Das Internet ist riesig, es gibt viele Orte, an denen man Informationen finden kann, aber die meisten Menschen suchen nicht wahllos nach Informationen zu verschiedenen Themen. Bei einer ständigen Online-Präsenz haben die meisten Nutzer eine Vorliebe dafür, woher sie ihre Informationen beziehen, welche Websites und Blogs sie bevorzugen, und das ist völlig normal.
Google stellt sich nun darauf ein, indem es eine neue Funktion einführt, die es den Nutzern ermöglicht, ihre bevorzugten Quellen in den Suchergebnissen, vor allem aber in den hervorgehobenen Inhalten, hervorzuheben. Im Dienst Search hat das Unternehmen bisher seine eigene Gewichtung verwendet, um alles zusammenzustellen, aber jetzt werden die Nutzer ein Mitspracherecht haben.
Unter der Überschrift "Bevorzugte Quellen" wird eine neue Funktion eingeführt, die es den Nutzern ermöglicht, ihre Lieblingswebseiten hervorzuheben und zu bewerten.
Die Option "Bevorzugte Quellen" wird in erster Linie in Verbindung mit einer anderen Google-Suchoption namens "Führende Nachrichten" funktionieren. Während der Suche hebt der Dienst Nachrichten und Quellen im Abschnitt "Führende Nachrichten" hervor, die aus den bevorzugten Quellen stammen. In den Vereinigten Staaten, wo es bereits viele abonnierte Nachrichtenseiten gibt, wird es möglich sein, die Seiten hervorzuheben, die man abonniert hat, so dass man Nachrichten erhält, die man ohne Probleme lesen kann.
Wichtig ist, dass dies nicht bedeutet, dass nur diese Quellen hervorgehoben werden, aber sie werden häufiger erscheinen. Dadurch können auch kleinere, lokale Websites bevorzugt werden, die normalerweise nicht in der Google-Suche auftauchen würden. So können sich die Menschen schneller und genauer über die Dinge informieren, die sie wirklich interessieren. In der heutigen schnelllebigen Welt kann dies sicherlich eine gute Sache sein.
Doch die neue Funktion hat auch eine Schattenseite. Diese Entwicklung könnte zur Entstehung und zum Wachstum von Meinungsblasen beitragen. Denn die Nutzer werden bei ihrer täglichen Suche auf weniger Nachrichtenquellen stoßen. Und Websites mit einem kleineren Publikum könnten auf diese Weise Besucher verlieren.
Wenn führende Nachrichten erscheinen, wird die Google-Suche immer die Möglichkeit bieten, bevorzugte Quellen festzulegen. Es wird sogar möglich sein, diese für bestimmte Suchanfragen auszuschalten. Auf diese Weise können neue Ergebnisse in den Vordergrund treten, wenn Sie sich ein umfassenderes Bild von einem bestimmten Thema machen wollen. Vorerst handelt es sich um eine experimentelle Option, die im Bereich Labs verfeinert werden kann, aber nicht für jeden geeignet ist.
Google führt die neue Option "Bevorzugte Quellen" in der ersten Runde in zwei völlig unterschiedlichen Regionen ein. In den USA und Indien können Sie diese Funktion jetzt testen. Wenn sie die Erwartungen erfüllt und die Nutzer dadurch zufriedener mit dem Dienst sind, werden wahrscheinlich immer mehr Länder und Regionen von der Entwicklung profitieren.