Meta hat sich mit dem Geschäft von smartglasses ganz gut geschlagen, und es sieht endlich so aus, als ob aus der Abteilung Reality Labs, die viel Geld verschlungen hat, etwas Profitables entstehen könnte. Die derzeitige aggressive Strategie des Unternehmens zielt Berichten zufolge darauf ab, das Interesse einer möglichst breiten Nutzerbasis zu wecken und seine dominante Position in diesem aufstrebenden Segment zu etablieren.
Reality Labs hat Meta Quartal für Quartal Verluste in Milliardenhöhe eingebracht, und das ist auch in diesem Jahr nicht anders, aber es könnte langsam profitabel werden, wenn mehr Menschen die Smartglasses in die Hände bekommen. Zusätzlich zu den Brillen könnte nächstes Jahr ein ganz neues Produkt auf den Markt kommen, wie The Information gerade berichtet hat. Die Zeitung weiß, dass ein Pendant in der Pipeline ist und dass die Entwicklung durch eine Akquisition finanziert wird.
Letztes Jahr hat Meta das Unternehmen Limitless übernommen, das ein kleines und einfaches Zubehör für künstliche Intelligenz entwickelt hat. Das kompakte KI-Gerät wurde einfach "Pendant" genannt und sollte die Umgebung des Benutzers kontinuierlich überwachen. Das nur wenige Gramm schwere Bluetooth-Accessoire bot Funktionen wie das Erstellen von Zusammenfassungen von Gesprächen, das Anfertigen von Notizen, das Erstellen von Texttranskripten und das Speichern aller Daten in einer durchsuchbaren Form, um sie den Nutzern zur Verfügung zu stellen.
"Meta hat kürzlich eine neue Vision angekündigt, um persönliche Superintelligenz für jedermann zugänglich zu machen, und eine Schlüsselkomponente dieser Vision ist die Entwicklung von aufregenden tragbaren Accessoires mit künstlicher Intelligenz", sagte Limitless-CEO Dan Siroker nach der Übernahme im vergangenen Jahr.
Mit seinem eigenen Design möchte Meta die von Limitless eingeschlagene Richtung fortsetzen. Wie The Information erfuhr, arbeitet das Unternehmen an einem Produkt, das um den Hals gehängt, aber auch an der Kleidung getragen werden kann. Es wird nahtlos um den Hals eines T-Shirts oder zwischen den Knöpfen eines Hemdes getragen werden können. Die Funktionalität des Produkts wird dem bisherigen Angebot von Pendant sehr ähnlich sein, aber mit noch mehr zusätzlichen Softwareoptionen für die Menschen. Es soll irgendwann im Jahr 2027 auf den Markt kommen und wird nicht mehr in diesem Jahr fertig sein.
Gerüchten zufolge arbeitet Meta auch an neuen Abonnementdiensten. Das "Wearables for Work"-Konzept könnte eine Plattform für die direkte Nutzung am Arbeitsplatz beinhalten. Es gibt noch keine Informationen darüber, was dies beinhalten könnte, aber es wird sicherlich eine sichere Umgebung für die Verwaltung von Inhalten am Arbeitsplatz sein.
Es ist nicht überraschend, dass das Abonnementmodell in diesem Bereich zum Einsatz kommen könnte, da die Menschen jetzt überall in diese Richtung gedrängt werden. Und im Bereich der künstlichen Intelligenz boomen vor allem die verschiedenen Systeme mit monatlichen Gebühren. Im Bereich des tragbaren Zubehörs kommt es außerdem immer häufiger vor, dass ein Gerät nach dem Kauf per Abonnement vollständig genutzt werden kann.
Das Pendant bleibt für das nächste Jahr, aber vier weitere Brillen könnten noch in diesem Jahr kommen. Nach durchgesickerten Informationen wird bald ein Gerät mit dem Codenamen "Modelo" auf den Markt kommen. Im Herbst folgen dann zwei weitere Produkte mit den Codenamen "Luna" und "RBM2 Refresh", wobei es sich bei letzterem offensichtlich um ein Facelift der zweiten Generation der Ray-Ban Meta handelt. Im Dezember wird eine weitere intelligente Brille unter dem Codenamen "Mojito VIP" auf den Markt kommen.
Zwei weitere smarte Brillen sind für Meta in Planung, eine mit dem Namen "Artemis" und die andere mit dem Namen "SSG". Dabei handelt es sich um Lösungen, die mit speziellen Kameras und anderen Sensoren ausgestattet werden können. Sie verwenden "Super-Sensing"-Systeme, die ständig wach sind. Meta würde hier auch ein Sprachmodell der nächsten Generation einsetzen, das lokal auf der Brille laufen würde.
Es wird interessant sein, zu sehen, wohin Meta mit diesem großen Vorstoß geht. Das Unternehmen will bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2026 mehr als 10 Millionen intelligente Brillen verkaufen.