Mit dem Aufstieg von Polymarket hat eine völlig neue Form des Glücksspiels Einzug in das öffentliche Bewusstsein gehalten, und allem Anschein nach hat dieser Markt auch das Interesse der großen Technologieunternehmen geweckt. Es wird gemunkelt, dass Mark Zuckerberg eine eigene Plattform aufbauen möchte, auf der Nutzer Wetten auf zukünftige Ereignisse abschließen können.
Der Erfolg von Polymarket stößt weltweit auf großes Interesse, das jedoch von recht gemischten Gefühlen begleitet wird. Sehr viele Menschen versuchen, durch den neuen Dienst reich zu werden, während Experten immer wieder auf die Gefahren hinweisen und die Behörden nicht so recht wissen, wie sie mit dem gesamten Prognosemarkt umgehen sollen.
Man könnte auch sehr gut darauf wetten, wo der Prognosemarkt in fünf Jahren stehen wird, und eines ist sicher: Mark Zuckerberg würde einen hohen Einsatz darauf setzen, dass dies der Bereich sein wird, der die nächste Milliarde Nutzer mobilisieren wird. Denn laut internen Informationen, die der New York Times vorliegen, hat der CEO von Meta ein Entwicklerteam zusammengestellt, dessen Aufgabe es sein wird, einen Konkurrenten zu Polymarket ins Leben zu rufen.
Angeblich entsteht unter dem Namen „Arena“ die eigene Prognoseplattform von „ “ Meta , und nach derzeitigem Stand könnte sie unabhängig von Social-Media-Plattformen an den Start gehen. Nach den aktuellen Plänen sollen die Wetten nicht mit Geld abgeschlossen werden, sondern man kann nach einer richtig getroffenen Prognose nur Punkte sammeln.
Allerdings muss hinzugefügt werden, dass die Einbeziehung von Geld bereits in den langfristigen Plänen vorgesehen ist; das Punktesystem würde also vermutlich nur dazu dienen, mögliche Sanktionen zu umgehen, solange die rechtlichen Rahmenbedingungen noch unklar sind. Denn solange es im Wettlauf nur um Punkte geht, handelt es sich lediglich um ein einfaches Spiel. Für die Regulierungsbehörden wird es erst dann interessant, wenn hinter den Einsätzen Geld im Spiel ist.
Wenn alles gut läuft, wäre es auch keine Überraschung, wenn Meta den Dienst im Laufe der Zeit mit den sozialen Medien verknüpfen würde. Dadurch könnte das Unternehmen plötzlich eine deutlich größere Nutzerbasis mobilisieren.
Eine interne Quelle erklärte gegenüber der „New York Times“, dass die Entwicklung der Arena-App „experimentell, aber von höchster Priorität“ sei.
Auf dem Markt für Online-Prognosen sind bereits riesige Summen im Umlauf: Der Umsatz von Polymarket und dem anderen großen Akteur, Kalshi, belief sich im Mai zusammen bereits auf fast 25 Milliarden Dollar. Im vergangenen Herbst setzte das Segment zu einem rasanten Wachstum an; im August hatten Analysten noch einen Umsatz von rund 2 Milliarden Dollar gemessen, sodass sich die Geldströme in weniger als einem Jahr mehr als verzehnfacht haben.
Neben Meta hat beispielsweise auch X das Interesse an dem rasanten Wachstum dieses neuen Bereichs geweckt. Zwar hat X nicht mit der Entwicklung einer eigenen Plattform begonnen, sondern wurde bereits im Juni letzten Jahres offizieller Partner und Förderer von Polymarket, was unter anderem zu einer besseren Integration der Plattform führte.