Meta hat sich auf dem Markt für „ “-Smartbrillen bislang sehr gut behauptet; ohne ernstzunehmende Konkurrenz kann das Unternehmen wachsen und immer mehr Geräte an Interessenten verkaufen. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich daran, das Beste aus dieser Situation herauszuholen.
Ursprünglich hatte Meta die Smartbrillen mit dem Ziel auf den Markt gebracht, den Menschen neben ihren Smartphones ein weiteres Gerät zur Erstellung von Inhalten an die Hand zu geben. Die in die Brille integrierte Kamera bietet dem Publikum direktere Aufnahmemöglichkeiten und eröffnet einen ganz besonderen Blickwinkel. Darüber hinaus hat sich inzwischen auch die künstliche Intelligenz im Unternehmen etabliert, sodass die Produkte mit immer mehr KI-Funktionen ausgestattet werden können.
Das Unternehmen sucht ständig nach Innovationsmöglichkeiten und investiert unter dem Dach von Reality Labs Quartal für Quartal mehrere Milliarden Dollar in Forschung und Entwicklung.
Im vergangenen Jahr stellte Mark Zuckerberg die erste Brille mit integriertem Display vor, die Meta Ray-Ban Display, für die das Unternehmen unter dem Namen „Neural Band“ auch ein mit einem elektromyografischen Sensor ausgestattetes Armband entwickelt hat. In diesem Jahr kamen mehrere neue Modelle auf den Markt, und das Unternehmen präsentierte erschwinglichere Modelle, die der Verbreitung von Smartbrillen weiteren Schwung verleihen könnten.
Die „Financial Times“ hat vor einigen Tagen berichtet, dass das Unternehmen an einer interessanten neuen Entwicklung arbeitet. Angeblich versucht das Team von Reality Labs, ein Gerät mit extrem hoher Empfindlichkeit zu entwickeln. Wenn man den veröffentlichten Informationen Glauben schenken darf, wird dieses tragbare Gerät der nächsten Generation bei vielen Menschen heftige Ablehnung hervorrufen.
Unter Berufung auf mehrere unabhängige Quellen berichtete die Financial Times, dass Meta daran arbeite, eine Brille zu entwickeln, die im Grunde genommen ununterbrochen Tonaufnahmen erstellen und in jedem Moment die unmittelbare Umgebung der Nutzer in kurzen Videos oder Bildern festhalten würde. Das Ziel dabei wäre, dass Menschen zu jedem beliebigen Zeitpunkt über die Brille sofort Fragen an die Meta-KI stellen können.
Meta würde die Verarbeitung der Echtzeit-Ton- und Bildaufnahmen so gestalten, dass die Daten nicht missbraucht werden können. Natürlich ist diese Aussage nicht überraschend, aber wir haben bei Meta in den letzten Jahren bereits sehr unangenehme Datenschutzvorfälle erlebt. Das Unternehmen kann sogar in ganz extreme „Pannen“ geraten.
„Das Rohmaterial aus Video- und Audioaufnahmen würde von Meta nicht gespeichert und dem Nutzer auch nicht zugänglich gemacht werden. Stattdessen würden aus den Aufnahmen die Metadaten extrahiert und anschließend auf den Server hochgeladen, von wo aus sie für die künstliche Intelligenz von Meta zugänglich wären“ – heißt es in dem Bericht. „Nach Ansicht der Befürworter des Vorschlags wäre das System mit minimalen Datenschutzrisiken verbunden.“
Die spezielle neue Brille würde sicherlich ebenso wie die aktuellen Geräte über eine LED-Statusanzeige verfügen, aber es wäre schon recht interessant, wenn diese ständig leuchten würde. Denn diese müsste ununterbrochen leuchten, wenn das Gerät tatsächlich regelmäßig Bilder, Videos und Tonaufnahmen erstellen würde. Eine weitere interessante Frage wäre, wofür Meta diese Daten nutzen würde, denn auf diese Weise könnte das Unternehmen täglich mehrere Stunden an Multimedia-Inhalten von jedem Menschen sammeln, was eine wahre Goldgrube für das Training wäre.
The Verge wandte sich im Zusammenhang mit den Gerüchten an Meta, und der Unternehmenssprecher Dave Arnold gab folgende Antwort: „Obwohl wir uns nicht zu internen Prototypen äußern, sind wir fest entschlossen, unsere Brillen zu perfektionieren, denn das erwarten sowohl die Träger als auch die Menschen in ihrer Umgebung. Unser Ziel ist es, neue Technologien zu entwickeln, die den Menschen den ganzen Tag über helfen und von Grund auf einen hervorragenden Datenschutz gewährleisten.“
Dave Arnold hat die Existenz einer Brille, die ständig beobachtet und mithört, keineswegs zu leugnen versucht, und im Übrigen gab es bereits zuvor Gerüchte über eine solche Entwicklungsrichtung im Zusammenhang mit dem Unternehmen.