Die Informationen über AMDs Grafikkarten der nächsten Generation sind bisher eher spärlich ausgefallen, aber seit kurzem ist das Eis endlich gebrochen: In der offiziellen GeekBench-Datenbank sind mehrere Einträge aufgetaucht, die darauf hindeuten, dass RDNA 4-basierte Grafikkarten getestet werden. Bei den Ergebnissen handelt es sich immer noch nur um technische Testmuster, so dass die Leistung möglicherweise unter dem endgültigen Niveau liegt, aber darum geht es nicht, sondern darum, was jeder Eintrag uns über die Eigenschaften der getesteten Grafikkarte verrät.
Im aktuellen Beitrag geht es um eine Grafikkarte mit einem gfx1201-Grafikprozessor, was auf den ersten Blick vielleicht nicht viel aussagt, aber wenn man sich an frühere Gerüchte erinnert, dass der gfx1201-Codename NAVI 48 und der gfx1200-Codename NAVI 44-Grafikprozessoren laut AMDs RoCm Validation Suite sind, dann wird das Bild etwas klarer. Natürlich ist es erwähnenswert, dass die RDNA 4-Serie nach früheren Gerüchten keine High-End-Modelle enthalten wird, sondern nur bis zur oberen Mittelklasse erhältlich sein wird.
Die Grafikkarte mit dem Codenamen gfx1201 soll 28 RDNA 4 CU-Arrays enthalten, aber diese Zahl bezieht sich möglicherweise nicht auf die CU-Arrays, sondern auf die Arbeitsgruppenprozessoren (WGPs). Wenn im Falle von RDNA 4 jeder dieser WGPs immer noch zwei CU-Arrays kombiniert, dann könnte die betreffende GPU insgesamt 56 CU-Arrays oder 3.584 Stream Units haben. Natürlich ist dies im Moment nur eine Vermutung, da noch keine Details zu den Neuerungen der RDNA 4-Architektur veröffentlicht wurden. Demnach könnte die neue Grafikkarte ressourcentechnisch zwischen der Radeon RX 7700 XT und der Radeon RX 7800 XT angesiedelt sein.
Die GPU arbeitete in den Tests mit einer eher niedrigen Taktrate von nur 2,1 GHz, was wahrscheinlich weit von der endgültigen Taktrate entfernt ist. Im Fall der Radeon RX 7000-Serie haben wir Boost-Taktraten von etwa 2,5 GHz gesehen, was dem entspricht, wozu die RDNA 4-basierte Radeon RX 8000-Familie in der Lage sein könnte, und mit einer wahrscheinlichen Änderung der Streifenbreite könnten sogar noch höhere Taktraten in Aussicht gestellt werden. Neben der GPU gibt es 16 GB On-Board-Speicher, bei dem es sich wahrscheinlich um GDDR6 handelt, und es besteht eine gute Chance, dass der Speicherdatenbus 256 Bit beträgt.
Die Testergebnisse sind nicht sehr aussagekräftig, vier Messungen zeigen Werte zwischen 31041 und 33241 , während die fünfte Messung 12962 zeigt. Diese Zahlen liegen auf einer Höhe mit der Radeon RX 570 und der GeForce GTX 1060. Basierend auf den Zahlen kann nicht ausgeschlossen werden, dass wir tatsächlich die Ergebnisse einer mobilen Instanz oder ein frühes Desktop-Engineering-Testbeispiel sehen.
Es gibt kein offizielles Wort von AMD darüber, wann die RDNA 4-basierten Grafikkarten vorgestellt werden, aber es besteht eine geringe Chance, dass die CES 2025 im kommenden Januar der Ort der Vorstellung sein wird.