Als Vorreiter im Bereich der künstlichen Intelligenz möchte OpenAI nun auch den Bereich der Hardware erschließen. Dies soll mit Hilfe von Jony Ive, einem der weltweit bekanntesten Produktdesigner, geschehen, und obwohl bislang noch kein Gerät auf den Markt gekommen ist, denkt das Unternehmen bereits über ein umfangreicheres Angebot nach.
Anfang des Monats konnten wir darüber berichten, dass Greg Brockman, der Präsident des Unternehmens, in der Sendung von Joanna Stern einige interessante Details zu ihren Plänen und Vorstellungen preisgab. Nun hat Mark Gurman, Analyst bei Bloomberg, unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld der Entwicklung neue Informationen veröffentlicht. Je mehr wir über das Gerät erfahren, desto interessanter wird es.
Bisher ging man allgemein davon aus, dass OpenAI einen Lautsprecher in Form eines mittelgroßen Zylinders vorstellen würde, doch die neuesten Gerüchte deuten auf das genaue Gegenteil hin. Unseren Informationen zufolge wird der Lautsprecher „ “ besonders flach sein und einem Eishockey-Puck oder einem Donut ähneln. Demnach verspricht er nicht nur eine geringe Höhe, sondern auch einen kleinen Durchmesser – er könnte unter 10 Zentimeter bleiben und sogar kleiner sein als der Nest Mini.
In der Mitte wird es eine „Öffnung“ geben, die das Anfassen erleichtern soll. Der Lautsprecher lässt sich einfach hochheben, und der Besitzer kann ihn sogar innerhalb der Wohnung von einem Zimmer ins andere mitnehmen. Das Gerät wird ChatGPT-Nutzer überallhin begleiten können. Dementsprechend wird die Neuheit von OpenAI auch über einen integrierten Akku verfügen. Das Aufladen wird vermutlich über eine Dockingstation erfolgen.
In dem kleinen Gerät wird sich ein motorisch angetriebenes Bauteil befinden, das sich entsprechend der Interaktion des Nutzers mit dem Lautsprecher bewegt. Auf diese Weise wird es auch physisches Feedback zu den Interaktionen geben. Der Lautsprecher wird außerdem über eine LED-Anzeige verfügen, die jedes Mal aufleuchtet, wenn das Gerät gerade zuhört und das Mikrofon aktiv ist. Dies dient der Zuverlässigkeit und der transparenten Funktionsweise. Man wird genauso natürlich mit dem Gerät sprechen können wie im Sprachmodus von ChatGPT.
Das Produkt wird auch über eine Kamera verfügen, und „weitere Sensoren“ werden ebenfalls darin Platz finden. Diese werden von der OpenAI-Entwicklung genutzt, um so viele Informationen wie möglich aus der Umgebung zu sammeln, damit das Gerät multimodal und kontextbezogen arbeiten kann. Es muss nicht mehr beschrieben werden, was der Nutzer sieht, da es ihm direkt gezeigt werden kann, wodurch genauere und schnellere Antworten möglich sind.
In puncto Qualität wird das Gerät keine Kompromisse eingehen. Angeblich wird es aus besonders hochwertigen Materialien gefertigt sein, und es wird ein angenehmes Gefühl sein, es in die Hand zu nehmen. Das kommt gerade recht, wenn etwas speziell dafür konzipiert ist, dass die Menschen es sogar innerhalb der eigenen vier Wände mit sich herumtragen.
Mark Gurman ging auch auf den Preis des Geräts ein. Genaue Angaben konnte er noch nicht machen – wahrscheinlich ist dies unter den derzeitigen Umständen noch nicht endgültig entschieden –, doch der Analyst teilte mit, dass das Produkt laut seiner Quelle mehr als 300 Dollar kosten könnte (möglicherweise wird sogar ein Preis von 400 Dollar angegeben). Die Käufer müssen also tief in die Tasche greifen.