Überraschenderweise hat Gigabyte zwei neue Socket-AM4-Mainboards auf den Markt gebracht, die auf dem B450-Chipsatz basieren und speziell mit dem Ziel entwickelt wurden, PC-Bauern inmitten der durch die Speicherkrise verursachten dynamischen Preissteigerungen eine budgetfreundlichere Option zu bieten. Die Basis bildet ein 2018 veröffentlichter Chipsatz, der im Gegenzug für den günstigeren Preis zwar einige Kompromisse erfordert, dennoch hat das neue Duo seine Daseinsberechtigung auf dem Markt, denn sie können dabei helfen, die aktuelle Situation zu überstehen, wenn der Bau eines (relativ) günstigen PCs das Ziel ist.
Zwischen den Modellen B450M D3HP und B450M D3HP WiFi6E besteht im Grunde genommen nur ein Unterschied hinsichtlich der Unterstützung von Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3; abgesehen davon bieten beide Mainboards denselben Funktionsumfang. Im Sockel AM4-Prozessorsockel können folgende Prozessoren verbaut werden: AMD RYZEN 3000, AMD RYZEN 4000 sowie AMD RYZEN 5000 Prozessoren der jeweiligen Serie, die natürlich DDR4-Speicherunterstützung bieten, und zwar in Form von vier Speichersteckplätzen mit einer maximalen Kapazität von 128 GB. Die Mainboards mit 4+2-Phasen-Stromversorgung bieten leider keine PCI-Express-4.0-Unterstützung, sodass nur ein PCI-Express-3.0-x16- und ein PCI-Express-2.0-x1-Steckplatz zur Verfügung stehen, während von den M.2-Steckplätzen einer über eine PCI-Express-3.0-x4-Schnittstelle und der andere über eine PCI-Express-2.0-x2-Schnittstelle verfügt. Für klassische Datenspeicher stehen zudem vier SATA-6-Gbps-Anschlüsse zur Verfügung.
Die neuen Mainboards sind mit einem von Realtek hergestellten Netzwerkcontroller mit 1-GbE-Geschwindigkeit ausgestattet und verfügen über einen ebenfalls von Realtek hergestellten Audio-Codec mit 7.1-Kanal-Audio-Unterstützung. Die APU-Modelle verfügen über einen DisplayPort 1.2- und einen HDMI 2.0-Videoausgang, auf der Rückseite befinden sich zudem vier USB-3.2-Gen1-Typ-A-Anschlüsse, drei USB-2.0-Anschlüsse, drei 3,5-Millimeter-Audiobuchsen sowie ein RJ-45-Anschluss. Auch die Q-Flash-Plus-Unterstützung fehlt nicht, für die es sogar eine eigene Taste auf der Rückseite gibt, außerdem sind RGB-LED-Leisten vorhanden, und beide Mainboards sind mit einem TPM-2.0-Steckplatz ausgestattet. Die 24,4 Zentimeter breiten und 24,4 Zentimeter hohen Mainboards
Die Mainboards im microATX-Format werden voraussichtlich in Kürze im Handel erhältlich sein; das Unternehmen hat jedoch bislang keine Angaben dazu gemacht, in welchen Regionen genau sie auf den Markt kommen werden, und es ist auch noch nicht bekannt, wie viel sie genau kosten werden.