Im April wird Oppo das Find X9 Ultra auf den Markt bringen, ein Smartphone mit exzellenten Bildgebungsfähigkeiten, das auch weit entfernte Motive in hervorragender Qualität einfangen kann. Es wird erwartet, dass es ein würdiger Konkurrent für das Vivo X300 Ultra, das iPhone 17 Pro Max und das Huawei Pura 80 Ultra sein wird.
Passend zur Markteinführung verriet Oppo, dass sein neues Spitzen-Smartphone mit einer Kamera mit 10fachem (230 mm) optischem Zoom ausgestattet sein wird. Dabei kommt ein spezielles Linsenersatzsystem zum Einsatz. "Wir packen einen Telekonverter in ein Mobiltelefon", sagte der Hersteller.
Kameras, die in der Lage sind, weit entfernte Motive aufzunehmen, können durch den Einsatz eines Objektivwechselsystems, das eine längere Brennweite bietet, einen größeren Nahbereich erreichen. Mit zunehmendem Zoom erhöht sich nicht nur die Brennweite, sondern auch der physische Abstand zwischen dem Sensor und der Frontlinse, was bedeutet, dass das Licht eine längere Strecke durch die Optik zurücklegen muss. Darüber hinaus wird der Zoom auch durch die Größe des Sensors beeinflusst, so dass es schwierig ist, einen hochwertigen optischen Zoom bei geringer Größe zu erreichen.
Oppo beschloss, für das Find X9 Ultra die komplexeste Zoom-Optik aller Zeiten zu entwickeln, die nicht nur vier herkömmliche Linsenelemente, sondern jetzt auch drei Prismen verwendet. Die ersten Prismenoptiken bestanden nur aus einer einzigen Komponente mit mehreren einzelnen Linsenelementen, dann entwickelte Apple das weltweit erste Doppelprisma-Linsensystem (Tetraprisma), und nun zieht Oppo nach und kombiniert drei Prismen. (Korrektur: Tatsächlich hatte Huawei bereits bei der P40-Serie ein Multi-Prismen-System verwendet, aber die verschiedenen Linsenelemente und Prismen waren anders angeordnet, aber die Entwicklung diente demselben Zweck).
Mit drei Prismen legt das Licht einen längeren Weg hinter der Frontlinse und dem Sensor zurück, da die Photonen auf ihrem Weg von fünf Oberflächen "abprallen". Oppo sagt, dass die gleiche optische Leistung auch mit einem einzigen Prisma auf einer Fläche von 41 Millimetern Breite hätte erreicht werden können, aber das neue Design nimmt "nur" eine Fläche von 29 Millimetern Breite ein. Frühere Kameras mit 10fach-Zoom verwendeten Blenden von F/4,4 und F/4,9. Das neue Upgrade von Oppo erreicht F/3,5, so dass mehr Licht den Sensor erreichen kann.
In der modernen Ära der Smartphones war Huawei das erste Unternehmen, das mit der P40-Serie einen 10-fachen optischen Zoom einführte, und Samsung hat mit dem Galaxy S21 Ultra und dem Galaxy S23 Ultra einen ebenso großen optischen Zoom geboten. Diese Modelle verwendeten alle einen Sensor mit einer Größe von weniger als 1/3 Zoll und 8-10 Megapixeln.
Im Fall des Oppo Find X9 Ultra haben sich die Entwickler für einen 50-MPixel-Sensor entschieden, was einerseits einen besseren Detailreichtum impliziert und andererseits sogar die Möglichkeit eines doppelten Sensor-Zooms bietet.
Alle Details zu diesem Punkt wurden leider nicht verraten, alles was neben der Auflösung über den Sensor hinter der Zoom-Optik des Find X9 Ultra bekannt ist, ist, dass er unter dem Namen Samsung ISOCELL JNL läuft. Die zuvor vorgestellten Sensoren ISOCELL JN1 und JN5 waren 1/2,76 Zoll groß, aber es ist nicht klar, ob der ISOCELL JNL diese Größe beibehalten wird.
Oppo wies auch darauf hin, dass die Kamera über eine optische Bildstabilisierung auf Kardan-Niveau" verfügen wird, dank derer selbst bei einem 20-fachen Zoom in optischer Qualität" Fotos aus der Hand scharf sein werden. Interessant ist auch, dass die Frontlinse 10,13 mm groß sein soll, was auf der Rückseite des Find X9 Ultra ziemlich beeindruckend sein wird. Schließlich wird auch hier der Markenname Hasselblad neben den Bildermachern auftauchen, aber das ist eher nebensächlich für die Zoomtechnologie.