TB zu rechnen. Über die Preise wurde bislang noch nicht gesprochen, ebenso wenig wie darüber, wann genau die Neuheiten in den Handel kommen werden.

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