Google hat angekündigt, dass es das vor Jahren gestartete Project Mariner auslaufen lässt. Es ist durchaus üblich, dass der Suchmaschinenriese Projekte auf den legendären "Friedhof" legt. Jetzt ist die Situation ein wenig besser, denn Project Mariner wird nicht spurlos verschwinden, und die Entwicklungen werden in anderen Diensten fortgeführt.
Google startete Project Mariner im Jahr 2024, und es war im Wesentlichen ein Vorläufer der Agenten, die in letzter Zeit so populär geworden sind. Darin skizzierte Google ein Tool, das für die Nutzer Aufgaben im Web lösen könnte, allerdings auf der Grundlage ihrer Vorgaben. Auf der Google I/O 2025 erklärte das Unternehmen, dass Project Mariner nun bis zu 10 Aufgaben parallel verwalten kann.
Damals sprach das Unternehmen über Verbesserungen wie die Funktionen "Teach" und "Repeat". Damit könnte man Project Mariner eine neue Aufgabe beibringen und es könnte sich dann selbst wiederholen, so dass man dem Tool komplexe neue Dinge beibringen könnte, um alltägliche Aufgaben zu automatisieren. Inzwischen haben die Google-Experten die Verbesserungen, die sie am Project Mariner-Pilotwerkzeug vorgenommen haben, in andere Schnittstellen integriert.
Ein Grund für die Einstellung von Project Mariner ist, dass das meiste von dem, was Gemini Agent kann, bereits erledigt ist. Der Agent-Modus wurde uns auf der Google I/O 2025 vorgestellt, und seitdem hat das Entwicklungsteam viel daran gearbeitet, so dass er einen Großteil der Funktionen des zuvor gestarteten Pilot-Tools enthält. Gemini Agent ist vorerst ebenfalls ein Pilotprojekt, aber es ist wahrscheinlich, dass es eine ernstere Zukunft hat. Das Unternehmen hat bereits verschiedene Erweiterungen vorgenommen, um seine Fähigkeiten weiter auszubauen.
Es wird erwartet, dass auch die Pilotentwicklung Project Mariner aus dem KI-Modus "lernen" wird. Die Entwickler haben auch Prozesse und Technologien verwendet, die ursprünglich von Forschern in den unternehmenseigenen Forschungslabors für Project Mariner entwickelt wurden, um den in den Suchdienst integrierten Chatbot Gemini zum Laufen zu bringen. Google misst dem KI-Modus große Bedeutung bei und betrachtet ihn als strategisch wichtig für die Zukunft der Suche.
Darüber hinaus hat das Unternehmen bereits eine neue, auf künstlicher Intelligenz basierende Funktion im Google Chrome-Browser vorgestellt, die es "Auto-Browse" nennt. Sie kann auf Geheiß der Nutzer mehrstufige Aufgaben im Browser ausführen, um die ihr zugewiesenen Aufgaben zu lösen. Es besteht eine gute Chance, dass diese Funktion auch von den Verbesserungen profitiert, die sie zuvor für Project Mariner gebracht hat.
Die Google I/O steht kurz bevor, und das Unternehmen wird erneut Ankündigungen im Zusammenhang mit Betriebssystemen trennen. Dies wird es ihm ermöglichen, im Rahmen der Hauptveranstaltung" mehr über KI und Sprachmodelle zu sprechen. Wir können sicher sein, dass es auch mehr Pilotprojekte geben wird.