Apple hat iOS 26.4 Ende März veröffentlicht, Mitte Mai folgte iOS 26.5, und bis Ende Juli musste man warten, bis iOS 26.6 einsatzbereit war. Das aktuelle Update enthält vor allem Fehlerbehebungen und Sicherheitspatches, womit Apple den Weg für die Einführung von iOS 27 ebnet.
„Dieses Update enthält Fehlerbehebungen und Sicherheitsupdates sowie eine Optimierung des Spotlight-Index zur Vorbereitung auf iOS 27“, heißt es im Release-Note zu iOS 26.6.
Das Update enthält im Hintergrund zahlreiche Änderungen, doch hier sind für die Nutzer keine wirklich interessanten Neuerungen zu erwarten. Die wichtigsten Verbesserungen hält Apple bereits für iOS 27 bereit. Im Release-Note-Verzeichnis hat der Hersteller lediglich hervorgehoben, dass der Spotlight-Index bereits so optimiert wurde, dass der Weg für das iOS 27-Update geebnet ist. Damit will das Unternehmen den Nutzern signalisieren, dass es sich lohnt, das neue System zu installieren – auch wenn viele bereits eher auf iOS 27 warten.
iOS 27 bringt zahlreiche wesentliche Änderungen mit sich, und neben Siri wird Spotlight einer der am stärksten betroffenen Bereiche sein. Für die Funktionsweise beider Funktionen wird es entscheidend sein, wie die „ “-iPhones die Inhalte auf dem Speicherplatz der Geräte indizieren. Da eine ordnungsgemäße Indizierung jedoch ein äußerst langwieriger Prozess ist, hat Apple beschlossen, diesen bereits mit iOS 26.6 einzuleiten, sodass die Umstellung im Herbst nach der Installation von iOS 27 wesentlich reibungsloser verlaufen wird.
Auf iPhones bietet iOS nur die Möglichkeit, eine begrenzte Anzahl von Kontakten zu blockieren, und bisher hat das System dem Nutzer keine Benachrichtigung gesendet, wenn das Limit erreicht war. Mit iOS 26.6 ändert sich dies: Von nun an wird das System den Nutzer benachrichtigen, sobald die maximale Anzahl gesperrter Kontakte erreicht ist.
iOS 26.6 legt großen Wert auf Sicherheit – zumindest lässt dies die erstaunlich große Anzahl kleinerer und größerer Sicherheitskorrekturen im „Paket“ vermuten. Unter anderem waren der Kernel, das WLAN und WebKit davon betroffen.
Apples üblicher Sicherheitsbericht enthält insgesamt 78 Einträge zu einzelnen Sicherheitslücken. Tatsächlich wurden vom Unternehmen jedoch nicht weniger als 87 einzelne CVE-Identifikatoren hervorgehoben, da bestimmte Sicherheitslücken mehrere Bereiche betrafen. Darunter befanden sich auch kritische Probleme, aber das Apple-Sicherheitsteam hat auch eine ganze Reihe weniger schwerwiegender Schwachstellen behoben.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit sind auf der Liste beispielsweise folgende Schwachstellen zu finden: wie beispielsweise eine Sicherheitslücke in MediaRemote, die es Anwendungen ermöglichte, Root-Rechte zu erlangen, oder eine Schwachstelle in ImageIO, die bei der Verarbeitung eines für einen Angriff vorbereiteten Bildes die Ausführung von beliebigem Code ermöglichte. Ein Fehler in „Kontakte“ hätte es einer Anwendung ermöglichen können, ohne Zustimmung des Nutzers neue Kontakte hinzuzufügen, und über die iPhone-Mirroring-Funktion hätten sensible Daten abgerufen werden können, sofern der Angreifer physischen Zugriff auf das Gerät hatte.