Im vergangenen Jahr stellte Aurzen den DLP-Projektor namens Zip vor, der kleiner war als alle bisherigen Modelle. Dieses Gerät war weit verbreitet im Handel erhältlich – auch bei uns ist der kleine Zip erhältlich – und hat offenbar genügend Erfolg gehabt, damit das Unternehmen noch mehr Aufwand in die Entwicklung steckt. Der neue Zip Pro ist nun eine deutlich ausgefeiltere Konstruktion.
Die Entwickler haben das Z-förmig faltbare Design beibehalten, doch der Zip Pro ist doppelt so hell und beschränkt sich nicht auf eine Auflösung von 720p, sondern bietet native 1080p-Unterstützung. Das Unternehmen hat ausdrücklich betont, dass bei der Erhöhung der Auflösung keinerlei Tricks angewendet wurden. Im Vergleich zur früheren Helligkeit von 100 Lumen verspricht der Zip Pro nun 200 Lumen. Eine Verdopplung der Helligkeit klingt auf jeden Fall gut, doch muss hinzugefügt werden, dass auch so vollständige Dunkelheit gewährleistet sein muss, damit er ein angemessenes Bild erzeugen kann.
Das Projektionsverhältnis des Geräts beträgt 1,20:1, sodass es etwas weiter von der Projektionsfläche entfernt aufgestellt werden muss, als es die Bildgröße erfordert, die der Nutzer erzielen möchte. Nach Angaben des Herstellers beträgt die empfohlene maximale Bilddiagonale 80 Zoll, was einer Bilddiagonale von etwa 2 Metern entspricht. Das Gerät deckt 85 Prozent des NTSC-Farbraums ab. Der Projektor „ “ verfügt über einen Touchscreen , über den die Einstellungen verwaltet werden können.
Das Gerät unterstützt den kabellosen Betrieb, es können jedoch auch externe Quellen über Kabel angeschlossen werden. Über einen USB-C-Anschluss bietet der Projektor den DisplayPort-Alt-Modus. AirLink wird unterstützt, ebenso wie Miracast, AirPlay und Google Cast. Aurzen war bestrebt, den Nutzern größtmögliche Flexibilität zu bieten. Der Zip Pro kann mit Computern, Smartphones, Tablets und sogar Handheld-Konsolen verwendet werden.
Der Projektor verfügt über eigene Lautsprecher – sogar zwei –, von denen man jedoch nicht allzu viel erwarten sollte. Das Gerät beherbergt 2-Watt-Lautsprecher. Es empfiehlt sich daher, zusätzlich einen Bluetooth-Lautsprecher anzuschließen. Der Zip Pro ermöglicht es zudem, zwei Kopfhörer oder Ohrhörer gleichzeitig anzuschließen.
Im zusammengeklappten Zustand misst der Zip Pro 115 x 97 x 44 Millimeter und wiegt 586 Gramm. In die Hosentasche passt er vielleicht nicht mehr so recht, aber in einem Rucksack oder einer Seitentasche lässt er sich problemlos transportieren. Der im Gerät integrierte DLP-Chip ist mit einer 10,7 Millimeter hohen Optik ausgestattet. Der Geräuschpegel des Zip Pro beträgt nur 24 dB; die Kühlung ist deutlich besser gelöst als beim ursprünglichen Zip, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass er größer geworden ist und somit mehr Platz dafür bietet.
Der Zip Pro verfügt über einen Akku mit einer Kapazität von 10.000 mAh (38 Wh), wodurch er völlig unabhängig und praktisch überall eingesetzt werden kann. Das Gerät kann mit einer Leistung von 65 Watt betrieben werden, sodass es in relativ kurzer Zeit wieder einsatzbereit ist. Wie lange hält es ohne Stromquelle durch? Nun, im Energiesparmodus lässt sich damit problemlos ein durchschnittlicher Film ansehen, und es kann 2,5 Stunden lang ohne Unterbrechung bei einer Helligkeit von 100 Lumen betrieben werden.
Der Aurzen Zip Pro wird teurer sein als das einfache Zip-Modell; dafür muss man 630 Euro hinblättern. Der Vertrieb des Produkts soll planmäßig im Oktober starten.