Oppo arbeitet seit mehr als einem Jahrzehnt an der Entwicklung der grafischen Benutzeroberfläche ColorOS, und die neue Version wird auf mehr Geräten als je zuvor verfügbar sein und eine breitere Palette an Geräten abdecken. Ab sofort wird ColorOS nämlich auch für die internationalen OnePlus-Geräte verfügbar sein: .
Als Antwort auf das in iOS zunehmend vorherrschende Liquid-Glass-Design hat Oppo die „Fluid Design“-Sprache angekündigt, die ab sofort sowohl auf Systemebene als auch in den vorinstallierten Apps zum Einsatz kommen wird. Das ist keine große Überraschung: Auf Android-Geräten werden ähnliche Lösungen zum Einsatz kommen wie auf iPhones. Natürliche Animationen, unterschiedliche Transparenzstufen und spektakuläre Übergänge werden die Nutzer auf Schritt und Tritt begeistern.
Die neue Tidal Engine lernt die Nutzungsmuster der App, die Nutzerpräferenzen, die Nutzungsdauer und die Gewohnheiten der Nutzer kennen, um auf dieser Grundlage die Systemressourcen zu steuern. Dank des Speichermanagements der neuen Generation bleiben im Hintergrund laufende Apps länger verfügbar, was vor allem in Situationen wie dem Ausfüllen von Online-Formularen oder der Bearbeitung von Bildern und Videos wichtig sein wird. Diese Verbesserung wird die Produktivität erheblich steigern.
Die Stabilität von Apps im Hintergrund verbessert sich um mehr als 50 %, das Starten von Apps wird um 35 % stabiler und das Rendern beim Laden erfolgt um 30 % schneller. Die Apps werden grundsätzlich bereits mit einem geringeren Speicherverbrauch starten, das System wird 25 % sparsamer sein, und das Laden von Mini-Apps wird um 30 % schneller erfolgen. Auch Anwendungen von Drittanbietern könnten in einigen Bereichen Verbesserungen aufweisen; so werden beispielsweise externe Galerien Bilder um 50 % schneller laden, und das Scrollen in diesen wird flüssiger sein.
ColorOS 17 treibt den Einsatz künstlicher Intelligenz weiter voran und räumt dem „Xiao Bu“ bei chinesischen Produkten eine wichtige Rolle ein. Nutzer können mit dem Chatbot „Xiao Bu Assistant“ kommunizieren, ihre persönlichen Daten und Aufgaben über „Xiao Bu Space“ verwalten, und „Xiao Bu Suggestions“ wird kontextbezogene Handlungsvorschläge unter Einbeziehung verschiedener Dienste liefern. Außerdem wird ein noch leistungsfähigeres KI-Notiztool eingeführt, das in vielen Bereichen des Alltags eingesetzt werden kann.
Floating-Benachrichtigungen spielen im alltäglichen Mobilfunkgebrauch eine äußerst wichtige Rolle. Auf diese Weise lässt sich die Navigation in Echtzeit verfolgen, sei es beim Autofahren, Motorradfahren oder zu Fuß, der Verlauf von Paketzustellungen wird sichtbar sein und so weiter. Ebenfalls in schwebenden Benachrichtigungen werden kontextbezogene Informationen angezeigt, wie zum Beispiel gerade benötigte Empfangs-Codes, das Erstellen von Benachrichtigungen oder das Öffnen von Tickets. Die schwebenden Fenster lassen sich mit einer Geste schließen, wenn sie nicht benötigt werden, und mit einem Fingertipp öffnen, wenn die jeweilige Information tatsächlich benötigt wird.
Mithilfe von KI lassen sich die Kameras bereits für zusätzliche Aufgaben nutzen, wodurch das Scannen von Dokumenten, das Erfassen von WLAN-Codes, die Kalorienschätzung beim Essen oder einfach nur das Identifizieren und Suchen von Objekten verbessert wird. Auch die Bildbearbeitung mittels künstlicher Intelligenz gewinnt an Bedeutung: Der AI Photo Editor wird das neue visuelle DaVinci-Modell nutzen und soll die Aufnahmen laut Versprechen mit einem einzigen Fingertipp perfektionieren können.
In den letzten Jahren hat Oppo begonnen, großen Wert auf die Zusammenarbeit zwischen den Geräten zu legen, und auf dieser Ebene beispielsweise Interoperabilitätslösungen realisiert, die auf Apple-Geräte ausgerichtet waren. Nun stehen allgemeine Fortschritte bevor: Die Kompatibilität mit Autos, Wearables, aber auch mit externen Kameras und Datenspeichern wird verbessert. Die Übertragung von Bildern und Videos auf NAS-Geräte wird einfacher, ebenso wie der Zugriff auf die dort gespeicherten Daten. Bei Smartwatches wird es bereits mit einfachen, bewegungsbasierten Gesten möglich sein, bestimmte Funktionen von Smartphones fernzusteuern.
Auch im Bereich der Barrierefreiheit wird es Neuerungen geben, bei denen in erster Linie der Einsatz künstlicher Intelligenz angestrebt wird. ColorOS 17 führt einen neuen intelligenten Bildschirmleser ein, dank dem Nutzer Anwendungen rund um Verkehr, Einkaufen oder Unterhaltung sicherer bedienen können. Darüber hinaus verstärkt das Unternehmen auch die KI-basierte Betrugserkennung.
Die Benutzeroberfläche ColorOS 17 wird zusammen mit dem Betriebssystem Android 17 erstmals mit der Oppo Find X10-Serie eingeführt. Anschließend beginnen die Updates ab Anfang Oktober in China mit dem Find N6 und der Find X9-Familie. Die Updates für die günstigeren Modelle werden voraussichtlich ab Oktober verfügbar sein; bis dahin wird Oppo zunächst die unterstützten Spitzenmodelle aktualisieren.