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INTEL WÜRDE DIE SATELLITEN MITHILFE VON RECHENZENTREN IN DER ERDUMLAUFBAHN STEUERN

Die rechenintensiven, aber nicht zeitkritischen Daten würden weiterhin von den bodengestützten Rechenzentren verarbeitet, während der Betrieb der Flotte und die Koordination der Satelliten untereinander bereits über Rechenzentren erfolgen würden, die sich in einer Erdumlaufbahn befinden.
J.o.k.e.r
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Intel würde die Satelliten mithilfe von Rechenzentren in der Erdumlaufbahn steuern

Das Intel-Team hat am 6. August 2026 ein spezielles Patent angemeldet, auf das die Mitarbeiter von Patentlyze gestoßen sind. Das unter der Nummer US 2026/0230175 A1 eingetragene Patent ist eigentlich eine Fortsetzung eines früheren, im Februar dieses Jahres eingereichten Patents, das damals unter der Nummer US 12,542,604 B2 registriert wurde.

Im Wesentlichen hat das Unternehmen eine völlig neue Satellitenarchitektur konzipiert, bei der die in einer niedrigen Erdumlaufbahn (LEO) kreisenden Satelliten nicht von Rechenzentren auf der Erde gesteuert und koordiniert werden, sondern von Rechenzentren, die in einer mittleren Erdumlaufbahn (MEO) oder in der hohen Erdumlaufbahn (HEO) positionierte Rechenzentren gesteuert und koordiniert werden. Dafür sind natürlich zusätzliche Rechenleistung, Serverprozessoren für Rechenzentren und KI-Beschleuniger erforderlich, die natürlich von Intel stammen können – mit diesem Patentpaar versucht das Unternehmen, sich ein neues Marktsegment zu erschließen.

Bei klassischen Satellitenarchitekturen sind die Satelliten, die in einer niedrigen Erdumlaufbahn kreisen – beispielsweise als Teil der Infrastruktur für Satelliten-Internetverbindungen – derzeit auf bodengestützte Rechenzentren angewiesen, um die Konstellation zu koordinieren und verschiedene Aufgaben auszuführen, die eine höhere Rechenleistung erfordern. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren auch der von SpaceX geplante Satellit AI1 sowie das von Google entwickelte Project Suncatcher: Bei beiden wird es eine optische Verbindung zwischen den um die Erde kreisenden Satelliten und den Rechenzentren auf der Erde geben.

Auch bei den anderen Systemen, wie beispielsweise Starlink, Telesat Lightspeed und Amazons Project Kuiper, gilt der Grundsatz, dass die in einer niedrigen Erdumlaufbahn kreisenden Satelliten – von denen es innerhalb einer bestimmten Infrastruktur mehrere Hundert oder sogar mehrere Tausend geben kann – auf die bodengestützten Rechenzentren angewiesen sind, um den Datenverkehr zu steuern, die Kommunikationsverbindungen zu verwalten, die Satelliten zu positionieren sowie alle anderen Aufgaben zu bewältigen, die eine hohe Rechenleistung erfordern. Die Nutzung der bodengestützten Kommunikation wird zudem durch Wetterbedingungen und andere Faktoren beeinflusst, was insbesondere dann ein Problem darstellt, wenn zeitkritische Berechnungen durchgeführt oder zeitkritische Entscheidungen getroffen werden müssen. Da solche Satelliteninfrastrukturen immer komplexer und größer werden, kann auch ihre Steuerung immer aufwendiger werden, wofür der Einsatz von Rechenzentren auf der Erde nicht ideal ist.

Das Intel-Team hat daher das oben bereits erwähnte Konzept entwickelt: Die Verwaltung der klassischen Satelliten, die in einer niedrigen Erdumlaufbahn kreisen, wird auf Datenzentren in höheren Umlaufbahnen (MEO, HEO) verlagert wird, die zeitkritische Daten schnell und effizient empfangen und weiterleiten können. Dadurch können die verschiedenen Aufgaben mit geringerer Verzögerung und schneller durchgeführt werden, was zu einem effizienteren Betrieb der Infrastruktur beiträgt. Natürlich würde nicht nur ein, sondern mehrere Kontrollsatelliten zum Einsatz kommen, um die Steuerung der Flotte schnell und effizient zu gewährleisten. Gleichzeitig muss natürlich auch die Kommunikation mit den bodengestützten Rechenzentren aufrechterhalten werden, da diese weiterhin die nicht zeitkritischen Aufgaben übernehmen, sowie vorab zusammengestellte Aufgabenpakete an die Steuerungssatelliten senden und die von den Satelliten übermittelten nicht zeitkritischen Daten verarbeiten können, seien es Satellitenbilder oder Wetter- und sonstige Daten.

Aufgrund des Patents ist die Richtung klar, doch bislang gab es noch keine offizielle Ankündigung, und es gibt auch keine Informationen darüber, welche Satellitensysteme die Innovation von Intel in absehbarer Zukunft konkret einsetzen könnten.

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