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RUSSLANDS GLASFASER-KAMPFDROHNEN KÖNNEN DANK NEUER ENTWICKLUNGEN BIS ZU 65 KILOMETER WEIT FLIEGEN

Spezialdrohnen sind so konzipiert, dass sie gegen Abwehrsysteme, die Funkwellen stören, resistent sind, so dass sie strategisch wichtige Ziele effektiver angreifen können.
J.o.k.e.r
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Russlands Glasfaser-Kampfdrohnen können dank neuer Entwicklungen bis zu 65 Kilometer weit fliegen

Während des Krieges zwischen Russland und der Ukraine spielten billige Drohnen, die mit einigen Modifikationen verschiedene Sprengladungen auf russische Truppenfahrzeuge, Schützengräben oder sogar auf die Schwachstellen verschiedener Kampffahrzeuge abwerfen konnten, eine sehr wichtige Rolle bei der ukrainischen Verteidigung.

Diese Drohnen wurden häufig gegen strategisch wichtige Ziele eingesetzt, doch mit der zunehmenden Verbreitung von Störsendern wurden die Drohnen immer unwirksamer, ebenso wie modifizierte oder eigens angefertigte FPV-Modelle mit Funksteuerung. Da dies für beide Seiten eine Herausforderung darstellte, entschieden sich die Russen Anfang 2024 für den Einsatz einer speziellen Technologie: Sie begannen mit der Produktion größerer Mengen der zuvor in kleinem Maßstab hergestellten Glasfaserdrohnen und setzten sie gegen Ziele ein, bei denen sie aufgrund der Signalstörung sonst keinen Erfolg hätten.

Diese Spezialdrohnen verwenden ein einziges dünnes Glasfaserband in einem zylindrischen Magazin, das bei der Herstellung sorgfältig aufgewickelt und bei der Bewegung der Drohne wieder abgewickelt wird und durch das die Drohne geführt wird. Die Glasfaserverbindung macht eine Funksteuerung überflüssig und ermöglicht es dem System, Kamerabilder und Sensordaten durch die nur wenige Millimeter dicke Faser zu übertragen. Die Entwicklung der Technologie ist noch nicht abgeschlossen, und ein russisch-chinesisches Joint Venture, PGI Technology, wurde offenbar gegründet, um die speziellen Glasfaserspulen herzustellen.

Jüngsten Meldungen zufolge können die Russen mit ihren Glasfaserdrohnen nun eine Reichweite von bis zu 65 Kilometern erreichen, dank neuer Entwicklungen, die die Einsatzfähigkeit spezieller Kampfdrohnen deutlich erhöhen werden. Einige Informationen dazu wurden über die virtuellen Spalten von X veröffentlicht, die anscheinend vom offiziellen Konto von PGI Technologies stammen.

In der Zwischenzeit haben sich auch die ukrainischen Truppen in die Entwicklung von Drohnen mit Glasfaserkommunikation gestürzt, obwohl sie es nicht leicht haben, spezielle Zylinder mit Glasfaser zu beschaffen, da sie nicht von einem Partner wie dem russisch-chinesischen Joint Venture PGI Technologies unterstützt werden. Die Ukrainer setzen die neuen Drohnen daher nur in besonders begründeten Fällen ein, in denen sie eine große Hilfe sind.

Natürlich haben Drohnen mit Glasfaserkommunikation einige Nachteile. Zum einen zeigt das Glasfaserkabel, von wo aus die Drohne gestartet wurde oder gesteuert wird, und die kabelgebundene Steuerung hat auch negative Auswirkungen auf die Manövrierfähigkeit. Andererseits bietet sie eine stabile Signalübertragung und Steuerung, was unter Kampfbedingungen entscheidend ist. Ein großes Problem ist jedoch, dass das Glasfasergewebe nach dem Einsatz der Drohnen in der Umwelt verbleibt und sich wie ein Spinnennetz über alles legt und die Umwelt schädigt. Im Krieg ist dies natürlich ein geringeres Problem, da es darum geht, je nach Seite effektiv anzugreifen oder zu verteidigen, aber es gibt später immer noch viele Probleme, die durch die Menge an Glasfasern verursacht werden, die in der Umwelt zurückbleiben.

Warum werden keine KI-gesteuerten Drohnen eingesetzt, die auch nach einem Signalausfall ihre Aufgabe erfüllen können? Weil dafür spezielle Hardware erforderlich ist und viele Entwicklungsstunden investiert werden müssen, um einen stabilen und zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten. Darüber hinaus ist eine hohe Effizienz erforderlich, was alles Zeit kostet, und da der Krieg gerade stattfindet, sind sofortige Reaktionen erforderlich – mangels einer besseren Alternative verlassen sich beide Seiten derzeit auf Drohnen, die über Glasfaserkabel kommunizieren.

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