Es ist mehr als 1,5 Jahre her, dass Apple ein verbessertes Siri mit generativer KI angekündigt hat, aber es konnte bis heute nicht auf den Markt gebracht werden. Kürzlich wurde bekannt, dass Google Apple endlich dabei helfen wird, die gewünschten Verbesserungen zu implementieren.
Lange Zeit ging man davon aus, dass ChatGPT Siri den Rang ablaufen würde, doch der Dienst und das von OpenAI entwickelte Sprachmodell konnten sich letztendlich nicht durchsetzen. Trotz früherer Zuschüsse und Kooperationsvereinbarungen plant Apple nun die nächste Generation von Siri mit Hilfe von Gemini. Dies wurde jetzt in einer offiziellen Erklärung von Google und Apple bekannt gegeben.
"Nach sorgfältiger Abwägung hat Apple entschieden, dass die KI-Technologie von Google die am besten geeignete Grundlage für die Apple Foundation Models bietet. Das Unternehmen ist begeistert von den innovativen neuen Möglichkeiten, die dieser Schritt den Apple-Nutzern eröffnen wird". - heißt es in einer kurzen Stellungnahme von Google.
Diese Vereinbarung markiert den Beginn einer mehrjährigen Zusammenarbeit", heißt es in der Erklärung. Google geht davon aus, dass in Zukunft weitere Apple Intelligence-Geräte mit Gemini-Modellen und der Cloud-Infrastruktur des Unternehmens zum Einsatz kommen werden. Siri wird nur eine der Entwicklungen sein, die künftig in Apples KI-Paket erscheinen werden.
Ein einzigartiges Gemini-Modell wird Apple zur Verfügung gestellt, um Siri "anzutreiben", das einen anderen Weg als die generischen Gemini-Varianten einschlagen wird, sowohl was die Freischaltung als auch die Funktionalität betrifft. So wird beispielsweise die Funktion "World Knowledge Answers" bereitgestellt, die das Internet nach relevanten Informationen durchsucht und zusammengefasste Antworten liefert. Der Hintergrund hierfür ist wahrscheinlich Gemini 3, das bisher als sehr gut gelungen gilt.
Apple hat betont, dass viele der KI-Funktionen lokal auf iPhones, iPads und anderen Produkten laufen und die sichere Private Cloud Compute des Unternehmens nutzen. Das Unternehmen achtet darauf, dies aus Gründen des Datenschutzes zu tun. Denn während es wichtig ist, mit der Zeit zu gehen und die Erwartungen der Nutzer an KI-Funktionen zu erfüllen, ist es auch wichtig, dass Apple in der Lage ist, seine "branchenführenden Datenschutzstandards" zu wahren.
Ursprünglich wollte Apple die Entwicklung von Siri selbst in die Hand nehmen, aber das hat sich zerschlagen, und internen Quellen zufolge sind auch die Bemühungen mit OpenAI ins Stocken geraten. So wurde Google schließlich der zweite (Retter?). Früheren Berichten zufolge wollte das Unternehmen aus Cupertino das neue Siri mit dem iOS 26.4 Update einführen, aber wir wissen nicht, ob es dazu kommen wird.
In den letzten Monaten hat sich das Kräfteverhältnis an der Front der künstlichen Intelligenz etwas verschoben. An vorderster Front zeichnet sich immer deutlicher ab, dass Google OpenAI erfolgreich herausfordern kann. Die Vereinbarung zwischen Apple und Google spiegelt dies wider, nachdem zuvor keine Rede davon war, dass Google die Oberhand gewinnen würde. Ursprünglich hatte sich das Unternehmen aus Cupertino eindeutig zu OpenAI hingezogen gefühlt, da mehrere auf OpenAI-Technologie basierende Funktionen in Apple Intelligence implementiert wurden, doch nun hat sich Google für das wichtigste Werkzeug durchgesetzt.