Pebble war eines der interessanten und spannenden Produkte auf dem frühen Smartwatch-Markt, und viele bedauerten es, als die Entwicklung nach mehreren Eigentümerwechseln vollständig eingestellt wurde. Im Jahr 2025 kam es jedoch zu einer entscheidenden Wende: Es stellte sich heraus, dass eine Wiederbelebung des Produkts möglich sein würde. Der ursprüngliche Gründer stürzte sich mit großem Elan in das Projekt, doch vielleicht wäre es besser gewesen, wenn er einen bedachten Weg eingeschlagen hätte.
Nach fast einem Jahrzehnt der Stille wollte Pebble ein spektakuläres Comeback feiern, doch nach dem bisherigen Stand der Dinge hätte man dies nicht so sehr erzwingen sollen. Erfreulich ist, dass es wieder eine Pebble- -Smartwatch gibt, doch bislang gibt es damit fast nur Probleme.
Google, das die Marke zuvor aufgekauft hatte, stellte den Quellcode von Pebble OS zur Verfügung, sodass der ursprüngliche Gründer, Eric Migicovsky, auf dieser alten und doch neuen Grundlage damit begann, die Marke wieder in die Läden zu bringen. Das zweite Leben von Pebble verläuft jedoch nicht so, wie es sich Migicovsky und die Interessenten, die sich sofort auf das Projekt gestürzt haben, vorgestellt hatten.
Alle Pläne klangen sehr vielversprechend, doch Eric Migicovsky sprach von extrem knappen Fristen für die Wiedereinführung der Marke, die er nicht einhalten konnte. Die Pebble Time 2 erschien mit einer Verzögerung von mehreren Monaten, und obwohl die Pebble Round 2 für Mai versprochen war, hat der Versand noch immer nicht begonnen. Die Pebble Time 2 ist zwar bereits erhältlich, doch bisher gibt es daran nicht viel Positives zu berichten. Anhaltende Probleme werfen einen Schatten auf das Gerät.
In der Reddit-Community der Marke stößt man ständig auf Berichte, die von Qualitätsmängeln oder Beschädigungen handeln. Pebble hatte zwar die Produktionsschwierigkeiten beim Time 2 mühsam in den Griff bekommen, doch die Beseitigung der Qualitätsmängel lässt offenbar noch auf sich warten.
Auf Reddit stößt man häufig auf Beiträge, in denen von willkürlichen Rissen im Display berichtet wird. Schon ein kleiner Stoß reicht aus, um eine erhebliche Beschädigung des Schutzglases zu verursachen. Viele sind der Meinung, dass dies nicht nur ein Qualitäts-, sondern auch ein Konstruktionsfehler ist. Das Glas wölbt sich so, dass es fast wie ein Stoßfänger wirkt. Um dem entgegenzuwirken, haben Nutzer begonnen, einen zusätzlichen Rahmen im 3D-Druck zu fertigen, der die Ränder des Bildschirms schützen soll.
Auch bei den Tasten gibt es Probleme; dieser Fehler betrifft nicht nur die Pebble Time 2, sondern auch das Modell Pebble 2 Duo. In diesem Fall neigen die physischen Tasten ganz einfach dazu, aus der Seite des Gehäuses herauszufallen. Die Demontageanalyse von iFixit ergab, dass die Entwickler bei zwei der vier Tasten einige Befestigungslaschen „eingespart“ haben. Viele stört auch, dass die Entwickler beim neueren Modell zwar eine verschraubbare Rückseite verwendet haben, der Akku jedoch auf die Hauptplatine gelötet wurde, sodass der Akkuwechsel genauso kompliziert ist.
Pebble gewährt auf die Uhren nur eine 30-tägige Garantie, da sie diese nicht als fertige Produkte verkauft. Daher ist es besonders ärgerlich, dass es so gravierende Mängel geben kann; die gute Nachricht ist jedoch, dass das Unternehmen bei Konstruktionsfehlern versucht, flexibel zu sein – so wurde beispielsweise einigen Nutzern ihre Smartwatch mit gesprungenem Display auch nach Ablauf der 30 Tage kostenlos ausgetauscht.
Hoffentlich wird Pebble in Zukunft bei der Entwicklung eher langsamer, dafür aber durchdachter vorgehen. Das Unternehmen hat sich bemüht, die günstigen Preise beizubehalten, aber es ist gut möglich, dass es den Kunden mit einem minimal höheren Aufwand ein besseres Erlebnis bieten könnte. In seiner derzeitigen Form könnte das Produkt den Leuten eher die Lust nehmen.