In Russland wird derzeit ein neuer Gesetzesentwurf ausgearbeitet, der dazu führen könnte, dass illegales Kryptowährungs-Mining mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestraft wird, je nach verursachtem Schaden. Das russische Justizministerium hat bereits mit der Arbeit an den genauen Details begonnen, die nach ihrer Fertigstellung in Artikel 171.6 des russischen Strafgesetzbuchs aufgenommen werden könnten. Im Rahmen des neuen Artikels könnten diejenigen, die illegal digitale Währungen schürfen oder illegal eine IT-Infrastruktur für das Schürfen von Kryptowährungen betreiben, mit Geldstrafen, Zwangsarbeit, Zwangsarbeit oder sogar Gefängnis "belohnt" werden. Der Gesetzesentwurf könnte bereits im nächsten Jahr fertig sein, und die Strafen für Schwarzhändler zeichnen sich bereits ab.
Nach dem Gesetzentwurf könnte die Strafe für einfache Vergehen bis zu 1,5 Millionen Rubel betragen, aber der Täter könnte auch mit 480 Stunden Zwangsarbeit oder sogar 2 Jahren Zwangsarbeit rechnen, je nach Schwere des Falls, wenn er oder sie die Straftat privat und individuell begeht. Wenn das illegale Schürfen von Kryptowährungen in Form einer organisierten Gruppe erfolgt, wird dies natürlich anders beurteilt, und die Strafen werden deutlich höher. Die Geldstrafen können zwischen 500.000 Rubel und 2.500.000 Rubel liegen, aber das Gericht kann auch eine Geldstrafe von bis zu 5 Jahren Zwangsarbeit oder 5 Jahren Haft verhängen - im letzteren Fall kann eine zusätzliche Geldstrafe von bis zu 400.000 Rubel verhängt werden.
Der Entwurf liegt jetzt vor und soll bis zum 1. Juli 2026 fertiggestellt werden, wenn alles nach Plan läuft. Es ist noch nicht klar, wann genau das neue Gesetz in Kraft treten wird, aber es ist kein Geheimnis, dass es nicht nur illegales Kryptowährungs-Mining, sondern auch illegale Vermittlungsaktivitäten im Zusammenhang mit dem Kryptowährungshandel kriminalisieren wird. Die Sanktionierung von Vermittlungsaktivitäten könnte bereits am 1. Juli 2027 beginnen. In diesem Fall wird die betreffende Person oder Organisation wegen illegaler Bankgeschäfte strafrechtlich verfolgt.
Das Schürfen von Kryptowährungen ist bereits seit November 2024 reguliert, wobei Einzelpersonen Systeme zum Schürfen von Kryptowährungen bis zu einem maximalen monatlichen Verbrauch von 6.000 kWh betreiben dürfen und den Betrag der geschürften Kryptowährungen monatlich an die lokale Steuerbehörde melden müssen. Einzelunternehmer und Unternehmen können Kryptowährungs-Mining nur nach einer Registrierung betreiben und müssen auch über die geschürften "Vermögenswerte" Rechenschaft ablegen.
Die Verschärfung war notwendig, weil die Regulierungsbehörden der Ansicht sind, dass das illegale Kryptowährungs-Mining und der illegale Handel mit Kryptowährungen den Bürgern, Organisationen und dem russischen Staat selbst großen Schaden zufügen, und sie wollen es in einen regulierten Rahmen bringen, was sich positiv auf die Steuereinnahmen auswirken wird.
Gleichzeitig erwägen die Regulierungsbehörden auch andere Verschärfungen, wie z.B. die Beschränkung des Zugangs zu Kryptowährungen auch für nicht qualifizierte Investoren, d.h. die Einführung unterschiedlicher Grenzen für Transaktionen und Investitionen. Diese Arbeiten laufen noch im Hintergrund, wobei konkrete Einzelheiten erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.