Intel plant offenbar eine Preiserhöhung auf dem Prozessormarkt und hat angeblich bereits seine wichtigsten PC-OEM-Partner informiert, die diese Änderung zur Kenntnis genommen haben. Dies meldete ET News neulich unter Berufung auf Brancheninformationen, aber es lohnt sich dennoch, die Nachricht mit Argwohn zu betrachten, da die Preiserhöhung noch nicht offiziell bestätigt worden ist. Die Preiserhöhung scheint nur die Prozessoren der Core-Ultra-Serie zu betreffen, die Vertreter der älteren Generationen werden sich vorerst nicht verteuern, so haben es zumindest die Kollegen von ET News erfahren.
Die Core Ultra Serie bildet das Rückgrat von Intels aktuellem Prozessorangebot sowohl im Desktop- als auch im Mobilbereich, sei es der Arrow Lake, der Arrow Lake Refresh oder auch die Panther Lake Modelle. Die Arrow Lake Refresh Prozessoren wurden gerade angekündigt auf der Desktop-Front und zwei neue Prozessoren auf der mobilen Front, und in der Zwischenzeit wurde die Raptor Lake-HX Reihe um einen interessanten Prozessor erweitert, der still und leise und ohne besondere Ankündigung eingetroffen ist.
Die geplante Preiserhöhung betrifft im Wesentlichen alle PC-Kategorien und kann auch für Tray- und Box-Prozessoren gelten, so dass es bald noch teurer wird, einen modernen Intel-basierten PC zu bauen. Auch bei PC-Komplettkonfigurationen und Notebooks kann die Preiserhöhung zu teilweise deutlichen Preissteigerungen führen, je nachdem, wie hoch der Anteil der Prozessorkosten an der Konfiguration ist. Es ist sicher, dass die Preiserhöhung von den OEM-Partnern ganz oder teilweise an die Kunden weitergegeben wird, aber wie hoch die Preiserhöhung für die einzelnen Konfigurationen genau ausfällt, wird sich erst zeigen, wenn die tatsächlichen Preiserhöhungen zur Anwendung kommen.
Die Situation war schon vorher nicht sehr gut: DDR5 und DDR4 Speichermodule sind in den letzten Monaten teurer geworden, während Festplatten ebenfalls Preiserhöhungen erfahren haben, SSD-Laufwerke und SSD-Karten sind ebenfalls teurer geworden, außerdem gab es einige Preiserhöhungen bei Grafikkarten. Da nun auch die Prozessoren der Core-Ultra-Serie von Intel teurer werden, werden sich die Akteure und Kunden auf dem PC-Markt in einer noch schwierigeren Lage befinden, was sich auch auf den Absatz auf dem PC-Markt auswirken wird.
Gartner hat bereits einen Rückgang der PC-Verkäufe in diesem Jahr um 10,4 % im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert, aber wenn die Preiserhöhungen anhalten, könnte der Rückgang noch größer ausfallen, wie einige Analysten bereits vorhersagen.