Nvidia hat völlig überraschend eine völlig neue Workstation-Grafikkarte vorgestellt und damit den Markt überrascht. Das neue Modell, das die RTX Pro „Blackwell“-Familie ergänzt, wird direkt unter dem Spitzenmodell RTX Pro 6000 „Blackwell“ und fügt sich im Wesentlichen in das bisherige Angebot ein, wobei sie deutlich mehr Leistung und deutlich mehr Speicher bieten wird als die RTX Pro 5000 „Blackwell“.
Auf die Einführung der neuen Grafikkarte wies zunächst die taiwanesische Website von Nvidia hin, später tauchte die neue Grafikkarte auch auf den Websites anderer Regionen auf, die detailliertesten Daten stammen jedoch nicht von der offiziellen Nvidia-Website, sondern von einem der AIB-Partner, PNY, unter. Die auf dem Grafikprozessor GB202 basierende Grafikkarte verfügt in diesem Fall über 21.760 aktive CUDA-Kerne, während neben der GPU diesmal 84 GB VRAM Platz finden, das offenbar ungewöhnlicherweise über einen 416-Bit-Speicherbus angebunden ist. Natürlich handelt es sich um GDDR7-Onboard-Speicher, der ECC-Unterstützung bietet, wobei die effektive Speicherbandbreite bei 1.398 GB/s liegt. Beim Modell RTX Pro 6000 Blackwell sind 24.064 CUDA-Kerne aktiv, und es stehen 96 GB GDDR7-Onboard-Speicher zur Verfügung, ebenfalls bei einer TBP von 600 W wie bei der Neuheit, allerdings ist die Speicherbandbreite mit 1.792 GB/s deutlich höher.
Vor diesem Hintergrund verfügt die RTX Pro 5500 Blackwell über rund 9,6 % weniger aktive CUDA-Kerne und bietet 12,5 % weniger integrierten Speicher. Die RTX Pro 5500 Blackwell verfügt über insgesamt 28 Speicherchips, von denen sich 14 auf der GPU-Seite der Grafikkarte und die anderen 14 auf der Rückseite befinden; hinsichtlich der effektiven Taktrate ist mit einem Wert um 26 GHz zu rechnen. Im Vergleich zur RTX Pro 5000 Blackwell ist der Kontrast größer, denn diese Grafikkarte verfügt über 14.080 aktive CUDA-Kerne und 48 GB bzw. 72 GB On-Board-Speicher, während sie über eine TBP von 300 W verfügt und eine Speicherbandbreite von 1.344 GB/s bereitstellt.
Die neue Grafikkarte schließt auf dieser Grundlage eine ziemlich große Lücke und kann dabei mit dem TBP-Rahmen des Spitzenmodells arbeiten. Das neue Modell passt natürlich in einen PCI-Express-5.0-x16-Steckplatz, verfügt über maximal vier DisplayPort-2.1b-Videoausgänge und wird in voller Länge und Höhe geliefert, und nimmt im Gehäuse der jeweiligen Workstation zwei Steckplätze ein. Die Stromversorgung erfolgt über einen 16-poligen PCI-Express-12V-2x6-Stromanschluss, und die entstehende Wärme kann sowohl durch Flüssigkeitskühlung als auch durch Luftkühlung effizient abgeführt werden. Die RTX Pro 5500 Blackwell unterstützt zudem Multi-Instance-GPU (MIG), sodass die Möglichkeit besteht, alle Ressourcen einer virtuellen Maschine zuzuweisen; es können jedoch auch bis zu zwei virtuelle Maschinen bedient werden, wobei jeder über 42 GB VRAM verfügt.
Die neue Workstation-Grafikkarte wird in Kürze im Handel erhältlich sein, allerdings wurde bislang noch nicht bekannt gegeben, wie hoch der Listenpreis genau sein wird.