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HAT DAS CHINESISCHE UNTERNEHMEN CHUWI DIE KUNDEN BETROGEN? - NICHT DER MOBILE PROZESSOR, DEN DAS/DIE NOTEBOOK(S) HÄTTEN HABEN SOLLEN

Selbst im BIOS schien alles den Spezifikationen des Herstellers zu entsprechen, aber die Leistung war viel geringer als erwartet. Laut Chuwi handelte es sich um einen Herstellungsfehler, aber die Anzeichen deuten auf etwas anderes hin - die BIOS-Änderung scheint beabsichtigt gewesen zu sein.
J.o.k.e.r
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Hat das chinesische Unternehmen Chuwi die Kunden betrogen? - Nicht der mobile Prozessor, den das/die Notebook(s) hätten haben sollen

Einer der beliebtesten chinesischen Notebook-Hersteller, Chuwi, ist wegen eines eher unangenehmen Falls ins Rampenlicht geraten: Laut Testern hat das Unternehmen seine Kunden getäuscht, indem es nicht die mobile APU verwendet hat, die es eigentlich hätte verwenden sollen, sondern stattdessen ein älteres, leistungsschwächeres Modell, das es aber versteckt hat.

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Das Problem betrifft zwei Notebooks von Chiwi, das CoreBook X und das CoreBook Plus, die laut Verpackung, offizieller Website und sogar dem BIOS mit einer mobilen APU AMD RZEN 5 7430U verkauft werden sollten, doch die Realität sieht leider anders aus. Dies haben die Mitarbeiter von NotebookCheck herausgefunden, die beide Notebooks zum Testen mitgenommen haben, aber feststellen mussten, dass die Zahlen nicht so waren, wie sie sein sollten: Die Notebooks waren deutlich langsamer als ein Standard-RYZEN 5 7430U-basiertes System.

Zunächst wurde vermutet, dass die Single-Channel-Speicherunterstützung daran schuld sein könnte, die in der Tat einen großen Einfluss auf die Leistung haben könnte, aber am Ende stellten sie fest, dass alles in Ordnung war. Das Vorhandensein einer mobilen APU des Typs RYZEN 5 7430U wurde von allen offiziellen Quellen bestätigt, sogar das BIOS sagte, dass diese mobile APU auf der Hauptplatine hätte sein müssen, aber als die Notebooks zerlegt wurden, fand man ein Sandkorn: eine mobile APU mit dem Code 100-000000375 OPN wurde gefunden, was auf das Vorhandensein der RYZEN 5 5500U hinwies, was später auch bestätigt wurde. Zuerst wurde das CoreBook X, dann das CoreBook Plus auf den Prüfstand gestellt.

Der RYZEN 5 7430U, der 2023 auf den Markt kommen wird, ist übrigens eine ZEN 3-basierte mobile APU mit 6 Prozessorkernen und 12 Kernen, die eine maximale Boost-Taktfrequenz von 4,3 GHz und eine gemeinsame Third-Level-Cache-Kapazität von 16 MB erreicht. Das Gehäuse enthält auch eine AMD Radeon Graphics Series iGPU mit 7 CU-Array, die auf einer Vega-Architektur der 6. Der RYZEN 5 5500U hingegen, der 2021 veröffentlicht wird, enthält Prozessorkerne, die auf der ZEN 2-Architektur basieren, ebenfalls 6 an der Zahl, die auf 12 Threads arbeiten können, aber nur mit einer maximalen Boost-Taktfrequenz von 4 GHz, mit einer L3-Cache-Kapazität von nur 8 MB. Die iGPU ist auch hier eine Lösung mit 7 CU-Array der Vega-Serie, die auf der GCN 5-Architektur basiert, mit 448 Stream Units.

Aus den obigen Ausführungen geht hervor, dass es kein Zufall ist, dass das BIOS modifiziert wurde, alles deutete eindeutig auf die RYZEN 5 7430U hin, aber es stellte sich heraus, dass die RYZEN 5 5500U "im Auge stecken blieb", wie die Unterschiede im L3-Cache, die geringere Leistung und der nicht angepasste OPN-Code zeigen. Da der Hersteller dies nicht nur bei einem, sondern bei zwei Notebooks getan hat, scheint es sich nicht um einen einfachen Fehler zu handeln.

Als der Fall bekannt wurde, bezeichneten Chuwi-Vertreter die Situation als einfachen Herstellungsfehler. Als die Untersuchung fortgesetzt wurde und sich herausstellte, dass ein weiteres Modell betroffen war, drohte Chuwi mit rechtlichen Schritten gegen die Mitarbeiter von NotebookCheck und behauptete, der Markenname sei beschädigt. Das Chuwi-Team forderte die Tester wiederholt auf, ihre Beiträge zu diesem Thema zu entfernen, aber natürlich kamen sie dem nicht nach. Nun, da sich herausgestellt hat, dass ein zweites Notebook nicht mit der mobilen APU ausgestattet ist, die es haben sollte, müssen die Verantwortlichen von Chuwi auf die Angelegenheit reagieren, um einen irreversiblen Schaden für den Ruf der Marke zu vermeiden.

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