Bei Intel werden offenbar gerade die letzten Vorbereitungen für die Einführung einer neuen Prozessorfamilie getroffen, über die in letzter Zeit bereits zahlreiche Gerüchte kursierten. Dank eines zuverlässigen Informanten erhalten wir nun jedoch auch einen Einblick, aus welchen Modellen diese Serie genau bestehen wird. Die Wildcat-Lake-Prozessoren werden die Core-300-Serie repräsentieren, d. h. sie werden unter der Intel-Panther-Lake-Reihe angesiedelt sein. Die neuen Prozessoren könnten in preisgünstigen Notebooks, kompakten Desktop-PCs und sogar in NAS-Geräten zum Einsatz kommen sowie die Grundlage für eingebettete Systeme und industrielle Konfigurationen bilden.
Aktuellen Informationen zufolge wird es insgesamt sechs Modelle der Core-3-, Core-5- und Core-7-Serien geben, mit einer TDP von 15 bis 35 Watt. In Bezug auf das Gehäuse ist das Bild ziemlich gleich, mit bis zu zwei Couger Cove-basierten P-Cores und bis zu vier Darkmont-basierten LP E-Cores, wobei die klassische Darkmont-basierte E-Core-Sektion dieses Mal nicht verwendet wird. Die maximale Boost-Taktfrequenz reicht von 4,3 GHz für den Core 3 304 der Einstiegsklasse bis 4,8 GHz für den Core 7 360, und die maximale Boost-Taktfrequenz für den LP E-Core reicht je nach Modell von 3,3 GHz bis 3,6 GHz.
Alle neuen Prozessoren verfügen über 6 MB gemeinsam genutzten tertiären Cache und sind außerdem mit einer Xe3-basierten iGPU und einer NPU ausgestattet. Letztere soll eine Leistung zwischen 15 TOPs und 17 TOPs liefern, was zwar wenig erscheint, aber für Automatisierungs- und Industrieanwendungen sowie viele andere Anwendungen sehr nützlich sein wird. Die neuen Prozessoren haben einen starken Fokus auf Energieeffizienz, weshalb sie die oben erwähnte Architektur verwenden, da sie sogar für IoT-Zwecke verwendet werden können und auch für stromsparende Edge-Anwendungen ideal sind.
Für das Einstiegsmodell des neuen Angebots, den Core 3 304 Prozessor, ist es erwähnenswert, dass er nur einen statt zwei P-Cores an Bord hat, während er nur einen statt zwei Xe-Cores nutzen kann. Es ist auch wichtig zu erwähnen, dass zwei der beiden Mitglieder der Reihe, der Core 5 330 und der Core 7 360, ebenfalls mit einer SIPP-Zertifizierung ausgestattet sind, was für Kunden wichtig ist, die eine stabile Plattform mit einem langen Produktunterstützungszyklus wünschen. Keine dieser neuen Funktionen verfügt über vPro-Unterstützung, was bedeutet, dass sich die Serie deutlich von der Panther Lake-Familie unterscheidet, deren vPro-unterstützte Mitglieder erst kürzlich vorgestellt wurden.