Ab 2023 werden sich die Technologieveranstaltungen zunehmend um künstliche Intelligenz drehen. Auch von den Herstellern gibt es recht interessante Tools, die KI verkörpern. Lenovo hat auf dem diesjährigen MWC zwei Konzepte vorgestellt, die eine ganz andere Sichtweise auf den virtuellen Assistenten bieten.
Das AI Workmate Concept von Lenovo ist jetzt als Roboter zu sehen, der als echter, von KI angetriebener Handwerker auf dem Schreibtisch sitzt und unter anderem sogar einen Projektor enthält. Und das AI Work Companion Concept ist ein extrem unauffälliges, einfacheres Gadget, das aber ein sehr nützlicher Begleiter in der Arbeitsumgebung sein könnte.
Bei den beiden Konzepten handelt es sich um sehr unterschiedliche Cafés, und es gibt einen deutlichen Unterschied im Grad der Umsetzung. Das AI Work Companion Concept sieht sehr nach einem marktreifen Produkt aus, für das Lenovo nur noch die richtige generative KI auswählen muss. Das AI Workmate Concept ist wesentlich futuristischer, und obwohl es auf dem MWC voll funktionsfähig war, ist sein Platz auf dem Markt eher fraglich. Auf jeden Fall ist es zu interessanten Dingen fähig, wie Lenovo uns mitteilt.
Das AI Workmate Concept ist ein ständig aktiver Desktop-Assistent, der nur auf die Anweisungen des Benutzers wartet, um sich an die Arbeit zu machen. Er hat ein eigenes Display auf der Oberseite, das in jede Richtung gedreht werden kann, da es an einem Roboterarm befestigt ist. Er versucht, ein niedliches Produkt zu sein, das sich wie ein Arbeitskollege verhält und den Benutzer mit großen Augen beobachtet. Gleichzeitig kann er eine Reihe von KI-basierten Aufgaben lokal ausführen, auch ohne Online-Verbindung, und hört auf Gesten und Sprachbefehle.
An der Unterseite des Kopfes befindet sich ein Schlitz - ein Mund -, der von großer Bedeutung ist. In diesem Schlitz befinden sich zwei Kameras, mit denen das Gerät Dokumente scannen kann. Man legt die zu digitalisierenden Dokumente einfach vor das Gerät und es scannt sie selbst ein. Außerdem formatiert es die Bilder, so dass Sie mit qualitativ hochwertigen Bildern arbeiten können. Bei Bedarf können Sie aus dem gescannten Material sogar eine Präsentation erstellen. Dazu gehört auch ein Projektor, mit dem das AI Workmate Concept zum Beispiel auf einen Tisch oder eine Wandfläche projiziert werden kann.
Was die technischen Daten betrifft, so ist der Bildschirm 3,4 Zoll groß und hat eine Auflösung von 480 x 480 Pixeln. Die Kameras verwenden 5-Megapixel-Sensoren. Und der Computer an der Unterseite soll mit einem Intel Core Ultra Series Prozessor und nicht weniger als 64 GB RAM ausgestattet sein. Es ist also kein Wunder, dass er Sprachmodelle lokal ausführen kann, um seine Arbeit zu erledigen.
Das AI Work Companion Concept ist in jeder Hinsicht viel schlichter gestaltet und sieht aus wie ein moderner Wecker. Die Vorderseite besteht fast ausschließlich aus einem Display, auf dem beispielsweise der Kalender des Nutzers angezeigt wird. Er kann selbstständig die täglichen Aufgaben aus E-Mail-Konten, To-Do-Listen und natürlich aus den zuvor aufgezeichneten Kalendereinträgen durchforsten.
Das Tool kann dem Nutzer in leeren Zeiten Pausen und Ruhezeiten vorschlagen. Und am letzten Arbeitstag der Woche kann es die Erfolge und erledigten Aufgaben der Woche zusammenfassen, um die Mitarbeiter mit positiver Energie auf das Wochenende einzustimmen. Lenovo plant außerdem, weitere Funktionen in das AI Work Companion Concept zu integrieren, um graue Wochentage bei der Arbeit angenehmer zu gestalten.
Er lässt sich über einen USB-C-Anschluss mit Maschinen verbinden und kann über eine drahtlose oder kabelgebundene Online-Verbindung - mit einem Ethernet-Anschluss - die Daten sammeln, die er zum Betrieb benötigt. Auf der Rückseite befinden sich mehrere USB-Anschlüsse und sogar ein Paar HDMI-Anschlüsse. Es kann angeschlossene Laptops mit bis zu 100 W mit Strom versorgen und hat sogar ein integriertes Kabel.
Für Lenovo sind das erst einmal nur Konzepte, aber es ist ziemlich klar, dass es sich um ernsthafte Entwicklungen handelt. Es sollte nicht überraschen, wenn sehr ähnliche Produkte im Laufe der Zeit in das Sortiment des Unternehmens aufgenommen werden.