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LAUT LENOVO KANN MAN DIE SPEICHERPREISE VON 2025 FÜR LANGE ZEIT VERGESSEN – VIELLEICHT KEHREN SIE NIE WIEDER ZURÜCK

Ein Vertreter des Unternehmens sprach auf einer Fachveranstaltung zum Servermarkt darüber, wie das Unternehmen die Zukunft einschätzt; da sich die Entwicklungen auf dem Servermarkt jedoch auch auf den Verbrauchermarkt auswirken, könnten diese Prognosen auch für den Durchschnittsnutzer von Bedeutung sein.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Laut Lenovo kann man die Speicherpreise von 2025 für lange Zeit vergessen – vielleicht kehren sie nie wieder zurück

Die Speicherkrise ist derzeit ein sehr, sehr aktuelles Thema, da sich die stetig steigenden Speicherpreise auf zahlreiche Bereiche negativ auswirken, sei es bei Smartphones, Tablets, Notebooks, kompletten Desktop-Computern, Handheld- und Standard-Spielkonsolen, eingebetteten Systemen oder auch Servern. Aufgrund der teurer werdenden DRAM-, LPDDR-, GDDR- und NAND-Flash-Chips haben die Hersteller bereits die Preise für zahlreiche Produkte angehoben, in einigen Fällen sogar mehrfach, und es sieht so aus, als würde diese Situation noch eine ganze Weile anhalten. AMD, Lexar und mehrere andere Unternehmen haben bereits ihre Einschätzungen zur Entwicklung der Speicherkrise dargelegt, und auf der ISC 2026 skizzierte auch Martin W. Hiegl, Leiter der Abteilung Lenovo Advanced Solutions, Martin W. Hiegl im Rahmen seines Vortrags seine Einschätzungen dargelegt.

Dem Experten zufolge werden die Speicherpreise möglicherweise nie wieder das Niveau erreichen, das wir vor der aktuellen Preissteigerungswelle gesehen haben – das entspricht im Wesentlichen dem Stand von Anfang letzten Sommers. Nach Ansicht der Redaktion von ComputerBase war diese Aussage natürlich etwas übertrieben, denn die eigentliche Botschaft lautet ursprünglich, dass die Speicherkrise einen Zeitraum von etwa fünf Jahren umfassen könnte, aber auch länger dauern könnte – was quasi wie eine Ewigkeit erscheinen mag, da in fünf Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit viele Menschen Hardware benötigen werden, die irgendeine Art von Speicher enthält. Ein Lenovo-Experte geht davon aus, dass es im Bereich der Preisgestaltung um das Jahr 2030 herum zu gewissen Veränderungen kommen könnte, was die Entwicklung des Grundpreisniveaus betrifft, und zwar selbst dann, wenn im Laufe des Jahres 2028 neue Produktionskapazitäten in Betrieb genommen werden. Die Einschätzungen des Experten werden von einigen Analysten geteilt, während beispielsweise AMD davon ausgeht, dass sich die Lage in zwei Jahren etwas stabilisieren könnte, und der Regionalleiter von Lexar davon ausgeht, dass sich die Speicherpreise bis zum Jahresende verdoppeln könnten.

Der Lenovo-Vertreter bezog sich zwar in erster Linie auf den Servermarkt, doch auch auf dem Verbrauchermarkt sind sehr ähnliche Entwicklungen zu erwarten, da sich beide Märkte gegenseitig direkt beeinflussen. Martin W. Hiegl ging auch darauf ein, welche Lösungen zur Bewältigung der Speicherkrise, also des „RAMageddon“, eingesetzt werden können, doch diese Ideen richten sich ebenfalls hauptsächlich an Serverbetreiber. Die 5 Schritte lauten wie folgt: Die Anforderungen müssen überprüft, der Betrieb optimiert, ein geeigneter Prozessor ausgewählt sowie der jeweilige Anwendungsbereich feinabgestimmt werden; außerdem sollte der Arbeitsablauf nach Möglichkeit auf GPUs verlagert werden, wo dies möglich ist.

Dem Experten zufolge muss nun sparsam mit dem Speicher umgegangen werden, das heißt, man kann die Speicherunterstützung der jeweiligen Plattform nicht einfach „ausreizen“, da solche Maßnahmen nicht mehr so kostengünstig umgesetzt werden können wie noch vor einem Jahr. Genau aus diesem Grund müssen die Arbeitsabläufe überprüft werden, um konkret zu ermitteln, wie viel Arbeitsspeicher sie benötigen, anschließend muss ein passender Prozessor ausgewählt, die Software(s) nach Möglichkeit angepasst und der Betrieb feinabgestimmt werden, bevor mehr Arbeitsspeicher in das System integriert wird.

Die Optimierung ist derzeit von entscheidender Bedeutung, da die Preise in die Höhe geschossen sind; eine Speichererweiterung darf nicht „ohne Nachdenken“ vorgenommen werden, denn mit etwas Weitsicht und Feinabstimmung lässt sich die Kosteneffizienz erheblich verbessern, was im geschäftlichen Umfeld ein besonders wichtiger Aspekt ist. Es lohnt sich zunehmend, das Potenzial der GPU-Beschleunigung auszuschöpfen, da dies ebenfalls kosteneffizienter sein kann als der Aufbau von Systemen, die sich auf den Prozessor konzentrieren – natürlich muss jeder Fall individuell betrachtet und die für den jeweiligen Arbeitsablauf am besten geeignete Konfiguration erstellt werden.

Auch auf der Ebene des Durchschnittsnutzers sind Kompromisse erforderlich, weshalb die Beliebtheit von DDR4-basierten Plattformen zunimmt und sich sowohl AMD als auch Intel zunehmend auf diese konzentrieren. Sollte die Nachfrage nach DDR4-Speichermodulen und Speicherchips übermäßig steigen, könnte dies natürlich das Gleichgewicht stören und dazu führen, dass auch Plattformen, die auf dem alten Speicherstandard basieren, deutlich teurer werden – aber das ist bereits eine andere Geschichte, „das ist Zukunftsmusik“…

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