Motorola war schon immer eine Marke, die gerne nach alternativen Wegen sucht, um Dinge zu tun und ungewöhnliche Entwicklungen in Angriff zu nehmen. Wir haben schon viele interessante Dinge von dem Unternehmen gesehen, und es sieht sehr danach aus, dass das Unternehmen in Zukunft neben dem offiziellen Android-Betriebssystem auch GrapheneOS einsetzen wird.
GrapheneOS ist eine Entwicklung, die auf dem Android Open Source Project aufbaut, aber in vielerlei Hinsicht im krassen Gegensatz zum traditionellen Android steht, das auf den meisten Smartphones läuft. Dieses offene Betriebssystem konzentriert sich auf Sicherheit und Datenschutz und zwingt den Benutzern keine Software oder Dienste auf. Die Wurzeln seiner Entwicklung reichen mehr als 10 Jahre zurück, aber die erste fertige Version wurde 2019 veröffentlicht.
GrapheneOS enthält standardmäßig nicht die Google-Suite von Diensten, in dieser Hinsicht ähnelt es dem von Huawei entwickelten HarmonyOS, das je nach Version ebenfalls AOSP-basiert ist. Es bietet viele sicherheitsrelevante Funktionen und Zugriffsmöglichkeiten, die auf Android nicht verfügbar sind.
In diesem speziellen Medium haben die Menschen viel mehr Optionen für die Verwaltung von Berechtigungen. Der Zugang zu Anwendungen kann auf der Ebene von Netzwerktechnologien und Sensoren verwaltet werden. GrapheneOS kann das Lesen des Bildschirms in Momenten, in denen persönliche, sensible Daten angezeigt werden, automatisch deaktivieren. Es kann auch so konfiguriert werden, dass der USB-C-Betrieb deaktiviert oder eingeschränkt wird, um zu verhindern, dass "trickreiche Kabel" für Angriffe verwendet werden.
Die Bandbreite der Anwendungen wird groß sein, da die meisten android Programme ohne Probleme auf GrapheneOS installiert werden können. Anwendungen können ggf. in einer verifizierten Sandbox ausgeführt werden. Es gibt einen eigenen Marktplatz für GrapheneOS, auf dem hauptsächlich offene und sichere Apps verfügbar sind, aber die Plattform unterstützt auch andere App-Stores wie F-Droid oder Obtainium. Apps können auf der sicherheitsorientierten Plattform auch reibungslos aktualisiert werden.
Lenovo bestätigte, dass die Non-Profit-Organisation GrapheneOS Foundation und Motorola eine langfristige, mehrjährige Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben.
Statt eines bestimmten Geräts sollen in den kommenden Jahren mehrere verschiedene Builds mit dem alternativen Betriebssystem auf den Markt kommen. Das erste kommerzielle Produkt aus der Zusammenarbeit wird voraussichtlich 2027 auf den Markt kommen, so dass in diesem Jahr noch nichts zu erwarten ist.
"In den kommenden Monaten werden die Entwickler von Motorola und GrapheneOS weiter an gemeinsamer Forschung, Softwareentwicklung und neuen Sicherheitsfunktionen arbeiten, weitere Details bekannt geben und neue Lösungen vorstellen, wenn sich die Partnerschaft weiterentwickelt", so das Unternehmen in einer Erklärung.
Motorola wird versuchen, die aus der Zusammenarbeit gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um die Sicherheit und den Datenschutz für alle seine Smartphones zu verbessern. Mit dieser Partnerschaft tritt das Unternehmen "in eine neue Ära mobiler Sicherheitslösungen" ein.