Aufgrund der gestiegenen Kosten für Speicherchips sind die Preise sowohl für DDR4 als auch für DDR5 Speichermodule in den letzten Quartalen enorm gestiegen, was zu einer Zunahme von Betrügereien und Betrug geführt hat. Einige versuchen, sich die steigenden Preise durch verschiedene Tricks zunutze zu machen, z. B. durch das Umverpacken alter Speichermodule in neue DDR4- oder DDR5-Verpackungen, aber auch raffiniertere Methoden finden immer mehr Verbreitung. Ein gutes Beispiel für Letzteres ist die Erfahrung eines japanischen Nutzers, der vor kurzem durch einen Freund auf einen interessanten Fang, ein gefälschtes DDR5 So-DIMM-Speichermodul, gestoßen ist, das in mehrfacher Hinsicht ungewöhnlich ist.
Auf den ersten Blick sieht das Produkt seltsam aus, da die Farbe der Leiterplatte ungewöhnlich ist, die Ecken abgerundet sind und das PMIC nicht das übliche Design aufweist. Die Speicherchips, auf denen der Name SK hynix aufgedruckt ist, sehen ebenfalls ungewöhnlich aus, auch wenn die Herstellerkennzeichnung mehr oder weniger dem üblichen Format folgt. Laut Aufkleber handelt es sich um ein Samsung-Modul mit einer Kapazität von 16 GB, Single-Rank und zertifiziert für DDR5-5600 MT/s.
Das Produkt wurde auf dem japanischen Gebrauchtmarkt von einem Freund des Benutzers X gekauft, der den Spitznamen TAKI trägt, und stammt nicht aus normalen kommerziellen Quellen. Der Test ergab, dass das Modul nicht mit klassischen DDR5-Speicherchips bestückt war, sondern mit etwas, das wie Kunststoffplättchen aussah, die sich bei näherer Betrachtung als eine Art glasfaserähnliches Material ohne Siliziumplättchen herausstellten.
Auf den ersten Blick mag das Modul für den Laien wie ein normales So-DIMM-Speichermodul aussehen, d.h. es ist perfekt geeignet, den Kunden zu täuschen. Die Verarbeitungsqualität ist sehr hoch, d. h. der Durchschnittsnutzer wird nicht unbedingt einen Fehler bemerken. Ähnliche Speichermodule sind auch bei Yahoo Auctions und Mercari zu finden, wo sie von Betrügern über virtuelle Bulletin Boards angeboten werden.
So-DIMM-Module sind in dieser Hinsicht relativ einfach zu kaufen, da mobile Speichermodule in der Regel keine zusätzliche Kühlplatte haben, was bedeutet, dass die Leiterplatte und die Speicherchips in der Regel frei einsehbar sind. Bei Desktop-Modulen ist die Sache nicht so einfach. Hier sind die Chips oft mit Aluminiumkühlkörpern versehen, um die von ihnen erzeugte Wärme effizient abzuleiten, was sowohl ihre Lebensdauer als auch ihre Stabilität erhöht. In diesen Fällen ist ein Test der beste Weg, um genau herauszufinden, mit welcher Art von Modul Sie es zu tun haben, und ein AIDA64 oder MemTest86 können dafür hervorragend geeignet sein.
Alternativ können Nahaufnahmen helfen, oder Produktcodes und/oder Chip-Identifikatoren können verwendet werden, um das Modul zu identifizieren, aber es ist immer noch leicht, gefälschte Module zu finden, die unter den Kühlkörpern lauern, so dass Tests in diesen Fällen am besten vermieden werden. Wenn der Verkäufer sich weigert, dies zu tun, könnte das ein guter Grund sein, das Produkt ganz zu meiden.
Insgesamt lohnt es sich, auf eine sichere Quelle zurückzugreifen, und das Testen gebrauchter Produkte mit der richtigen Software kann beiden Parteien Sicherheit bieten und die Gefahr späterer Unstimmigkeiten verringern. Da die Preise für DRAM und NAND-Flash in naher Zukunft nicht sinken werden, wird Vorsicht immer notwendiger, da es sich für Betrüger immer mehr lohnt, im Trüben zu fischen.