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SAMSUNG ENTWICKELT EINE EIGENE NPU FÜR DEN PC-MARKT; LENOVO UND HP SOLLEN DIESE BEREITS TESTEN

Die unter dem Codenamen „Gaia“ bekannte NPU soll angeblich auch mit der PIM-Technologie von Samsung in Verbindung stehen; beide könnten teilweise auf denselben Grundlagen basieren, wovon der Hersteller profitieren könnte, wenn neben der beeindruckenden Leistung auch eine ausreichende Softwareunterstützung zur Verfügung steht.
J.o.k.e.r
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Samsung entwickelt eine eigene NPU für den PC-Markt; Lenovo und HP sollen diese bereits testen

Samsung bereitet die Einführung eines speziellen Prozessors vor, der dazu beitragen könnte, die Leistung der KI-PCs der nächsten Generation zu steigern, zumindest was die Beschleunigung von KI-bezogenen Arbeitsabläufen angeht. Mitarbeiter von Chosun berichten unter Berufung auf Brancheninformationen, dass der Chip mit dem Codenamen „Gaia“ bereits von zwei großen PC-Herstellern getestet wird: HP in den Vereinigten Staaten und Lenovo in China prüfen derzeit, ob es sich lohnen könnte, die neue Entwicklung in Computer der nächsten Generation zu integrieren.

Gaia wird voraussichtlich in den Fertigungsanlagen von Samsung Foundry mit einer Strukturbreite von 4 nm hergestellt werden. Seine Aufgabe wird unter anderem darin bestehen, lokal ausgeführte generative KI-Aufgaben zu beschleunigen und so den Prozessor und die GPU zu entlasten. Bislang wurde noch nicht näher darauf eingegangen, welche Leistung die neue Entwicklung genau bietet, und es ist auch noch nicht klar, worin genau der Unterschied zu einer integrierten NPU besteht, die neben den verschiedenen CPUs von Intel und AMD auch in den SoC-Chips der Qualcomm Snapdragon X-Serie zu finden ist. Durch die dedizierte Ausführung steht ein höherer TDP-Rahmen zur Verfügung, und es können mehr Ressourcen auf dem Chip integriert werden, wodurch dieser deutlich leistungsfähiger sein könnte als eine integrierte NPU – doch dies ist vorerst nicht mehr als eine reine Vermutung.

Sollte sich eine Nachfrage der Branche nach der neuesten Entwicklung von Samsung abzeichnen und die testenden Unternehmen beschließen, die Innovation in die nächste PC-Generation zu integrieren, könnten Systeme mit dem Gaia-Beschleuniger irgendwann Ende 2027 oder Anfang 2028 auf den PC-Markt kommen – das heißt, man muss noch eine ganze Weile darauf warten.

Eine interessante Zusatzinformation ist, dass die Mitarbeiter von Chosun davon ausgehen, dass die Architektur, auf der Gaia basiert, nicht nur auf dem PC-Markt eine Rolle spielen könnte, sondern auch im HBM-Segment, wo sie ganz oder teilweise die Grundlage für die PIM-Technologie bilden könnte. Der Kern des PIM-Konzepts (Process-in-Memory) besteht darin, dass bestimmte Aufgaben bereits von dem in die HBM-Chips integrierten Beschleuniger ausgeführt werden können, bevor die Daten an den KI-Beschleuniger weitergeleitet werden. Dadurch kann die GPU entlastet und die Leistung gesteigert werden. Obwohl das Konzept vielversprechend und nützlich erscheint, hat es sich auf dem Markt bislang noch nicht durchgesetzt, denn PIM eignet sich nur zur Beschleunigung bestimmter Arbeitsabläufe, während KI-Beschleuniger sowohl ausreichend vielseitig als auch sehr effizient sind und breite Unterstützung in der Branche genießen – was man von PIM nicht behaupten kann, da es sich auf dem Markt noch nicht etablieren konnte.

Sollte sich Gaia auf dem PC-Markt bewähren, könnte auch PIM dank der gemeinsamen Grundlagen mit einigem Erfolg rechnen, zwar sind die beiden Bereiche völlig unterschiedlich und erfordern jeweils ganz andere Fähigkeiten; daher ist es sehr wahrscheinlich, dass PIM nur einen kleinen Teil der Gaia-Architektur nutzen wird, der für die jeweilige Aufgabe am besten geeignet und unbedingt erforderlich ist. Für die beiden Chips ist natürlich ein gemeinsames Software-Framework realisierbar, was den Wert und den Nutzen der Entwicklung erheblich steigern könnte; inwieweit es jedoch in seiner endgültigen Form gegenüber den derzeit verfügbaren Lösungen konkurrenzfähig sein wird, wird sich erst später zeigen.

Hinter den beiden Entwicklungen steht die Samsung LSI-Sparte, die in zahlreichen Bereichen Entwicklungsarbeit leistet, beispielsweise bei Bildsensoren, Display-Controllern, Samsung Exynos-SoC-Einheiten sowie Lösungen für die Automobilindustrie – es handelt sich also um eine Sparte mit breit gefächertem Know-how, die durchaus in der Lage sein dürfte, einen ausreichend wettbewerbsfähigen KI-Beschleuniger zu entwickeln. Ob dies der Fall ist? Das wird sich anhand von Branchentests und später eintreffenden Informationen ganz sicher zeigen.

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