Um Microsofts neuestes Betriebssystem, Windows 11, steht es nicht zum Besten. Immer neue Updates verursachen fast regelmäßig Fehler, manchmal mit schwerwiegenderen Folgen. Das Unternehmen hat bereits versprochen, das Betriebssystem in diesem Jahr umzugestalten, die ärgerlichsten Fehler auszumerzen und die am meisten vermissten Funktionen hinzuzufügen, während die Funktionsweise der bestehenden Funktionen optimiert wird. Kürzlich hat das Unternehmen auch konkrete Angaben zu seinen Plänen gemacht, die darauf hindeuten, dass es in diesem Jahr noch viel zu tun gibt.
Eine der interessanten Änderungen betrifft die Funktionsweise von Windows Update. Ziel ist es, nach der Installation eines Updates nur noch einmal im Monat einen Neustart durchführen zu müssen, was zu einem reibungsloseren Ablauf beitragen dürfte. Begrüßenswert ist auch, dass die Änderungen es ermöglichen, Updates ohne Zeitlimit anzuhalten und das System zu stoppen und neu zu starten, ohne die Updates vorher erzwingen zu müssen. Insgesamt wird der Aktualisierungsprozess schneller und zuverlässiger sein, und es ist zu hoffen, dass die Aktualisierungen gründlicher getestet werden, auch wenn keine Einzelheiten genannt wurden. Windows Update könnte sich auch von der Unternehmensversion inspirieren lassen, die über eine Hot-Patch-Funktion ohne Neustart verfügt - vielleicht wird diese Funktion irgendwann auch auf die Verbraucherversionen übergreifen.
Geändert wird auch die Funktionsweise des Datei-Explorers, der nicht nur Funktionen zur Dateiverwaltung bietet, sondern auch Kontextmenüs, den Desktop, die Taskleiste und viele andere Elemente. Die Optimierungen sorgen dafür, dass der Datei-Explorer schneller startet, schneller reagiert, weniger "nachdenkt", bevor eine Funktion ausgeführt wird, aber auch schneller Suchvorgänge durchführt und verschiedene Menüpunkte lädt. Dateioperationen werden ebenfalls optimiert, so dass sie schneller ausgeführt werden können, und Operationen mit großen Dateien werden schneller sein, was eine spürbare Verbesserung bringen sollte.
Auch die viel kritisierte Speichernutzung wird angegangen und die Leistung wird flüssiger sein als heute. In diesen Bereichen gibt es Probleme wegen der vielen Hintergrundprozesse, und ein überaktiver Hintergrundprozess kann oft dazu führen, dass Desktop-Anwendungen und Spiele hängen bleiben, was ärgerlich ist. Diese Hänger sind vor allem bei latenzempfindlichen Aufgaben wie der Erstellung von Audio- oder Videoinhalten ein großes Problem.
Es wird auch an der Stabilität der Software gearbeitet, einschließlich der Verbesserung der Qualität der Treiber und der Stabilität der Anwendungen, was zu weniger Abstürzen und Fehlern für die Benutzer führen könnte. Auch wenn dies eine willkommene Veränderung ist, wird es kein Spaziergang sein, da es die Zusammenarbeit mit externen Entwicklern und einer großen Anzahl von Entwicklern erfordert.
Es ist schwer zu verstehen, warum es in Windows 11 nicht möglich ist, die Taskleiste vom unteren Rand des Desktops nach oben oder an die Seiten zu verschieben, aber die Entwickler haben versprochen, dies zu ändern und neue Anpassungsoptionen zu integrieren. Das Startmenü wird ebenfalls optimiert, um die Latenz zu verringern, aber gleichzeitig wird es effizienter sein, Anwendungen zu finden. Das Hauptproblem im Moment ist, dass die Benutzeroberfläche sowohl neue als auch alte Frameworks verwendet, aber man geht langsam zu einer breiteren Verwendung von WinUI3 für grundlegende Funktionen und Kernanwendungen über, was definitiv eine gute Nachricht ist, ebenso wie die Tatsache, dass die neue API Open Source sein wird.
Auch an der KI-Front werden Änderungen vorgenommen, wobei die KI-Funktionen weniger aggressiv verteilt und integriert werden, z. B. werden einige der Copilot-Funktionen nur dort eingesetzt, wo sie benötigt werden. So wird die Präsenz von Copilot unter bestimmten Anwendungen wie Notepad, Snipping Tool, Fotos oder sogar Widgets eingeschränkt. Dies ist im Wesentlichen eine Reaktion auf die Kritik der Nutzer.
Ein weiterer wichtiger Bereich ist der Betrieb der USB- und Bluetooth-Erkennung, wo die Optimierungen die Qualität der Verbindung verbessern, Geräte effizienter aufwecken und die allgemeine Benutzererfahrung verbessern werden.
Dies ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was Microsoft in diesem Jahr vorhat. Angesichts der vielen berechtigten Kritik an Windows 11 und des zunehmenden Interesses der Nutzer an konkurrierenden Lösungen - sei es das kürzlich auf den Markt gebrachte kostengünstige Apple MacBook, das MacBook Neo, das laut ASUS-Co-CEO den PC-Markt schockiert hat, oder die immer benutzerfreundlicheren Linux-Distributionen, die auch bei Spielen immer leistungsfähiger werden - sind diese Schritte sicherlich notwendig.