Die Battlemage-Serie von Intel wurde um zwei neue Grafikkarten erweitert, die um den mit Spannung erwarteten BMG-G31-Grafikprozessor herum aufgebaut sind. Diese GPU bietet jetzt nicht nur bis zu 24 Xe-Kerne, wie die BMG-G21, die auch an Bord des Arc B580 ist, sondern 32 Xe-Kerne, mit mehr als je zuvor, 32 GB On-Board-Speicher.
Leider richten sich die neuen Grafikkarten nicht an Gamer, sondern sind speziell für das professionelle Grafikkartensegment konzipiert, d.h. sie werden vor allem in Desktop-Workstations, Systemen für Design und Analyse, Multi-GPU-Konfigurationen zur Beschleunigung von KI-Aufgaben und in Branchen, die auf professionelle Visualisierung angewiesen sind, eingesetzt.
Derzeit stellt die von Intel neu angekündigte Arc Pro B70 die Spitze der auf der Battlemage-Architektur basierenden Grafikkarten dar. Dieses Modell verfügt über insgesamt 32 Xe-Kerne, 256 XMX-Engines und 32 Raytracing-Einheiten. Die Grafikkarte passt in eine PCI Express 5.0 x16-Schnittstelle und verfügt über 32 GB GDDR6-Speicher, der über eine 256-Bit-Speicheradresse mit der GPU verbunden werden kann, und eine effektive Speicherbandbreite von 608 GB/s.
Dieses Modell liefert eine Rechenleistung von 367 TOPs für INT8-Rechenaufgaben und bietet außerdem Unterstützung für oneAPI, OpenCL 3.0 und OpenVINO. Das Produkt unterstützt auch DirectX 12 Ultimate, OpenGL 4.6 und Vulkan 1.3 APIs, was bedeutet, dass es theoretisch für Spiele verwendet werden kann, aber da es keinen für Spiele optimierten Treiber für diese Grafikkarte gibt, die auf den professionellen Markt ausgerichtet ist, kann es sein, dass sie in Bezug auf Leistung und Stabilität nicht auf der Höhe ist.
Die neue Karte ist außerdem in der Lage, AV1-, HEVC- und VP9-Inhalte hardwarebeschleunigt wiederzugeben und zu kodieren, und verfügt über insgesamt vier DisplayPort 2.1-Anschlüsse für Videoausgänge. Der TDP-Rahmen des Neulings wird in Intels Formfaktor 230 W betragen und als Referenzmodell fungieren, aber der unterstützte TDP-Bereich liegt zwischen 160 W und 290 W, was bedeutet, dass Partner viel Spielraum für die Präsentation verschiedener Versionen haben werden.
Natürlich wird es für die neue Grafikkarte nicht nur unter Windows 10 und Windows 11, sondern auch unter Linux von Intel zertifizierte Treiber geben. Die Arc Pro B70 ist ab heute zu einem Listenpreis von 949 US-Dollar bei Intel und seinen Partnern im Handel erhältlich. Außerdem wird sie unter anderem bei MAXSUN, ASRock, Gunnir, Sparkle und Onix erhältlich sein.
Neben der Arc Pro B70 wird es ein leistungsschwächeres Modell geben, das auf dem BMG-G31 Grafikprozessor basiert, die Arc Pro B65. Allerdings wird diese Grafikkarte nicht mehr 32 aktive Xe-Kerne haben, sondern nur noch 20, mit 160 XMX-Engines und 20 Raytracing-Einheiten.
Sie verwendet außerdem eine PCI Express 5.0 x16-Schnittstelle und verfügt über 32 GB On-Board-Speicher, wobei die Speicherbandbreite bei 608 GB/s bleibt. Trotzdem listet die offizielle Folie 192-Bit-Speicherdaten auf, was angesichts der Kapazität und der Speicherbandbreite - von denen eine oder mehrere falsch sein könnten - nicht viel aussagt.
Die Grafikkarte mit 200-W-TDP-Rahmen wird mit den gleichen Features wie ihr oben genanntes Pendant aufwarten und auch bei den Videoausgängen die gleichen vier DisplayPort 2.1-Anschlüsse wie die Arc Pro B70 bieten, allerdings wird die INT8-Rechenleistung hier aufgrund des weniger aktiven Xe-Kerns 197 TOPs statt 367 TOPs betragen. Diese Grafikkarte wird nicht bei Intel erhältlich sein, sondern nur über Partnermodelle auf den Markt kommen, allerdings erst ab Mitte April, da die eigentliche Markteinführung erst dann erfolgen wird. Wie viel die Arc Pro B65 kosten wird, hat das Unternehmen noch nicht verraten.
Internen Tests zufolge, die sich auf die Linux-basierte Abduktionsleistung (AI) konzentrieren, bietet der Arc Pro B70 ein bis zu 2,2-mal größeres Kontextfenster als die Nvidia RTX Pro 4000, eine bis zu 85 % höhere Token-Ausgabeleistung für Multi-User-Workflows und eine bis zu 6,2-mal schnellere erste Token-Generierung. Bezeichnend ist auch, dass der Neuling im Vergleich zum oben genannten Konkurrenten in ausgewählten Tests ein bis zu doppelt so gutes Token/Dollar-Verhältnis liefert.
Das hört sich zwar gut an, aber ein wirklich detailliertes Bild werden erst die ersten unabhängigen Tests ergeben, die bald in größeren Mengen durchgeführt werden.