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NACH ANGABEN DES NVIDIA-CHEFS IST DER KI-MARKTANTEIL IN CHINA AUF FAST 0 % GESUNKEN.

Jensen Huang zufolge sind die US-Exportbeschränkungen kontraproduktiv und bremsen die weitere Verbreitung künstlicher Intelligenz.
J.o.k.e.r
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Nach Angaben des Nvidia-Chefs ist der KI-Marktanteil in China auf fast 0 % gesunken.

Laut Nvidias Top-Mann sind die Bemühungen der US-Regierung, die Exporte zu beschränken, in letzter Zeit weitgehend nach hinten losgegangen. Nvidias Marktanteil bei KI-Beschleunigern in China ist nach dem Exportverbot für KI-Beschleuniger auf 0 % gesunken - eine schockierende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass das US-Unternehmen noch vor zwei Jahren dieses Marktsegment in China dominierte.

Seiner Meinung nach mag die Entscheidung zum Zeitpunkt ihrer Verabschiedung sinnvoll gewesen sein, aber jetzt macht sie keinen Sinn mehr, da sie den chinesischen Markt im Wesentlichen den lokalen Herstellern und Entwicklern überlassen hat, was bedeutet, dass sie weitgehend nach hinten losgegangen ist. Jensen Huang ist der Meinung, dass die Politik eigentlich dynamisch sein und mit der Zeit gehen sollte, d. h. auf die veränderte Situation reagieren. Seiner Meinung nach ist es sehr sinnvoll, US-amerikanische und andere Unternehmen in China zu halten. Gegenwärtig sind die US-Exportbeschränkungen bereits kontraproduktiv, d. h. sie beschleunigen Chinas Weg in die Unabhängigkeit und das Entstehen immer leistungsfähigerer KI-Software und -Hardware durch lokale Entwickler. Würde man dagegen US-Unternehmen erlauben, sich in der Region frei zu betätigen, so würde sich die globale Reichweite der US-KI-Technologie und damit der Marktanteil sicherlich erhöhen.

Zuvor hatten die Analysten von Bernstein berichtet, dass der Marktanteil von Nvidia von 66 % im Jahr 2024 auf etwa 8 % im kommenden Zeitraum sinken könnte, und zwar sowohl aufgrund von US-Exportbeschränkungen als auch aufgrund lokaler Unternehmen, die versuchen, die entstehenden Lücken zu füllen und so bis zu 80 % der lokalen Nachfrage mit ihren eigenen Entwicklungen zu decken. Man muss natürlich hinzufügen, dass der Nvidia-Chef über Direktverkäufe nach China spricht, aber es gibt immer noch Umgehungswege für die KI-Beschleuniger des Unternehmens, um nach China zu gelangen, und der Schwarzmarkt boomt dort.

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Jensen Huang wies auch darauf hin, dass China in vielerlei Hinsicht im Vorteil ist. Einer der wichtigsten Punkte ist die Energieversorgung, da der Strom für den Betrieb von KI-Rechenzentren dort billiger ist. Außerdem verfügt das Land über einen erstaunlichen Talentpool mit vielen gut ausgebildeten Forschern und Mathematikern, weshalb die KI-Forschung so gut abschneidet und praktisch zu den nationalen Schätzen gehört.

Chinesische Unternehmen tun ihr Möglichstes, um die KI-Lücke so effizient und schnell wie möglich zu schließen. So helfen unter anderem MetaX, Moore Threads, Cambricon und Huawei mit Software- und Hardware-Entwicklungen.

Jensen Huang ist der Ansicht, dass angstgetriebene Narrative und Exportbeschränkungen die weitere Verbreitung von KI bremsen könnten, da China und andere Regionen sie zunehmend aggressiv als wirtschaftliches Instrument einsetzen. Huang argumentiert, dass die langfristige Marktdominanz daher weniger von der Begrenzung globaler Konkurrenten als vielmehr von der Sicherstellung der globalen Reichweite des US-KI-Ökosystems abhängen wird.

Es ist noch nicht bekannt, ob die US-Regierung die Exportbeschränkungen überdenken oder abschaffen wird, aber angesichts des Vertrauens der zweiten Trump-Administration in diese Entscheidungen und der Bemühungen der chinesischen Führung, die Entwicklung lokaler KI-Beschleuniger und KI-Software zu beschleunigen, dürfte sich am derzeitigen Stand der Dinge nicht viel ändern.

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