Kingmax hat eine neue PCIe-NVMe-SSD-Serie namens PQ4442 vorgestellt, deren Besonderheit darin besteht, dass die Modelle nicht auf dem gängigen M.2-2280-Format basieren, sondern auf dem weniger verbreiteten M.2-2242-Format – das heißt, die zugrunde liegende Leiterplatte ist 22 Millimeter breit und 42 Millimeter hoch. Die neuen SSD-Karten werden ohne separate Kühlplatte ausgeliefert, sind also mit der überwiegenden Mehrheit der Systeme, die SSD-Karten im M.2-2242-Format unterstützen, perfekt kompatibel, was ein wichtiger Aspekt sein kann.
Die kompakten Modelle der neuen Serie basieren auf dem SSD-Controller vom Typ Silicon Motion SM2268XT, der nicht über einen separaten DRAM-basierten Cache verfügt; die Beschleunigung der Schreibvorgänge erfolgt somit über einen aus dem NAND-Flash-Speicher reservierten Cache, wie wir es bereits von ähnlichen Produkten gewohnt sind. Zudem steht die HBM-Funktion (Host Memory Buffer) zur Verfügung, bei der ein kleiner Teil des Systemspeichers als DRAM-basierter Cache fungiert und dabei nur minimale Kapazität beansprucht.
Der betreffende SSD-Controller unterstützt die PCI-Express-4.0-x4-Schnittstelle sowie die Version 2.0 des NVMe-Protokolls und verwaltet insgesamt vier NAND-Flash-Speicherkanäle, an die Speicherchips mit einer maximalen Geschwindigkeit von 3200 MT/s angeschlossen werden können. Im vorliegenden Fall kommen 3D-QLC-NAND-Flash-Speicherchips zum Einsatz, zu deren genauen Parametern der Hersteller keine Details preisgab, allerdings wurde nicht verschwiegen, dass die neuen SSDs die NVMe-Protokollversion 1.4 verwenden.
Es ist jedoch kein Geheimnis, dass die SSD-Karten, die in den Ausführungen mit 500 GB, 1 TB bzw. 2 TB erhältlich sind, eine kontinuierliche Lesegeschwindigkeit von maximal 5000 MB/s erreichen können, während sie bei der Schreibgeschwindigkeit erhebliche Schwankungen aufweisen. Die 500-GB-Version erreicht 2.500 MB/s, die 1-TB-Version 4.300 MB/s, während das 2-TB-Spitzenmodell bereits eine Schreibgeschwindigkeit von 4.400 MB/s erreicht.
Bei zufälligen 4K-Schreibvorgängen erreicht die Leistung aller drei Versionen einen Höchstwert von 500 000 IOPS, während die 4K-Leseleistung bei den 1-TB- und 2-TB-Modellen maximal 400.000 IOPS und bei der 500-GB-Version maximal 350.000 IOPS beträgt. Was die Lebensdauer betrifft, so liegt die des 500-GB-Modells bei 280 TBW, das 1-TB-Modell 560 TBW und die 2-TB-SSD bereits 960 TBW – das heißt, sie halten innerhalb der Garantiezeit diese Schreiblast aus, können aber während ihrer gesamten Lebensdauer auch eine weitaus höhere Belastung bewältigen.
Die Kingmax PQ4442-SSD-Karten, die mit einer 3-jährigen Herstellergarantie geliefert werden, kommen in Kürze in den Handel; wie viel die einzelnen Modelle genau kosten werden, ist jedoch noch nicht bekannt.